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Gemeinde will Sevelter Dorfplatz umgestalten

Künftig soll in der Dorfmitte Alter keine Rolle mehr spielen. Die Dorfgemeinschaft wünscht sich einen Treffpunkt für alle Generationen. Der Gemeinderat muss noch über das Vorhaben entscheiden.

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Der Platz in Seveltens Mitte liegt der Dorfgemeinschaft am Herzen. Mit kleinen Maßnahmen wie Blumentöpfen sorgt sie schon jetzt für eine angenehme Atmosphäre.   Foto: Kaiser

Der Platz in Seveltens Mitte liegt der Dorfgemeinschaft am Herzen. Mit kleinen Maßnahmen wie Blumentöpfen sorgt sie schon jetzt für eine angenehme Atmosphäre.   Foto: Kaiser

Die Gemeinde Cappeln will den Dorfplatz in Seveltens Ortsmitte aufwerten und zu einem Treffpunkt für alle Generationen umgestalten. Er soll mehr und wetterunabhängiger genutzt werden können. Überdachungen und verschiedene Möglichkeiten, sich aktiv zu betätigen oder zu entspannen, sollen Bewohner des Dorfes jedes Alters und Fahrradtouristen anlocken. Dieser Idee stimmten die Mitglieder des Ausschusses für Planung, Umwelt und Wege sowie der Verwaltungsausschuss des Cappelner Gemeinderates in ihren jüngsten Sitzungen zu. Der Rat wird am Dienstag (27. September) darüber abstimmen.

Zurzeit dient der Dorfplatz vor allem für jährlich stattfindende Veranstaltungen wie das Maibaum- und Weihnachtsbaumaufstellen, wofür Zelte errichtet werden. Da es jedoch keine ständigen Unterstellmöglichkeiten oder Überdachungen gibt, sind spontane Feiern oder Treffen nicht möglich beziehungsweise stark vom Wetter abhängig. Außerdem besitze der Dorfplatz derzeit zu wenig Aufenthaltsqualität, da es lediglich eine alte Laube mit Bänken zum Verweilen gibt, jedoch keine Angebote für Aktivitäten, welche zu einem längeren Aufenthalt und Begegnungen einladen. Das hat ein Fachbüro aus Wallenhorst im Auftrag der Gemeinde festgestellt.

Ein Arbeitskreis aus der Dorfgemeinschaft Sevelten hat bereits Ideen und Wünsche für den Dorfplatz erarbeitet. Es soll ein barrierefreier Ort geschaffen werden, den Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen nutzen. Schon der Weg dahin gestaltet sich als ein Gemeinschaftsprojekt. So plant zum Beispiel die Landjugend den Bau eines Bouleplatzes in Eigenleistung. Die Dorfgemeinschaft wird die Grünanlage in ehrenamtlicher Arbeit unterhalten sowie die Nutzung der Anlage von Vereinen und Gruppen koordinieren.

Umgebung soll zu Aktivität und Entspannung anregen

Bewegungsangebote, an denen sich Jung und Alt ausprobieren können, sind ein Kletterquader, an dem Kraft und Ausdauer gefragt sind, und Slacklines, bei denen es Balance benötigt. Beides fördere die Körperwahrnehmung und das Gleichgewicht, da es den ganzen Körper aktiviert und stelle ein Angebot für alle Generationen dar. Zudem laden die Geräte dazu ein, sich gegenseitig zu helfen und zu vertrauen und so gemeinsam Erfolge zu erleben, schreiben die Fachplaner in ihrer Projektbeschreibung.

Als Gegenstück zum Aktivsein soll es Liegebänke zum Entspannen sowie diverse Sitzmöglichkeiten zum Verweilen und Beobachten geben. Ein Spieltisch bietet neben der Möglichkeit zum Schach- und Damespielen einen Platz zum Picknicken und Zusammenkommen.

Die Stele des Künstlers Joseph Krautwald ist ein beherrschendes Element auf dem Platz. Sie soll restauriert werden. Die Klinker wurden teilweise von Sevelter Kindern gestaltet. Foto: KaiserDie Stele des Künstlers Joseph Krautwald ist ein beherrschendes Element auf dem Platz. Sie soll restauriert werden. Die Klinker wurden teilweise von Sevelter Kindern gestaltet. Foto: Kaiser

Für Veranstaltungen bei schlechtem Wetter ist ein fester Pavillon vorgesehen. Mobile Wandelemente ermöglichen eine vielfältige Nutzung für größere und kleine Gruppen. Die alte Laube soll erneuert und überdacht werden. Die Stele aus Ibbenbürener Sandstein und Klinkern, die von Sevelter Kindern gestaltet wurden, soll restauriert und um einen Platz mit Bänken ergänzt werden. Und schließlich ist geplant, den Teich zu reinigen und die Uferböschung neu zu bepflanzen.

Die Gesamtkosten für die Umgestaltung belaufen sich nach der aktuellen Kostenschätzung auf zirka 417.000 Euro. Wenn alle Fördermöglichkeiten ausgeschöpft werden können, verbleibt ein Restanteil von 62.500 Euro für die Gemeinde.

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