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Gericht verurteilt Ehepaar nach Betrug mit Handyverträgen

Mit gefälschten Ausweisen erschleichen sich die Bremer in Lohne teure Smartphones.  Der Händler merkte aber, dass etwas faul an dem "Geschäft" war und rief die Polizei.

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Foto: Archiv

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Das Strafgericht des Amtsgerichts Vechta hat ein Ehepaar aus Bremen wegen Betruges und Urkundenfälschung zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung und Geldstrafe verurteilt. Der Angeklagte (51) hatte drei Mal hintereinander den Vodafone-Telefonshop in Lohne besucht, sich als Unternehmer ausgegeben und 17 Telefonverträge angeblich für seine Mitarbeiter abgeschlossen. Dabei legte er falsche Ausweise vor und kassierte 12 hochpreisige Smartphones der Marken Huawei und Apple im Gesamtwert von 10.679,90 Euro.

Damit nicht genug, schickte er ein paar Wochen später seine Ehefrau (44) in den Shop, damit sie ebenfalls Verträge abschließen sollte. Inzwischen hatte der Anbieter aber gemerkt, dass etwas faul an dem „Geschäft“ war und rief die Polizei. Die Frau, die per Handy mit ihrem Ehemann, der im Auto wartete, Kontakt hatte, wurde vorläufig festgenommen. Vor dem Strafgericht wurde nach dem Verlesen der Anklageschrift ein Rechtsgespräch ohne die Angeklagten geführt. Das brachte aber zunächst kein Verständigungsergebnis. Die beiden Verteidigerinnen schafften es aber schließlich doch, dass die Angeklagten ein Geständnis ablegten. Nach Lohne sei man gekommen, weil man dort Bekannte habe, sagte der Angeklagte. Auf die Betrugsidee sei er gekommen, weil er sich erfolglos um eine Arbeitsstelle bemüht habe, erklärte der Bremer. Die Namen auf den gefälschten Ausweisen habe er aus dem Internet, erklärte der 51-Jährige.

51-Jähriger ist wegen ähnlicher Delikte bereits vorbestraft

Er ist bereits wegen ähnlicher Delikte vorbestraft. Er war wegen Betruges und Urkundenfälschung vom Amtsgericht Bremen zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. In Vechta gab der Angeklagte schließlich zu: Die Handys habe er verkauft, wenn auch zu ermäßigten Preisen. Bei den Ermittlungen durch die Polizei hatte er der Polizei erklärt, dass ein Teil des Geldes, was man in seinem Tresor gefunden hatte, nicht ihm, sondern seinem Sohn gehöre.

Der 51-jährige Ehemann erhielt eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und die 44-jährige Ehefrau eine Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu je 15 Euro. Das Strafgericht gab dem Verurteilten auf, 150 Stunden gemeinnützige Arbeit zu verrichten und ordnete an, dass die 10.679,90 Euro eingezogen werden. Der Ehefrau gewährte das Gericht die Geldstrafe in Raten zu bezahlen.

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