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Gemeinde sperrt Halener Badesee: Hitzige Debatten am heißen Tag danach

Facebook-Nutzer meinen, dass man den Andrang und die Falschparker hätte unter Kontrolle bringen können. Die Verwaltung verweist auf zu wenig Personal.

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Hier geht's nicht weiter: Der Badesee in Halen ist mit Zäunen gesichert. Foto: Thomas Vorwerk

Hier geht's nicht weiter: Der Badesee in Halen ist mit Zäunen gesichert. Foto: Thomas Vorwerk

Die schlechte Nachricht, dass der Badesee in Halen gesperrt wurde, hat sich schnell herumgesprochen: Am Freitagmittag ist der Parkplatz so gut wie leer. 2 Autos stehen in der Nähe des Eingangs, aber nur kurz. Beim Blick auf die Absperrung macht eine Frau aus Ahlhorn empört kehrt.

Ahlhornerin steht vor Absperrung

Dann erzählt sie: "Ich war Donnerstag schon hier. Ab Nachmittag war es mir aber zu voll und ich bin gegangen. Heute bin ich extra früher gekommen, um 2 Stunden am Wasser zu sein." Verständnis hat sie für die Maßnahme nicht. "Corona ist fast vorbei und das heiße Wetter bleibt nur ein paar Tage", schimpft sie und braust davon.

Otto König wird noch deutlicher und gerät regelrecht in Rage. Er hat aus der Zeitung erfahren, dass die Gemeindeverwaltung alles gesperrt hat. "Das hätte man anders regeln können", sagt der Beverbrucher. Das heiße Wetter sei schließlich nicht überraschend gekommen. Wäre – wie früher – Eintritt kassiert worden und das Gelände abgesperrt, hätte man auch den Einlass kontrollieren können.

Rettungskräften wird der Weg versperrt

Auf Facebook schlägt das Thema ebenfalls hohe Wellen. "Wir können jeden verstehen, der bei diesem Wetter das kühle Nass sucht! Aber die heutige Situation am Halener Badesee lässt uns keine andere Wahl. Auch wenn die Zahlen der Corona-Infizierten sinken, die Pandemie ist noch nicht überwunden und das bedeutet auch, dass Abstands- und Hygieneregeln weiterhin einzuhalten sind", schreibt die Verwaltung zum Ist-Stand am Donnerstag auf ihrem Kanal. "Zudem kann nicht hingenommen werden, dass der Verkehr in einem solchen Ausmaß durch parkende Autos behindert wird. Insbesondere dürfen Situationen, dass Rettungskräfte im Einsatz durch parkende Autos und Personen behindert werden, nicht noch einmal vorkommen."

Gäste reagieren auf Ordner mit Unverständnis

Dass die Falschparker einen Strafzettel bekommen oder gegebenenfalls abgeschleppt werden, dafür fehle es an Personal, wie es aus dem Rathaus heißt. Und weiter: "Uns und der Polizei stehen keine so umfangreichen personellen Ressourcen zur Verfügung, dass ein reibungsloser und sicherer Badebetrieb gewährleistet werden kann. Auch der von uns eingesetzte Ordnungsdienst hatte keine Chance, hier etwas zu bewirken, zumal viele Gäste mit Unverständnis reagierten." Insbesondere für alle Kinder und für all die Gäste, die sich an alle geltenden Regeln halten, "tut es uns sehr leid. Unter diesen Umständen ist die Sperrung des Sees aus unserer Sicht die einzig richtige Lösung".

"Man hätte ohne Probleme die Baumwegstraße mit Flatterband absperren können. Außerdem noch die Auf- beziehungsweise Abfahrt zum See. Das hat die Gemeinde leider selber verbockt. Dass das Wetter extrem gut wird, wusste man schon einige Tage vorher", heißt es in einem Facebook-Kommentar.

Aber nicht alle suchen den Schwarzen Peter bei der Verwaltung. "Die Leute parken wild, der ganze See wird verschmutzt! Es kommt kein Rettungswagen zum Verletzten …. aber die Gemeinde hat nun Schuld! Genau mein Humor!", meint ein anderer Kommentator.

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