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Gerhard Schröder – vom angesehenen Staatsmann zum Polit-Clown

Thema: Schröder verklagt Bundestag – Der Altkanzler will sein Büro und sein Personal zurück. Hier geht es nur um zweierlei: Das Prinzip und die Genugtuung.

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Die politische Seifenoper um Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) ist um einen Akt reicher. "Gas Gerd" – wie der 78-Jährige mittlerweile oft abwertend wegen seiner engen Freundschaft zu Russlands Kriegsverbrecher Wladimir Putin und seines lukrativen Postens im russischen Energiesektor genannt wird – will es also wissen und verklagt den Bundestag. Grund: Er will sein Büro samt Personal zurück. Aufkommen dafür soll der deutsche Steuerzahler. Ein einmaliger Vorgang in der deutschen Geschichte und eine Chupze gegen all diejenigen, die den verbrecherischen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine verurteilen.

Doch unabhängig davon, dass Schröder erstmal neues Personal finden müsste, das überhaupt Lust hätte für ihn zu arbeiten, geht es bei dem Vorstoß des Altkanzlers um reine Symbolpolitik. Gute Aussichten auf einen juristischen Sieg sehen Experten derzeit nämlich eher nicht. Schröder geht es nur um zweierlei: Ums Prinzip und um die Genugtuung gegenüber einer Partei, die mit allen Mitteln versucht, ihn endgültig loszuwerden.

Gas und Geld für die Geschichtsbücher

Während Deutschlands Polit-Elite auf der Suche nach Wegen ist, die Menschen in Deutschland im Winter nicht frieren zu lassen, bestimmt Schröder die aktuelle politische Debatte. Für einen Narzissten sicherlich ein Erfolg. Doch nein, Gerhard Schröder wird nicht in die Geschichte eingehen als besonnener Diplomat, der auch im Ruhestand mit Weitsicht und Weisheit agierte. Vielmehr werden mit ihm die Begriffe Gas und Geld einhergehen. Es wird ihn wohl angesichts der gesamten Verfehlungspalette der vergangenen Wochen und Monate aber wenig scheren.

Die Transformation eines einst angesehenen Staatsmannes hin zu einem bedauernswerten Polit-Clown und Diener des Kremls ist somit fast abgeschlossen. Ein unwürdiges Ende für einen Ex-Kanzler, von dem man mehr hätte erwarten können.

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