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Generation 60+ in Goldenstedt bekommt Fragebogen per Post

2400 Briefe hat die Gemeinde jetzt versendet. Der Inhalt ist ein 6-seitiger Fragebogen. Ziel ist es, einen Überblick über die Bedürfnisse dieser Altersgruppe zu erhalten.

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Gespannt auf die Rückmeldung (v.l.): Petra Pohlmann (SelbstgestALTER), Bürgermeister Alfred Kuhlmann, Fachbereichsleiterin Marianne Heyng, Waltraud Varelmann (Mehrgenerationenbeauftragte) und Sarah Berkensträter (SelbstgestALTER).  Foto: Heinzel

Gespannt auf die Rückmeldung (v.l.): Petra Pohlmann (SelbstgestALTER), Bürgermeister Alfred Kuhlmann, Fachbereichsleiterin Marianne Heyng, Waltraud Varelmann (Mehrgenerationenbeauftragte) und Sarah Berkensträter (SelbstgestALTER).  Foto: Heinzel

Es gehe darum, das Älterwerden in der Gemeinde neu zu gestalten, so Goldenstedts Bürgermeister Alfred Kuhlmann. Er verweist darauf, dass bis 2030 jeder dritte Mensch in Deutschland über 60 Jahre alt sein wird. „Den Alten gehört die Zukunft“, betont er, aber der Eintritt in das Rentenalter sei stets eine Zäsur. Goldenstedt habe daher in den vergangenen Jahren ausscheidenden Verwaltungsmitarbeitern immer wieder Zeitverträge angeboten, um den Übergang zu erleichtern und sich deren Fachkompetenz, bis zur abgeschlossenen Einarbeitung der Nachfolger, zu sichern.

Um die Wünsche und Bedürfnisse der Generation 60+ besser berücksichtigen und erfüllen zu können, ist die Gemeinde Goldenstedt eine Kooperation mit den SelbstgestALTERn der Sozialstation Nordkreis Vechta eingegangen. Ein erstes Ergebnis ist der jetzt versendete sechseitige Fragebogen. 2400 Menschen der Generation 60+ wurden angeschrieben. Sie sollen die anonym ausgefüllten Fragebögen bis zum 16. Juli zurückgeschickt oder in einer der 4 Abgabestationen eingeworfen haben. Die Bögen können im Rathaus, dem Mehrgenerationenhaus, der Jacobus Apotheke in Lutten oder der Classic-Tankstelle in Lutten abgegeben werden.

Menschen sollen zu Hause alt werden können

Die Projektgruppe der SelbstgestALTER besteht aus den Gerontologinnen Janine Devers, Petra Pohlmann und Sarah Berkensträter und setzt sich seit 2015 für mehr Lebensqualität im Alter ein. Berkensträter kümmert sich um Goldenstedt und arbeitet daher eng mit Waltraud Varelmann, der Mehrgenerationenbeauftragten der Gemeinde, zusammen. Letztlich gehe es darum, dass die Menschen in dieser Altersgruppe so lange wie möglich zu Hause alt werden und aktiv am Gemeindeleben teilnehmen können. Dabei gehe es prinzipiell um Hilfe zur Selbsthilfe.

Gestartet ist diese Kooperation zum Jahresbeginn 2021. Die bis jetzt verstrichene Zeit wurde für Recherchen und die Erstellung des Fragebogens verwendet. Für den gesamten Projektzeitraum bis Ende 2022 stehe eine Summe von insgesamt 200.000 Euro zur Verfügung. Diese werde zur Hälfte aus dem Fördertopf „Wohnen und Pflegen im Alter“ des Landes Niedersachsen und zur anderen Hälfte von der Sozialstation Nordkreis Vechta bezahlt. Diese Mittel sind für die Arbeit in den Gemeinden Bakum und Goldenstedt verplant. Das bedeutet, für Goldenstedt steht die Hälfte der Summe zur Verfügung, also 100.000 Euro. Der Gemeinde entstehen in diesem Zeitraum keine Kosten.

Sarah Berkensträter hat im vergangenen halben Jahr einen guten Überblick über das Angebot in der Gemeinde Goldenstedt bekommen und ist angetan von der Vielfalt und dem Umfang des Angebots. Sie gehe daher davon aus, dass als ein Ergebnis des Fragebogens die Notwendigkeit attestiert werde, die Rahmenbedingungen anzupassen und zu verändern. Also beispielsweise, den Zugang zu Angeboten zu erleichtern oder Hemmschwellen abzubauen. „Wir wollen Menschen befähigen“, sagt Petra Pohlmann von den SelbstgestALTERn und „Initiatoren begleiten.“ Sie würden als Schnittstelle fungieren, um Interessierte und verantwortliche Personen zusammenzuführen.

"So eine Befragung ist immer eine Wundertüte."Petra Pohlmann, SelbstgestALTER

Sollten 10 Prozent der 2400 Fragebögen ausgefüllt zurückkommen, sei dies ein gutes Ergebnis, stellt Sarah Berkensträter fest. „Da muss man sich überraschen lassen“, meint ihre Kollegin Petra Pohlmann. „So eine Befragung ist immer eine Wundertüte.“ Im Herbst möchten die SelbstgestALTER dann erste Ergebnisse präsentieren – wahrscheinlich auf verschiedenen kleineren Veranstaltungen.

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