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Georg-Kerschensteiner-Schule in Holdorf verabschiedet 53 Jugendliche

„(Un)schuldig und trotzdem 10 Jahre gesessen“ lautete das Motto des Abschlussjahrgangs. Die vergangenen Jahre, vor allem während der Corona-Pandemie, seien nicht immer leicht gewesen.

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Besondere Ehrung für den Einsatz für die Schulgemeinschaft: Schulleiter Raimund Haskamp (rechts) überreichte Präsente an Felix Niemann, Tino Lahrmann, Diana Knoll und Anakin Schmedes (von links). Foto: Vollmer

Besondere Ehrung für den Einsatz für die Schulgemeinschaft: Schulleiter Raimund Haskamp (rechts) überreichte Präsente an Felix Niemann, Tino Lahrmann, Diana Knoll und Anakin Schmedes (von links). Foto: Vollmer

Für die 53 Schülerinnen und Schüler der Georg-Kerschensteiner-Schule (GKS) war es, wenn man deren Slogan zur Schulentlassungsfeier "(Un)schuldig und trotzdem 10 Jahre gesessen" ernst nimmt, eine Haftentlassung.

Ein Fünkchen Wahrheit beinhaltet dieser Spruch schon, denn es ist die Generation, die durch die Corona-Pandemie um viele Freiheiten und gemeinschaftsbildendes Schulleben gebracht worden ist, wie es die Schülersprecher Madlien Koldehoff und Mohamad Alou in ihrer Abschiedsrede an vielen Beispielen deutlich aufzeigten: Sie konnten ihre Austauschschüler in Frankreich nicht kennenlernen und auch ihre Abschlussfahrt nach Berlin fiel der Pandemie zum Opfer. An Klassengemeinschaft war kaum zu denken, stattdessen war "Einzelhaft" beim Homeschooling angesagt. Dennoch, das "Dankeschön" sagen haben die jungen Erwachsenen nicht verlernt. Das galt neben ihren Eltern besonders den Lehrkräften, "die uns in den guten Zeiten unterstützt und besonders in den schlechten Zeiten immer wieder auf den richtigen Weg gebracht haben", betonten die beiden Schülersprecher.

Erwachsene müssen jungen Menschen zeigen, wie wichtig Zusammenhalt ist

"Die Gemeinde ist stolz auf euch!", sagte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug den jungen Entlassenen. Was diese in den vergangenen unruhigen zwei Jahren geschafft haben, sei bemerkenswert. Schulleiter Raimund Haskamp verglich die Schulzeit mit einem zehnstündigen Langstreckenflug nach Amerika. Wie es nach dem Start im Flugzeug Sicherheitshinweise gibt, so gibt es in der Schule das Rüstzeug für eine erfolgreiche Schulzeit. Doch durch Corona gab es plötzlich Turbulenzen. Das Vertrauen in die Politik, aber auch in die Schule sei stark erschüttert. Die Jugend sei in der Krise nicht ausreichend gehört worden. Es liege an den Erwachsenen, jungen Menschen zu zeigen, wie wichtig Zusammenhalt ist. So wünschte er den scheidenden Schülern, dass diese in Holdorf auf vielfältige Weise Gemeinschaft und Respekt erfahren und selbst Respekt zeigen können.

Der Schulleiter ehrte Schüler für ihren besonderen Einsatz für die Schulgemeinschaft. So sammelten Felix Niemann und Tino Lahrmann 6 Jahre lang bei der Amphibienschutzaktion der Nabu-AG zuverlässig am Straßenrand Kröten. Diana Kroll hat im Schulvorstand mitgewirkt und auch in Corona-Zeiten sich zuverlässig per Videokonferenz an den Sitzungen beteiligt. Der Schüler Anakin Schmedes hat den Dienst in der Bücherei gewissenhaft und in jeder Pause erfüllt. Zusätzlich hat er einmal am Nachmittag in der Woche die Spiele-AG angeboten. Mit einem Notendurchschnitt von 1,9 erhielt Jack Niemann das beste Zeugnis. Erreicht wurden von den Schülern 19 Erweiterte Sekundarabschlüsse I, 20 Sekundarabschlüsse I – Realschulabschluss, 5 Sekundarabschlüsse I – Hauptschule, 7 Hauptschulabschlüsse und 2 Abgänge.

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