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Gemeinsam wachsen: SkF stellt seinen Jahresbericht für 2021 vor

Mit großem Team war der Verein mit seinen zahlreichen Angeboten trotz Pandemie stets für Betroffene ansprechbar und konnte helfen. Ein wichtiger Pfeiler seiner Arbeit sind die SkF-Läden.

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Julia Wienken (links) und Ines Luthmann präsentierten jetzt den SkF-Jahresbericht 2021. Foto: Heinzel

Julia Wienken (links) und Ines Luthmann präsentierten jetzt den SkF-Jahresbericht 2021. Foto: Heinzel

"Gemeinsam wachsen – das ist unser Anliegen", sagt Ines Luthmann. Sie ist die Geschäftsführerin des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) Cloppenburg und bezieht die Aussage auf ihr Team und das Hilfsangebot des Vereins. Gemeinsam mit Julia Wienken, der Vorsitzenden des Cloppenburger SkF, präsentierte sie jetzt den Jahresbericht für 2021. Ihr Fazit: „Wir waren immer da, trotz Pandemie.“ Gleichzeitig spricht sie von Beständigkeit und frischem Wind, als sie auf die Zahlen und Ereignisse für die zehn Fachbereiche eingeht. „Wir haben eine große Mannschaft, die uns den Rücken stärkt – meist aus ehrenamtlich engagierten Frauen“, sagte Julia Wienken. Es seien rund 200 Ehrenamtliche, wovon an die 160 in den SkF-Läden in Cloppenburg, Friesoythe, Löningen und Barßel aktiv sind.

Der Bericht beginnt mit dem Bereich Schwangerschaftsberatung. 2021 nutzten 376 Frauen das Angebot. 1 Jahr zuvor waren es 446. Es sei wichtig, über das Angebot jemanden zu haben, der Mut macht, einem den Rücken stärkt oder einfach nur da ist, sagt Luthmann. Ein großes Thema war demnach die Sorge um die eigene finanzielle Situation der Betroffenen. Letzteres werde künftig auch mit Blick auf steigende Nebenkosten immer wichtiger – „Menschen werden finanziell in Not kommen“, sagt Ines Luthmann. Julia Wienken ergänzt: „Wir können Wege aufzeigen, wo es Unterstützung gibt.“

Der Bereich Babylotsen ambulant in Frauenarztpraxen existiere seit 5 Jahren. Hier würden in den drei kooperierenden Arztpraxen Fragebögen ausgefüllt (2021: 340 Stück). Die Lotsin könne so helfen und vermitteln (2021 in 82 Fällen). Ein weiteres Hilfsangebot sind die Familienpaten. 2021 unterstützten 26 ehrenamtliche Helfer 25 Familien mit 53 Kindern im Alter von 0 bis 12 Jahren. Die Paten entlasten unter anderem durch die direkte Betreuung der Kinder oder ein „offenes Ohr“. Letzteres verfolgen auch die Mitarbeiter in der Sexualpädagogischen Präventionsarbeit. Kinder und Jugendliche würden hier in den Schulklassen abgeholt. Der Queer-Treff feiert inzwischen sein einjähriges Bestehen. 2021 trafen sich die Mitglieder neun Mal. Insgesamt würde der SkF in der Präventionsarbeit mehr anbieten, denn der Bedarf sei vorhanden. Der Familienhebammendienst wurde während der Pandemie unter strengen Sicherheits- und Hygienevorkehrungen weiter vor Ort angeboten. „Das war uns ein großes Anliegen“, sagt Ines Luthmann und meint, so könne man den Menschen „wirklich wahrnehmen“.

Neue Angebote für Flüchtlinge im Mehrgenerationenhaus

Weiter wurde über die Hebammenzentrale, die ambulante Jugendhilfe, das Haushaltsintensivtraining (HIT) und das Mehrgenerationenhaus (MGH) Cloppenburg berichtet. In letzterem laufen viele Hilfsangebote zusammen. Dort würden künftig drei neue Angebote eingerichtet: ein Deutsch-Kurs, ein Sonntagstreff für Begegnungen und Austausch sowie eine Kunstgruppe, in der Flüchtlingskinder aktiv kreativ sein könnten. Die Angebote sollen allen Flüchtlingen offenstehen.

„In den Läden kann jeder einkaufen. Die Ware wird gespendet, und mit den Einnahmen werden unsere anderen Projekte unterstützt."Julia Wienken über die SkF-Läden in Cloppenburg, Friesoythe, Löningen und Barßel

„Es ist ganz viel Vernetzung. Wir arbeiten miteinander“, sagt Ines Luthmann über die einzelnen Fachbereiche. „Haupt- und Ehrenamt ergänzen sich gut“, fährt Julia Wienken fort. Ein Grundpfeiler der Arbeit des SkF seien seine vier Läden. Dort stelle der SkF aktuell durch die Flüchtlingswelle einen erhöhten Bedarf fest. In den Geschäften seien ausschließlich Ehrenamtliche engagiert. „Sie organisieren sich selbst, und das klappt alles super“, sagte die Vereinsvorsitzende und berichtet weiter: „In den Läden kann jeder einkaufen. Die Ware wird gespendet, und mit den Einnahmen werden unsere anderen Projekte unterstützt." Hilfe sei in allen Bereichen stets willkommen, betont Ines Luthmann.

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