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Gegen Hass und Rassismus: Ideen des Pilotprojekts werden in die Vereine getragen

Niklas Rolfes von "Can we kick it?" möchte für die Themen Diskriminierung, Rassismus und Homophobie sensibilisieren. Ein erster Start mit Cloppenburger Fußballvereinen ist geglückt.

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Siegerehrung: Mit dem Abschluss des Pilotprojekts endet auch die erste Phase.   Foto: Hermes

Siegerehrung: Mit dem Abschluss des Pilotprojekts endet auch die erste Phase.   Foto: Hermes

Mit einer Siegerehrung hat das Pilotprojekt "Can we kick it?" eine erste Phase beendet. Mit einer Online-Schulung will Initiator Niklas Rolfes gemeinsam mit Projektpartnern für Themen wie Diskriminierung, Rassismus und Homophobie sensibilisieren. Nun zog der Cloppenburger ein erstes Fazit, gleichzeitig gab er einen Ausblick in die Zukunft.

"Corona ist auch für uns eine Bremse gewesen. Dennoch bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden", so Rolfes bei der kleinen Feierstunde im Rathaus. Er habe über 400 Anmeldungen verzeichnet, davon hat die Hälfte mindestens das erste Level abgeschlossen. 150 Personen haben auch die zweite Stufe und 130 noch das dritte und letzte Level absolviert. "Das ist eine gute Quote", sagt der Cloppenburger, der das Projekt mit Fußballvereinen aus dem Stadtgebiet gestartet hat. Insgesamt wurde über 240 Stunden Videomaterial konsumiert.

Niklas Rolfes (links) mit Nils Fonka vom SC Sternbusch. Foto: HermesNiklas Rolfes (links) mit Nils Fonka vom SC Sternbusch. Foto: Hermes

Aus einem Fragebogen im Anschluss an die Online-Schulung habe es überwiegend positives Feedback gegeben, so würden 95 Prozent der Teilnehmer das Training weiterempfehlen. Auch die Qualität der Videos sei gelobt worden. "Darüber habe ich mich gefreut und das motiviert natürlich auch für die Zukunft". Dabei seien auch Beispiele ans Licht gekommen, das Thema sei in vielen Bereichen präsent. Man stehe zwar weiterhin noch am Anfang, aber Rolfes will den Vereinen auch künftig mit Rat und Tat zur Seite stehen. "Das, was wir eingeleitet haben, soll fortgeführt werden in den Vereinen", sagt er. 

Besonders ausgezeichnet wurden die ersten Herrenmannschaft des SC Sternbusch, die U15 des JFV Cloppenburg und die Frauenmannschaft von BW Galgenmoor. Beim Wettbewerb der Sportvereine landete BW Galgenmoor vor dem SC Sternbusch und dem Cloppenburger FC. Ein handsigniertes Trikot von Werder Bremen, das unter allen Teilnehmern verlost wurde, ging an Theresa Engelbart. Gestiftet wurde es von Werder-Profi Christian Groß.

Schirmherr Neidhard Varnhorn lobte das Projekt

Schirmherr Neidhard Varnhorn lobte das Projekt: "Unter den Bedingungen ist es gut gelaufen." Für ihn sei sofort klar gewesen, mitzumachen, die Sensibilisierung sei wichtig. "Diskriminierung, ob bewusst oder unbewusst, ist schlimm", so Cloppenburgs Bürgermeister weiter. Er werde das Projekt weiter unterstützen und hofft, dass es über die Stadtgrenzen hinaus bekannt wird.

Dafür sorgt Rolfes bereits, mehrere Gespräche hätten schon im Hintergrund stattgefunden. So habe zum Beispiel der Landessportbund sein Interesse signalisiert. Während der Pilotphase seien ihm auch schon einige Ideen gekommen, so könne er sich Untertitel für die Videos oder eine Übersetzung in weitere Sprachen vorstellen. Zudem könnten Übungen eingebaut werden, mit wenig Aufwand lasse sich die Schulung auch auf andere Sportarten oder den Schulunterricht ummünzen.

Gerd-Dieter Sieverding, Mitglied Stiftungsrat LzO, Projekt-Initiator Niklas Rolfes, Schirien Hosseiny von den Integrationslotsen und Volker Raker, Mitglied Stiftungsrat LzO (von links). Foto: NiemeyerGerd-Dieter Sieverding, Mitglied Stiftungsrat LzO, Projekt-Initiator Niklas Rolfes, Schirien Hosseiny von den Integrationslotsen und Volker Raker, Mitglied Stiftungsrat LzO (von links). Foto: Niemeyer

Zum Abschluss bedankte sich Rolfes bei allen Vereinen. Ausdrücklich lobte er die Zusammenarbeit mit Schirien Hosseiny und dem Projektträger Integrationslotsen: "Sie leisten dort eine wertvolle Arbeit, wo andere die Augen verschließen". Der Verein werde das Projekt auch weiterhin unterstützen. Ebenfalls bedankte sich Rolfes bei Stadt und Landkreis, die jeweils 1000 Euro Unterstützung zugesagt hatten.

Weitere 3000 Euro kamen von der LzO-Stiftung in Cloppenburg. Das Projekt fördere Integration und Toleranz in den Sportvereinen, sagte Stiftungsratmitglied Volker Raker. Mit diesen Themen könne sich die Sparkasse sehr gut identifizieren. Nach Angaben von Rolfes könne man das Geld gut nutzen, um das Projekt weiterzuentwickeln. 

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