Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Gesundheitsämter in Cloppenburg und Vechta melden am Mittwoch 1118 Coronafälle

Im Kreis Cloppenburg gibt es 787 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, im Kreis Vechta sind es 331. Über die Hälfte aller Coronafälle sind der Omikron-Variante zuzuordnen. Die Zahlen hier im Überblick.

Artikel teilen:
Symbolfoto: M. Meyer

Symbolfoto: M. Meyer

Die Corona-Lage im Landkreis Cloppenburg:

Das Gesundheitsamt Cloppenburg meldet am Mittwoch 787 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden. Das ist ein Höchstwert seit dem 22. Februar. Die neuen Fälle werden aus allen Städten und Gemeinden gemeldet, wobei es allein in Cloppenburg 149 Neuinfektionen sind, in Löningen 103 und in Friesoythe 99. Aus Garrel (81) und dem Saterland (64) werden allerdings auch verhältnismäßig hohe Zahlen gemeldet. Die übrigen Fällen verteilen sich relativ gleichmäßig auf die anderen Gemeinden.

Wie Kreissprecher Sascha Sebastian Rühl mitteilt, sind allein seit Jahresbeginn 21.416 Infektionen nachgewiesen worden. Zum Vergleich: Die Gesamtzahl der positiv getesteten Bürger seit Beginn der Pandemie liegt aktuell bei 38.265. Dementsprechend sind etwa 55 Prozent aller Infektionen der aktuellen Omikron-Welle zuzuordnen. 

Dank des milderen Krankheitsverlaufes bei der Virusvariante schlägt sich das nicht auf die Zahl der Todesfälle, die in Verbindung mit einer Infektion mit dem Coronavirus stehen, nieder. Die Gesamtzahl der Todesfälle liegt aktuell bei 210. Lediglich 9 davon seien dem Gesundheitsamt während der derzeitigen Infektionswelle gemeldet worden.

Aktuell werden 17 infizierte Patienten stationär in einem der Krankenhäuser behandelt (Vortag: 17). Davon liegen 2 Patienten auf der Intensivstation (Vortag: 3). Das Robert-Koch-Institut meldet am Mittwoch für den Landkreis Cloppenburg eine 7-Tage-Inzidenz von 1328,8 (Vortag: 1244,3)


Die Corona-Lage im Landkreis Vechta:

Das Vechtaer Gesundheitsamt hat am Mittwoch 331 neue Coronafälle binnen 24 Stunden gemeldet. Die Neuinfektionen werden aus allen zehn Kommunen gemeldet, allein in Vechta sind es 75, in Lohne 72. Die übrigen Fälle verteilen sich relativ gleichmäßig auf die anderen acht Kommunen, wobei es in Bakum nur 10 Neuinfektionen sind

Aktuell werden 17 infizierte Patienten stationär behandelt (Vortag: 22). Davon liegt ein Patient auf der Intensivstation (Vortag: 2). Das RKI hat am Mittwoch eine 7-Tage-Inzidenz von 765,5 errechnet. Das ist die aktuell zweitniedrigste 7-Tage-Inzidenz in Niedersachsen.


Die aktuellen Daten aus Hannover:

Die landesweite 7-Tage-Inzidenz ist am Mittwoch gestiegen. Der Wert beträgt jetzt 1522,1 (Vortag: 1478,6). Der niedersachsenweit höchste Wert wird für die Grafschaft Bentheim mit 2487,5 gemeldet, der niedrigste für den Landkreis Helmstedt mit 525,6. 

Die Hospitalisierungsinzidenz ist ebenfalls gestiegen. Der Wert beträgt nun 14,2 (Vortag: 13,8). Das ist ein neuer Höchstwert seit Einführung dieses Corona-Messwertes. Der Leitindikator basiert auf der Zahl der mit einer Covid-19-Erkrankung eingewiesenen Personen in Krankenhäusern in den vergangenen 7 Tagen.

Bei der prozentualen Belegung der Intensivbetten durch Covid-19-Erkrankte ist der Wert gegenüber dem Vortag hingegen gesunken. 6,1 Prozent der Intensivbetten in Niedersachsen werden derzeit durch Covid-19-Patienten belegt (Vortag: 6,3). 

Ministerpräsident Weil findet Lockerungen verfrüht 

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat seine Kritik am Corona-Lockerungsplan der Bundesregierung erneuert. „Die Pandemie ist nachweislich nicht vorbei und sie wird auch Anfang April nicht vorbei sein. Deshalb brauchen wir auch nach der Übergangszeit noch den bisherigen Instrumentenkasten“, teilte der SPD-Politiker am Mittwoch mit. Die geplante Hotspot-Regelung reiche angesichts steigender Infektions- und Patientenzahlen nicht aus.

„Es ist praxisfern, dass durch Landesregierung und Landtag spezifische Maßnahmen für einzelne Landkreise oder kreisfreie Städte festgelegt werden sollen“, sagte Weil. Die Landesregierung müsse die Voraussetzungen für die Gefahr einer dynamischen Infektionslage auch landesweit feststellen können. In der vom Bund vorgesehenen Form handele es sich um eine „Hotspot-Regelungs-Verhinderungsregelung“. Niedersachsen sei bislang in der Pandemie gut damit gefahren, frühzeitig präventive Maßnahmen zu ergreifen, wann immer dies notwendig erschienen. „Daran muss festgehalten werden“, betonte Weil.

Ob Niedersachsen den Entwurf des Bundes im Bundesrat ablehnen werde, sei noch offen, ergänzte ein Sprecher der Staatskanzlei. Derzeit liefen Abstimmungen mit anderen Länderchefs, und man sei guter Hoffnung, dass sich noch Änderungen erreichen ließen.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Gesundheitsämter in Cloppenburg und Vechta melden am Mittwoch 1118 Coronafälle - OM online