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Gemeinden erwarten zusätzliche Asylbewerber

Die Landesaufnahmebehörde berichtet von stark gestiegenen Zahlen. In Barßel und im Saterland werden deshalb bereits Wohnungen gesucht. In Friesoythe und Bösel besteht noch kein Bedarf.

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Symbolfoto: dpa

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Für die Unterbringung geflüchteter Menschen sucht die Gemeinde Saterland aktuell dringend Wohnraum (möbliert oder unmöbliert) in verschiedenen Größen. Die Gemeinde tritt bei einer eventuellen Anmietung selbst als Mieter auf und entscheidet über die Belegung der Räumlichkeiten. Für den Vermieter bietet dies langfristig sichere Mietzahlungen.

Hintergrund ist ein Bericht der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen, wonach die Zugangszahlen von Asylsuchenden in den letzten Wochen und Monaten sehr stark angestiegen sind. Die Behörde hatte mitgeteilt, dass wöchentlich 15 Asylbewerber in den Landkreis Cloppenburg zugewiesen und dort auf die Städte und Gemeinden verteilt werden sollen. Die Gemeinde Saterland will wie 2015/2016 die Asylsuchenden möglichst dezentral im gesamten Gemeindegebiet unterbringen, da man damit gute Erfahrungen gemacht habe. Ansprechpartner für potenzielle Vermieter sind Christof Naber (naber@saterland.de), und Nicole Heitgerken (heitgerken@saterland.de).

Auch in Barßel steht das Thema wieder auf der Tagesordnung. Die Gemeinde verfügt über 18 Wohnungen für Asylbewerber, von denen derzeit drei mit insgesamt 14 Plätzen frei sind. In weiteren fünf Wohnungen leben inzwischen anerkannte Asylbewerber, die sich nun selbstständig um Wohnraum bemühen müssen. Die Gemeinde rechnet allerdings mit Neuzugängen. "Die Anzahl der Zuweisungen ist noch nicht bekannt", sagt Dennis Lüthje, Leiter des Sozial-, Standes-, Ordnungs- und Meldeamtes der Gemeinde: "Wir sind nun wieder verstärkt auf der Suche nach Wohnraum für Asylbewerber."

Noch kein Bedarf in Bösel und Friesoythe

Bösel und Friesoythe sind dagegen derzeit nicht auf Wohnungssuche. "Wir bekommen nächste Woche vier Personen zugewiesen, die in der Gemeinschaftsunterkunft am Sandker Weg untergebracht werden können", sagt Bösels Bürgermeister Hermann Block auf Anfrage von OM Online. "Dort sind dann aber die Kapazitäten erschöpft." Aufgrund der hohen Unterbringungsquote geht die Gemeinde davon aus, dass zunächst keine weiteren Personen zugewiesen werden. Zudem ist noch ein kleiner Bestand an Wohnungen verfügbar. Man werde aber, so Block, die Situation im Januar neu bewerten.

In Friesoythe stehen in drei Gemeinschaftsunterkünften und einer Asylwohnung insgesamt 104 Plätze für geflüchtete Menschen zur Verfügung. 13 davon sind aktuell frei, zudem werden anerkannte Flüchtlinge aufgefordert, sich schnellstmöglich eigenen Wohnraum auf dem privaten Wohnungsmarkt zu suchen. Da aber aktuell noch Kapazitäten frei sind, beabsichtigt die Stadt derzeit nicht, weitere Asylwohnungen anzumieten.

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