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Gemeinde will Radwegenetz verdichten

Die Verwaltung in Garrel will ein Radwegekonzept erstellen. Im Rathaus hofft man, von Fördermöglichkeiten für die Umsetzung profitieren zu können. Ein erstes mögliches Projekt gibt es bereits.

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Runde Sache: Immer mehr entdecken das Radfahren für sich. Symbolfoto: dpa/Schmidt

Runde Sache: Immer mehr entdecken das Radfahren für sich. Symbolfoto: dpa/Schmidt

Die Coronapandemie dürfte einen bereits bestehenden Trend noch verstärkt haben: Fahrradfahren wird immer beliebter. Das hat man auch in der Gemeinde Garrel erkannt, deren Verwaltung nun auf der Grundlage eines Radwegekonzeptes das kommunale Radwegenetz verdichten möchte. Dafür sollen verschiedene Fördertöpfe des Bundes und des Landes angezapft werden. Mithilfe eines Radwegekonzeptes sei es möglich, „die Förderprogramme entsprechend zu ‚durchforsten‘ und Zuordnungen zu einzelnen Programmen vorzunehmen“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung, die in der Sitzung des zuständigen Ausschusses für Planung, Wirtschaft, Verkehr und Umwelt am Donnerstag Thema war.

Wie Bauamtsleiter Ewald Bley sagte, gebe es Programme, die auf den Klimaschutz, die Verkehrssicherheit, den Tourismus oder die Anbindung/Verbindung von Ortschaften abzielen. Gute Chancen auf Förderung rechnet sich die Gemeinde für ein erstes Projekt aus, das bereits eingereicht wurde. Dabei geht es um den Neubau eines Radweges an der Falkenberger Straße, an der Schmählstraße und am Hohen Weg. Hierbei handele es sich um eine verkehrswichtige Strecke, so die Verwaltung. Diese Straßenabschnitte verbinden den Ort Falkenberg mit dem Grundzentrum Garrel und mit dem überörtlichen Radwegenetz an der B72. Die Ortschaft Falkenberg sei derzeit über keinen Radweg direkt mit dem Ort Garrel verbunden. Bley zufolge könnten hierbei die Förderaspekte "Ortsanbindung und Tourismus" – mit der Anbindung zur Thülsfelder Talsperre – zum Tragen kommen.

Die Kosten für den Lückenschluss werden mit rund 1,75 Millionen Euro veranschlagt. Bei einer Förderung von 75 Prozent beliefe sich der Eigenanteil der Gemeinde noch auf 440.000 Euro. Das Projekt soll indes nur realisiert werden, wenn der Förderantrag positiv beschieden wird, hieß es. Einen Zeitraum für eine mögliche Umsetzung des Projekts konnte Bley noch nicht angeben. Nach Aufnahme in das Mehrjahresprogramm bedürfe es einer intensiven Planungsphase.

Weitere Straßen im Blick

Wo sonst noch neue Radwege entlang von Gemeindestraßen entstehen könnten, hat die Verwaltung bereits ermittelt: Dazu zählen die Südstraße, die Tweeler Straße, die Peterstraße, die Strecke Wiskamp bis Fichtestraße, der Thülsfelder Weg und die Lindenallee. Auch der Ausbau des vorhandenen Wegs an der Lethe zum Radweg schwebt der Verwaltung vor. Der Neubau von Radwegen an den Straßen Brockenweg, Zum Richtemoor und Hinterm Esch ist seitens der Politik bereits beschlossen worden. Tobias Bohmann (SPD) schlug vor, zudem Radwege an der Cloppenburger Straße sowie beim Sportplatz bis Hinterm Esch zu realisieren.

Laut Bley wird es bei der Finanzierung der Neubauprojekte darauf hinauslaufen, dass sich die Gemeinde ihren jeweiligen Eigenanteil mit den Anliegern teilt. Letztere würden dann 10 Prozent der Kosten tragen, die Gemeinde 90 Prozent.

Bürgermeister warb für Projekt

Bürgermeister Thomas Höffmann betonte, dass man etwa mit dem Radweg zwischen Falkenberg und Garrel eine Investition tätigen könne, von der man noch in den nächsten 30, 40 Jahren profitieren könne. Durch die attraktive Förderquote von 75 Prozent sei es sinnvoll, das Thema jetzt anzupacken. Der Ausschuss empfahl das Vorhaben bei ungeteilter Zustimmung zum Beschluss.

An der Straße Hinterm Esch – von der Beverbrucher Straße bis zur Straße Vorm Esch – soll zunächst ein provisorischer Radweg mit sogenannter wassergebundener Decke entstehen, damit das Gewerbegebiet verkehrssicher erreicht werden kann. Bei diesem Thema waren die Meinungen zunächst auseinandergegangen. Arnold Hannöver (BfG) hatte vorgeschlagen, die Hälfte des provisorischen Wegs einzusparen. Ludger Tapken (CDU) konterte, dass man nicht am falschen Ende sparen dürfe. Schließlich wurde auch diese Maßnahme einstimmig zur Umsetzung empfohlen. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 25.000 Euro. 

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