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Gemeindepsychiatrisches Zentrum feiert 25+1-Jähriges

Das Gemeindepsychiatrische Zentrum in Cloppenburg blickt mit seinen Ehrengästen auf die Arbeit eines Vierteljahrhunderts zurück. Das Konzept der Einrichtung sei damals modellhaft gewesen.

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Gratulationen zum Jubiläum: Für das GPZ nahm Leiter Boris Gramling (3. von rechts) die Grüße und Glückwünsche der Ehrengäste Andreas Krone (Geschäftsführer St.-Josefs-Hospital), Silvia Breher MdB, Landrat Johann Wimberg (von links), Clemens Rottinghaus, ehemaliger Leiter GPZ (rechts), und Landescaritasdirektor Dr. Gerhard Tepe (2. von rechts) entgegen. Foto: Landwehr

Gratulationen zum Jubiläum: Für das GPZ nahm Leiter Boris Gramling (3. von rechts) die Grüße und Glückwünsche der Ehrengäste Andreas Krone (Geschäftsführer St.-Josefs-Hospital), Silvia Breher MdB, Landrat Johann Wimberg (von links), Clemens Rottinghaus, ehemaliger Leiter GPZ (rechts), und Landescaritasdirektor Dr. Gerhard Tepe (2. von rechts) entgegen. Foto: Landwehr

Für viele Menschen seien psychische Erkrankungen noch immer ein Tabu, sie machten Angst und viele wüssten nicht viel darüber, so Boris Gramling, Leiter des Gemeindepsychiatrischen Zentrums (GPZ) Cloppenburg. Die Einrichtung erinnerte nun zum 25+1-Geburtstag an die Geschichte des Hauses.

Neben vielen weiteren Gästen aus Politik, dem Gesundheitswesen und der benachbarten Einrichtungen konnte Gramling die Bundestagsabgeordnete Silvia Breher, Landrat Johann Wimberg, Cloppenburgs Bürgermeister Neidhard Varnhorn, Andreas Krone, Geschäftsführer des St.-Josefs-Hospitals, Landescaritasdirektor Dr. Gerhard Tepe und den langjährigen Leiter des GPZ, Clemens Rottinghaus, begrüßen. "Für viele Menschen bedeutet diese Einrichtung die Welt", betonte Silvia Breher. Sie sicherte der Einrichtung in diesem Zusammenhang die Unterstützung der Bundes- und Landespolitik zu.

"Gesetze allein reichen nicht, wenn sie nicht gelebt werden", forderte Boris Gramling, seit einem Jahr Leiter des Gemeindepsychiatrischen Zentrums. Jeder Mensch sei wertvoll. Eine Veränderung in der Einstellung, im Denken beginne im Kopf. Hier in Cloppenburg sei durch die Vorgänger Dr. Gerhard Tepe und Clemens Rottinghaus etwas verändert worden.

Zahl der Menschen mit psychischen Erkrankungen nimmt zu

Andreas Krone, Geschäftsführer des Josefs-Hospitals, nannte die Entscheidung vor 26 Jahren, das GPZ als Teilbereich des Krankenhauses zu institutionalisieren, eine "mutige Entscheidung", wofür den Initiatoren Dank gebühre. Dass das GPZ akzeptiert sei, zeige auch, dass es konkrete Pläne für eine weitere Tagesstätte gebe. "Wir wollen das GPZ weiterentwickeln."

Landrat Johann Wimberg lobte im Namen des Landkreises die Arbeit des GPZ und das abgestufte Konzept von der stationären über die teilstationäre bis zur ambulanten Behandlung und Betreuung der Menschen mit Einschränkungen. Denn gerade in heutiger Zeit nehme die Zahl der Menschen mit psychischen Erkrankungen wie Burnout, Vereinsamung und Depressionen zu. "Das GPZ zeigt: Wir können, wir wollen dir helfen", so Wimberg.

Der Direktor des Landescaritasverbandes, Dr. Gerhard Tepe, erinnerte an die Gründung des GPZ, die er als erster Leiter miterleben durfte. Er lobte das vom damaligen Dechanten Alfons Kühling und dem damaligen Verwaltungschef des Josefs-Hospitals, Bernd Bergmann, entwickelte abgestufte Konzept von der stationären über die teilstationäre bis zur ambulanten Behandlung und Betreuung der Menschen mit Einschränkungen. Dieses Konzept sei damals modellhaft gewesen. "Wir erleben heute einen Anstieg der psychischen Erkrankungen. In der Arbeit im GPZ geht es immer um die Wertschätzung der anvertrauten Menschen", so Dr. Tepe.

Einrichtung sollte auch im Kreis Vechta entstehen

Der langjährige Leiter des GPZ, Clemens Rottinghaus, blickte auf die Geschichte und die Entwicklung des GPZ zurück und zeigte die Vielfalt der verschiedenen Bausteine auf, aus denen sich das GPZ nun zusammensetze. Das GPZ sei bei Kreis und Land gut angesehen. Er kritisierte, dass die geschlossene Abteilung gleich finanziert werde mit anderen Abteilungen. "Das Land hat es nicht geschafft, die geschlossene Abteilung besser zu finanzieren. Hier hat es weiterhin taube Ohren", so Rottinghaus. Er hoffe, dass es gelinge, auch im Kreis Vechta Fuß zu fassen. "Eine Einrichtung wie hier gibt es weit und breit nicht. Aber die Not der Betroffenen und ihrer Umwelt ist da. Das GPZ hat sich kontinuierlich weiterentwickelt. Es ist in den 26 Jahren zu einem Versorgungssystem für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen geworden, in dem der Mensch im Mittelpunkt steht", stellte Rottinghaus fest.

Der festliche Rahmen der Feierstunde wurde durch den Pianisten Jongyeol Choi von der Kreismusikschule Cloppenburg untermalt.

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