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Gemeinde schafft für den Übergang etwas Eigenes

Auf dem Festplatz  in Emstek entsteht derzeit eine Übergangskrippe für 15 Kinder. Statt Container zu mieten, wird ein Gebäude in Holzrahmenbauweise errichtet – das wiederverwendet werden kann.

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An der Übergangskrippe wird noch gewerkelt. Reiner kl. Holthaus (von links), Michael Fischer und Franz-Josef Rump informierten über das Projekt. Foto: Schrimper

An der Übergangskrippe wird noch gewerkelt. Reiner kl. Holthaus (von links), Michael Fischer und Franz-Josef Rump informierten über das Projekt. Foto: Schrimper

Wenn Kommunen oder Institutionen kurzfristig Platz schaffen – sei es für zusätzliche Schulklassen oder Betreuungsgruppen –, sind häufig angemietete Container das erste Mittel der Wahl. Dass es auch anders geht, beweist die Gemeinde Emstek, die derzeit auf dem großen Festplatz an der Kampstraße eine Übergangs-Krippe in Holzrahmenbauweise errichten lässt. Bei einem Pressegespräch mit der Verwaltung wurde das Projekt vorgestellt.

Demnach sollen 15 Kinder in dem 155 Quadratmeter großen Bauwerk betreut werden können. Für den Spielplatz stehen später zusätzliche 200 Quadratmeter zur Verfügung.  Die Kosten liegen bei 200.000 Euro. Das Besondere: Das Gebäude kann nach Fertigstellung der Kindergärten in Emstek, Höltinghausen und Hoheging/Kellerhöhe/Bürgermoor demontiert und an anderer Stelle wiederaufgebaut werden. Der Bau sei "etwas Nachhaltiges, etwas zum Wiederverwenden", sagt Bürgermeister Michael Fischer. "Das ist eine sinnvolle Investition, bei Containern wäre das Geld weg gewesen." Eventuell könne das Gebäude auch als Vereinsheim dienen. Für "erst mal ein Jahr" soll es der Kinderbetreuung Nutzen bringen. 

Bis die Übergangskrippe in Betrieb gehen kann, ist noch einiges zu tun. Fischer geht davon aus, dass es in der 36. Kalenderwoche, also Anfang September, losgehen kann. Verwaltungsmäßig angegliedert ist die Einrichtung dem quasi benachbarten Franziskus-Kindergarten an der Ostlandstraße. 

"Auftragsbücher voll, Lager leer"

Der Bedarf für die Übergangskita habe sich bereits im Frühjahr herausgestellt, so der Erste Gemeinderat Reiner kl. Holthaus. Für um die 15 Kinder habe es in den bestehenden Betreuungseinrichtungen keinen Platz gegeben. Ein räumliches Aufstocken an den Standorten sei nicht möglich gewesen, so kl. Holthaus. Man sei aber stets bemüht, den Elternwünschen zu entsprechen.

Neben der neuen Kita in Hoheging/Kellerhöhe/Bürgermoor, deren Start nach den Sommerferien vorgesehen ist, sollen die Erweiterung der Kita in Höltinghausen (Fertigstellung Sommer 2022) und die neue 4-gruppige Kindertagesstätte an der Margarethenstraße in Emstek den Bedarf an Betreuungsplätzen in der Gemeinde langfristig decken. Letztere soll Fischer zufolge Mitte nächsten Jahres fertiggestellt werden. Eine Herausforderung sei die angespannte Situation in der Baubranche, so Holthaus. "Die Auftragsbücher sind voll, die Lager leer." Man müsse mitunter mit Wartezeiten von einem halben Jahr rechnen, ergänzte Bauamtsleiter Franz-Josef Rump. Mit dem Projekt an der Margarethenstraße liege man aber gut im Zeitplan. 

Wie Michael Fischer sagte, werde man auch die Situation in Halen näher betrachten. Falls dort ebenfalls zusätzlicher Bedarf an Betreuungsplätzen entstehen sollte, könnte auch in diesem Fall die neue Übergangskita später als Provisorium dienen. 

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