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Gemeinde Garrel will Hoheit über die Hauptstraße

Die Verwaltung hat erste Gespräche mit der zuständigen Landesbehörde über eine Umwidmung der Straße geführt. So könnte der Schwerlastverkehr umgelenkt werden.

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Hier ist was los: Regelmäßig schieben sich Blechlawinen über die Hauptstraße in Garrel. Foto: Vorwerk

Hier ist was los: Regelmäßig schieben sich Blechlawinen über die Hauptstraße in Garrel. Foto: Vorwerk

Unzählige Autos und LKW rauschen über die Hauptstraße durch Garrel. Zu den Stoßzeiten müssen regelmäßig längere Wartezeiten in Kauf genommen werden, auch zu Unfällen kommt es dort immer wieder. Nun hat die Gemeindeverwaltung einen Vorstoß unternommen, um eines Tages das Verkehrsaufkommen auf der Straße selbst steuern zu können.

Ziel ist es, wie Bürgermeister Thomas Höffmann auf der digitalen Jahreshauptversammlung des Handels- und Gewerbevereins berichtete, eine Umwidmung der Hauptstraße zu erreichen. Als Teilstück der Landesstraße L847 befindet sich die Hauptstraße in Trägerschaft des Landes. Würde die Straße zu einer Gemeindestraße umgewidmet, hätte die Gemeinde andere Einflussmöglichkeiten.

Der Gemeindeverwaltung gehe es dabei darum, den Schwerlastverkehr so zu lenken, "dass wir den Verkehr bekommen, den ihr euch wünscht und wir eigentlich auch", sagte Höffmann den Gewerbetreibenden. Damit ist in erster Linie der Zielverkehr gemeint: Menschen, die ein Ziel an der Hauptstraße ansteuern. Aktuell wird die Straße vielfach als Durchfahrtstrecke etwa auf dem Weg zur Autobahn genutzt.

"Die Gespräche waren nicht negativ, um das vorsichtig zu sagen."Thomas Höffmann, Bürgermeister

Auflage und erster Schritt für eine Umwidmung sei die Erstellung eines Verkehrskonzeptes, sagte der Verwaltungschef, der im selben Atemzug Erwartungen dämpfte, dass es zu einer schnellen Lösung kommen werde. Es seien nun erste Gespräche mit der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lingen geführt worden. "Die Gespräche waren nicht negativ, um das vorsichtig zu sagen", so Höffmann. "Es zieht sich hin. Aber wenn wir es nicht anpacken, werden wir es nicht erreichen."

Wie der Bürgermeister auf Nachfrage von OM online sagte, müsse die Gemeinde der Landesbehörde als Ersatz eine andere Straße als mögliche Landesstraße anbieten. "Wenn wir diesen Weg gehen wollen, brauche ich die politische Zustimmung", so Höffmann. Das benötigte Gutachten könnte die Möglichkeiten der Gemeinde ausloten, um die Umwidmung zu erreichen. Läge die Hoheit über die Hauptstraße bei der Gemeinde, könnten auch bauliche Veränderungen, zum Beispiel für den Radverkehr, umgesetzt oder eine Geschwindigkeitsbeschränkung eingeführt werden.

Verkehrszählung ist für Juni geplant

Auch in einer anderen Angelegenheit ist die Gemeinde Garrel mit der Landesbehörde in Lingen im Gespräch. Dabei es geht um die Kreuzungspunkte der Böseler und der Petersfelder Straße zur Hauptstraße, für die sich die Verwaltung Ampelanlagen wünscht. Eine dafür notwendige Verkehrszählung durch die Landesbehörde sei wegen der Coronakrise immer wieder verschoben worden, weil das Verkehrsgeschehen in diesen Zeiten gegebenenfalls nicht repräsentativ sei, so Höffmann. Nun solle die Erhebung im Juni stattfinden. Wann die Ampelanlagen errichtet werden, sei aber noch immer offen.

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