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Gesundes kann auch lecker schmecken

Fünftklässler der Oberschule Emstek lernen etwas über ausgewogene Ernährung. Die Rezepte gibt es mit nach Hause.

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Zucchini mal anders: Mit einem speziellen Schneider wird das Gemüse in lange Streifen geschnitten und danach zu Muffins verarbeitet. Foto: Vorwerk

Zucchini mal anders: Mit einem speziellen Schneider wird das Gemüse in lange Streifen geschnitten und danach zu Muffins verarbeitet. Foto: Vorwerk

"Das schmeckt ja gar nicht gesund." Wenn das aus einem Kindermund kommt, kann es kaum ein größeres Lob für die Küche geben. Gemeint war am Freitag der Eistee, den die Mensa-Damen zum Projekt "Gesundes Frühstück" den Fünftklässlern aufgetischt hatten. Statt mit Zucker wurde der Saft mit Stevia gesüßt und traf ganz offensichtlich den Geschmack von Lazar. Für alles andere waren die Mädchen und Jungen der Oberschule Emstek an diesem Tag selber verantwortlich.

Außerhalb von Corona wären die Oberschüler für einen Tag zur Katholischen Akademie nach Stapelfeld gefahren und hätten dort einiges über gesunde Ernährung erfahren. Jetzt haben die Frauen aus der Mensa ein Programm zusammengestellt und nach einer theoretischen Einführung, bei der es unter anderem um die Ernährungspyramide ging, zu Messer und Gemüsehobel gegriffen. "Die Kinder kennen viele Nahrungsmittel gar nicht", sagt Doris Ostmann, Leiterin der Mensa. Dabei wird auch im täglichen Schulessen darauf geachtet, einen guten Mix anzubieten.  

Instant-Nudelgericht als bisheriger Renner

Anlass, den kulinarischen Horizont zu erweitern, gibt es immer wieder. Von zu Hause gibt es statt eines Brotes auch schon mal Chips als Snack für zwischendurch. Ein richtiger Renner ist ein Instant-Nudelgericht, das vom ursprünglichen Gedanken her mit heißem Wasser aufgegossen wird. Pur aus der Tüte wird es von den Kindern aber ebenfalls gerne genascht, wie sie mit strahlenden Augen erzählen. Viel Salz und Geschmacksverstärker sind dabei garantiert.

Es gibt aber auch die Lichtblicke für Ernährungsberater. Hannah ist so ein Musterbeispiel: Ihr Frühstück hat sie auf drei Mehrweg-Verpackungen verteilt und zum Käsebrot gibt es Gurkenstücke und Apfelspalten. Ella und Melina schwören ebenfalls auf Äpfel und dazu noch auf Weintrauben. "Aber keine Bananen", kommt es unisono aus ihren Mündern. Ein Mädchen berichtet, dass ihre Mutter keine Nutella-Brote für die Schule erlaubt. Eine Milchschnitte hingegen bisweilen schon. "Irgendwie unlogisch", meint die 11-Jährige, die offenbar verinnerlicht hat, wie viel Zucker und Fett in diesen Produkten steckt.

"Ein gesundes Frühstück hat Auswirkungen auf das Lernen."Heike Kloster, Didaktische Leiterin der OBS Emstek

"Ein gesundes Frühstück hat Auswirkungen auf das Lernen", weiß Heike Kloster, Didaktische Leiterin der OBS. "Es ist einfach gemacht und wirkt sich positiv aus. Wir haben aber auch das Glück, dass unsere Mensa-Damen sehr engagiert dabei sind." Nachdem in den vergangenen zwei Jahren viele Veranstaltungen ausgefallen sind, werde mit solchen Angeboten außerhalb des klassischen Stundenplans auch der Teamgeist und die Klassengemeinschaft gefördert.

Der liebevoll gedeckte Tisch nebst Tulpen gehört an diesem Vormittag wie selbstverständlich dazu und außerdem haben die Schüler die Rezepte mit nach Hause bekommen. So könnte die eine oder andere Familie an diesem Wochenende mit Quark-Öl-Brötchen überrascht werden oder es gibt herzhafte Zuccini-Omlette-Muffins für den Brunch.

Erst aber mal wurde ausgiebig gefrühstückt und dies auch unter dem lokalen und regionalen Aspekt. Die Marmelade für die Brötchen wurde dabei von der Schülerfirma "Just fresh" selber aus Früchten der Region hergestellt und im Fall des Honigs von den schuleigenen Bienen gesammelt. Drei weitere Freitage stehen unter diesem Motto, damit alle Fünftklässler in den Genuss des "Gesunden Frühstücks" kommen.

Aufgetischt: Ihr Frühstück haben sich die Fünftklässler redlich verdient. Foto: VorwerkAufgetischt: Ihr Frühstück haben sich die Fünftklässler redlich verdient. Foto: Vorwerk

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