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Gemeinde bittet Kreis um Tempo-30-Zone

Die Vertreter der "Bürgerinitiative 49343 Neuenkirchen-Vörden" üben Kritik an der Verwaltung. Eine 30er-Zone im Ortskern Neuenkirchens reicht ihnen nicht. Sie fordern ein Durchfahrtsverbot für Lkw.

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Geschwindigkeit drosseln: Die Gemeindeverwaltung möchte auch auf der Bahnhofstraße maximal Tempo 30. Foto: Lammert

Geschwindigkeit drosseln: Die Gemeindeverwaltung möchte auch auf der Bahnhofstraße maximal Tempo 30. Foto: Lammert

Vertreter der "Bürgerinitiative 49343 Neuenkirchen-Vörden" zeigten sich nach der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Dienstag im Rathaus enttäuscht. Die Gemeindeverwaltung habe offenbar nur 2 ihrer insgesamt 7 Forderungen für die Verbesserung der Verkehrssituation im Neuenkirchener Ortskern an den Landkreis weitergeben, sagten Susanne Laumann-Borcherding und Sascha Kramer.

Bürgermeister Ansgar Brockmann hatte zuvor bei der von Markus Grote (CDU) geleiteten Zusammenkunft erklärt, die Verwaltung habe den Landkreis Vechta als zuständige Behörde gebeten, dauerhaft Tempo 30 als Höchstgeschwindigkeit zwischen dem Rathaus und der Tankstelle Timmer festzulegen.

Kreis soll prüfen, ob Schutzbügel möglich sind

Außerdem solle der Kreis prüfen, ob sogenannte Schutzbügel an besonders engen Stellen zwischen Fahrbahn und Gehweg möglich sind. Das Thema Schutzbügel werde die Verkehrssicherheitskommission im Kreis beschäftigen.

Vom Verbot des Schwerlastverkehrs im Ort und auch von den beiden Fußgängerüberwegen – weitere Kernforderungen der Bürgerinitiative – sei gar nicht die Rede gewesen, sagte Susanne Laumann-Borcherding.

Aussage von Kreissprecher zu Durchfahrtverbot enttäuscht Initiative

Enttäuscht zeigte sie sich in dem Zusammenhang auch von der Aussage eines Kreissprechers, der Landkreis könne die Ortsdurchfahrt nicht komplett für den Lkw-Verkehr sperren. Es handele sich um eine Kreisstraße mit übergeordneter Funktion. Eine Sperrung würde dazu führen, dass Lkw in andere Ortsteile ausweichen.

Weitere Sorgen macht sich die Bürgerinitiative wegen des Verkehrs im Ortskern ab dem 18. Oktober (Montag). Der Grund: Ab dann lässt das Land die Landesstraße von Vörden nach Bersenbrück im Bereich der Einmündung des Strietweges und der Stickteichsiedlung sanieren.

Bauamtsleiter Jürgen Rolfsen informierte die Ausschussmitglieder und die Zuhörer am Dienstag darüber, dass die Gemeindeverwaltung beim Landkreis Vechta verschiedene Maßnahmen beantragt hat, um den Lkw- und weiteren Verkehr so weit es geht aus dem Neuenkirchener Ortskern herauszuhalten.

Alfhausener Straße soll für Lkw gesperrt werden

Dazu soll ein Durchfahrtverbot für Lkw auf der Alfhausener Straße und der Bahnhofstraße gehören. Der Strietweg soll im Einmündungsbereich mit der Landesstraße komplett gesperrt werden.

Auf der Bahnhofstraße, auf der auch ein Halteverbot vorgesehen ist, sowie auf der Friedenstraße soll als Höchstgeschwindigkeit Tempo 30 gelten. Die Verwaltung gehe davon aus, dass es trotz ausgeschilderter Umleitungsstrecken zu innerörtlichen Schleichverkehren kommen wird, sagte Jürgen Rolfsen. Nach seinen Worten sind 14 Tage für die Sanierung des Landesstraßenabschnitts geplant.

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