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Gerd Dumstorff bleibt Malteser-Stadtbeauftragter

Die Gliederung Friesoythe wählt den amtierenden Chef für weitere 4 Jahre. Die Mitglieder leisteten rund 1500 Ehrenamtsstunden.

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Ausgezeichnet: (von links) Diözesanoberin Hiltrud Voßmann händigt Silke Bührmann, Otger Eismann und dem Stadtbeauftragten Gerd Dumstorff die Urkunden der Malteser aus. Foto: Wilmes

Ausgezeichnet: (von links) Diözesanoberin Hiltrud Voßmann händigt Silke Bührmann, Otger Eismann und dem Stadtbeauftragten Gerd Dumstorff die Urkunden der Malteser aus. Foto: Wilmes

Der Malteser Hilfsdienst Gliederung Friesoythe hat auf seiner Mitgliederversammlung erstmals eine Vorstandswahl durchgeführt. Der neue Ortsvorstand wurde einstimmig gewählt und setzt sich zusammen aus Gerd Dumstorff (Stadtbeauftragter), Hedwig Sänger (Ortsseelsorge), Silke Bührmann (Helfervertreterin), Alfred Preuth (Helfervertreter) und Beate Schnier (Vertreterin Einkaufsdienst). Sie sind stimmberechtigte Gremiumsmitglieder, wie die Malteser mitteilen. Als beratende Mitglieder fungieren Geschäftsführerin Marlen Schmidt und Hospizkoordinatorin Martina Kramer. Neue Rechnungsprüfer sind Birgit Thieben und Margot Ohms, die von Adelheid Rieger und Maria Norrenbrock vertreten werden.

Aufgrund einer Satzungsänderungen wurden die Strukturen der Malteser e.V. derart geändert, dass zukünftig jede Ortsgliederung der Organisation einen eigenen Vorstand bilden müsse, so die Friesoyther. Die Aufgaben dieses neuen Vorstandes seien in erster Linie strategische und koordinierende. Er werde für 4 Jahre gewählt und müsse mindestens dreimal im Jahr tagen.

Diözesanoberin Hiltrud Voßmann übergab Gerd Dumstorff im Zuge der Wahlen die Ernennungsurkunde als Stadtbeauftragter. Mit dieser wurde Dumstorff offiziell durch den Diözesanleiter im Offizialatsbezirk Oldenburg, Ludger Ellert, für weitere 4 Jahre zum Beauftragten der Stadtgliederung Friesoythe berufen.

Zahlreiche engagierte Mitglieder ausgezeichnet

Neben den Vorstandswahlen zeichneten die Malteser außerdem engagierte Mitglieder mit der Dankesurkunde der Deutschen Assoziation des Souveränen Malteser Ritterordens sowie der Malteser Verdienstplakette aus. Silke Bührmann erhielt als Hospizbegleiterin in der Kinder- und Jugendhospizarbeit die Hospizplakette in Bronze, berichten die Malteser. Seit mehr als 10 Jahren versehe sie immer zuverlässig, kompetent und zuvorkommend diesen Dienst. Ihre Kompetenz zeichne sich über ihr Fachwissen und ihre Empathie aus. Dabei sei sie immer fröhlich und gut gelaunt, so Stadtbeauftragter Gerd Dumstorff in seiner kurzen Laudatio.

Otger Eismann erhielt die Verdienstplakette in Silber. Für sein herausragendes gesellschaftliches Engagement auch außerhalb der Malteser, für das gemeinschaftliche Miteinander und für die soziale Fürsorge in Friesoythe habe er Außergewöhnliches geleistet. Und er habe im Jahre 2000 mit viel Einsatz die Gliederung Friesoythe der Malteser ins Leben gerufen. Dafür gebühre ihm diese hohe Auszeichnung, wie Dumstorff hervorhob.

Obwohl es in den beiden letzten Jahren einen leichten Zuwachs an ordentlichen Mitgliedern gab (von 106 auf 111), musste andererseits aber auch festgestellt werden, dass die Anzahl der Fördermitglieder von 428 auf 352 stark zurückgegangen sei, wie Gerd Dumstorff in seinem Jahresbericht mitteilte. Dies mag, so Dumstorff, daran gelegen haben, dass es aufgrund der durch die Pandemie reduzierten Aktionen und Veranstaltungen nicht möglich gewesen sei, in der Öffentlichkeitsarbeit groß auf sich aufmerksam zu machen. Mit kreativen Ideen sei es aber gelungen, den Hospizdienst und auch die Aktion „Mobiler Einkaufswagen“ am Leben zu erhalten.

Dienst am Menschen habe durch Corona stark gelitten

In der Hospizarbeit wurden von insgesamt 42 Ehrenamtlichen sterbende Erwachsene in der letzten Phase ihres Lebens, aber auch schwer erkrankte Kinder und Jugendliche begleitet und betreut. Die geleisteten 1500 Ehrenamtsstunden würden das hohe Engagement der Ehrenamtlichen belegen, so die Malteser Friesoythe. 2020 konnten 26 Erwachsene und 8 Kinder beziehungsweise Jugendliche und in 2021 30 Erwachsene und 7 Kinder und Jugendliche vom Hospizdienst Hilfe und Unterstützung erhalten.

Nach der coronabedingten Auszeit sei der Mobile Einkaufswagen inzwischen wieder gut angelaufen und das Fahrzeug sei Woche für Woche ausgebucht, berichtete Gerd Dumstorff. Im September 2021 sei mit insgesamt 12 freiwilligen Fahrern und Beifahrern dann auch im Saterland der Einkaufsdienst gestartet worden und werde auch dort gerne angenommen, so der Stadtbeauftragte.

Das Fazit der Malteser Friesoythe lautete: Der Dienst am Mitmenschen habe in den vergangenen Jahren durch die Bedingungen der Corona-Pandemie stark gelitten, sei aber in Friesoythe, im Saterland und in Barßel weiterhin sehr aktiv und werde inzwischen auch wieder stärker angefragt.

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