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Gemeinsame Sache: So soll das Altwerden-Projekt in Vrees ausgebaut werden

Die Aktion treibt immer neue Blüten aus. Eine Kooperation zwischen Kindergarten und Pflegehaus soll die Generationen jetzt noch näher zusammenbringen.

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Machen gemeinsame Sache: Martina Gerken (von links), Sabrina Cloppenburg (St.-Josef-Kindergarten), Pfarrer Clemens Schwenen, Bürgermeister Heribert Kleene, Sandra Schwarte, Karin Geyer und Anne Hüls unterzeichneten die Kooperation. Das Logo entwarf Michelle Vossmann (vorn). Foto: G. Meyer

Machen gemeinsame Sache: Martina Gerken (von links), Sabrina Cloppenburg (St.-Josef-Kindergarten), Pfarrer Clemens Schwenen, Bürgermeister Heribert Kleene, Sandra Schwarte, Karin Geyer und Anne Hüls unterzeichneten die Kooperation. Das Logo entwarf Michelle Vossmann (vorn). Foto: G. Meyer

Senioren mögen Kinder. Und umgekehrt ist es genauso. Begegnen können sich Alt und Jung aber viel zu selten, finden die Macher eines neuen Kooperationsprojektes in Vrees. In der Emslandgemeinde soll sich das jetzt ändern.

Im St.-Josef-Kindergarten setzten die Beteiligten die Tinte unter die Vereinbarung. Sie sieht vor, dass die Vorschulkinder künftig regelmäßig im Pflegehaus vorbeischauen dürfen und die Bewohner der Einrichtung zu Gegenbesuchen in die Kita kommen. Mitunterzeichner sind neben Bürgermeister Heribert Kleene unter anderem die Leiterin des Umweltbildungszentrums (UBZ), Karin Geyer,  Pfarrer Clemens Schwenen und Kindergartenleiterin Martina Gerken. Losgehen wird es direkt nach den Sommerferien. Geplant ist ein gemeinsames Frühstück. Neben den festen Terminen sollen auch spontane Treffen möglich sein.

Damit sich beide Seiten im Vorfeld näher kennenlernen, werden sowohl im Kindergarten als auch im Pflegehaus Fotowände mit kurzen Steckbriefen aufgestellt. Auch ein Logo gibt es. Vorschulkind Michelle Vossmann zeichnete einen alten und einen jungen Menschen, die Hand in Hand über einen Kieselsteinweg gehen. "Kisel" (Kinder-Senioren-Leben), lautet auch der Name des Projekts. "Unsere Kinder lernen früh, Rücksicht zu nehmen", sagt Martina Gerken. Der St.-Josef-Kindergarten ist eine sogenannte integrative Kita, in der Kinder mit und ohne Handicap ganz selbstverständlich gemeinsam spielen und lernen.

Pflegehaus ist inzwischen voll belegt

Für Heribert Kleene geht mit der Kooperation ein Traum in Erfüllung. "Wir ernten jetzt die Früchte unserer langjährigen Arbeit." Er meint damit das bundesweit beachtete Altwerden-Projekt. "Unser Ziel ist, alten Menschen die Möglichkeit zu geben, bis zum Schluss so selbstbestimmt wie möglich in ihrem Heimatort zu wohnen", erklärt er. Der Austausch zwischen den Generationen gehört für Kleene unbedingt dazu. Auch das Umweltbildungszentrum werde seinen Teil zum Gelingen beitragen, verspricht Karin Geyer. "Das Projekt passt gut zu uns. Die alten Menschen können den Kindern viele Erfahrungen, etwa im Umgang mit der Natur, mitgeben", ist sie überzeugt.

Ein Jahr nach seiner Eröffnung ist das Pflegehaus inzwischen voll belegt. „Alle zwölf Plätze sind weg und es gibt weitere Anfragen“, bestätigt „Kümmerin“ Sandra Schwarte. Die Bewohnerinnen und Bewohner stammen sowohl aus Vrees als auch aus der näheren Umgebung. Schwarte koordiniert die verschiedenen Angebote der gemeindeeigenen Einrichtung. Demnächst gibt sie ihren Posten aus privaten Gründen ab. Mit Anne Hüls steht bereits eine Nachfolgerin parat.

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