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Gehlenberger Kita erstrahlt in neuem Glanz

Eigentlich ging es nur um zusätzliche Waschbecken, doch in einem Kraftakt bekam die Kita St. Monika in Gehlenberg innerhalb von 3 Monaten auch neue Leitungen, Fenster, Böden und Anstriche.

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Alles neu: Kita-Leiterin Jutta Hoff (von links), Bürgermeister Sven Stratmann, Heinrich Grote, Edith Hemmen-Glup und Marina Timmen begutachten den frisch renovierten Waschraum in der Gehlenberger Kita St. Monika. Foto: Stix

Alles neu: Kita-Leiterin Jutta Hoff (von links), Bürgermeister Sven Stratmann, Heinrich Grote, Edith Hemmen-Glup und Marina Timmen begutachten den frisch renovierten Waschraum in der Gehlenberger Kita St. Monika. Foto: Stix

Mit 115 Krippen- und Kindergartenplätzen ist St. Monika in Gehlenberg die zweitgrößte Kita im Friesoyther Stadtgebiet. Das stetige Wachstum konnte seit 2018 nur mit immer neuen Provisorien bewältigt werden. Dass allerdings die sanitären Einrichtungen für die Zahl der Kinder nicht mehr ausreichten, war dem Gesundheitsamt ein Dorn im Auge. Es erteilte nur eine befristete Nutzungsgenehmigung bis Ende August 2021. Bis dahin, so die Auflage, mussten genug Handwaschbecken für alle Kinder installiert sein.

"Das haben wir zeitlich gerade so hinbekommen", sagt Architektin Edith Hemmen-Glup. Denn mit der Entkernung und Neueinrichtung der Sanitärräume, die jetzt über Fenster verfügen und damit eine natürliche Beleuchtung und Belüftung bekommen haben, wurden auch Teile des Bodenbelags im Gebäude ausgetauscht, die Heizung sowie einige Fenster und Türen erneuert, ein zweiter Fluchtweg an der Empore angebaut sowie vier Räume neu tapeziert und gestrichen. "Damit haben wir Anfang Juni begonnen und das während des laufenden Sommerbetriebs durchgezogen", sagt Hemmen-Glup. "Kinder, Eltern und Erzieherinnen haben das mit einer Engelsgeduld ertragen", ergänzt Kita-Leiterin Jutta Hoff.

„Das war wie eine Schachtel Pralinen, man wusste nie genau, was man vorfindet.“Edith Hemmen-Glup, Architektin

Große Probleme bereiteten dabei auch die Leitungen aus dem Jahr 1971, die für die neuen Sanitärräume nicht mehr nutzbar waren. "Es gab auch keine Leitungspläne", sagt die Architektin. "Das war wie eine Schachtel Pralinen, man wusste nie genau, was man vorfindet." Um den Aufwand zu minimieren wurden die neuen Leitungen dort, wo es möglich war, an den Wänden und Decken entlang geführt und dabei so geschickt verkleidet, dass sie nicht auffallen.

Abgeschlossen sind die Sanierungsarbeiten noch nicht. In einem zweiten Bauabschnitt sollen im Sommer 2022 die Gruppenräume zum Garten hin renoviert und mit neuen Fenstern, Heizkörpern und Zuleitungen ausgestattet werden. Insgesamt 450.000 Euro sind für die Sanierungsarbeiten veranschlagt, das Bistum Osnabrück, zu dem Gehlenberg gehört, beteiligt sich mit knapp 180.000 Euro. "Das ist eine reibungslose, sehr gute Zusammenarbeit", lobt Bürgermeister Sven Stratmann bei der Vorstellung der abgeschlossenen Baumaßnahmen.

Sollte die Kita weiter wachsen, wäre eine erneute Erweiterung am Standort in der Feuerwehrstraße nicht möglich, betont Heinrich Grote als Vertreter der Kirchengemeinde. Allerdings ist die Kita mit ihren 5 regulären Gruppen ohnehin schon an der Grenze des Erlaubten. "Es ist Spitz auf Knopf", sagt Marina Timmen, die zuständige Bereichsleiterin in der Stadtverwaltung. Wenn die Zahl der Kita-Kinder in Gehlenberg weiter stark wachse, müsse man nach neuen Lösungen suchen.

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