Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Geflügelpest: Mittlerweile über eine halbe Million Tiere getötet

In zwei weiteren Ställen ist am Dienstag das Vogelgrippe-Virus H5N8 nachgewiesen worden. Die Ausbreitung der Geflügelpest im Landkreis Cloppenburg nimmt offenkundig zu.

Artikel teilen:
Archivfoto: dpa

Archivfoto: dpa

Die Cloppenburger Kreisverwaltung hat am Dienstag erneut die amtliche Bestätigung von Geflügelpest bestätigt. Und wie schon am Montag sind zwei Ställe in zwei Kommunen betroffenen  - dieses Mal in Bösel und Cloppenburg. Und erneut trifft es Putenbetriebe.

"Die Bestände in Bösel mit 18.600 Puten und in Cloppenburg mit 15.900 Puten werden heute tierschutzgerecht getötet und geräumt", berichtet Kreissprecher Frank Beumker am Dienstag. Damit nimmt die Geschwindigkeit und die Ausbreitung von Geflügelpest offenkundig zu. Erst am Montag sind zwei Ausbrüche in Emstek und Garrel gemeldet worden. Am Sonntag wurde ein Ausbruch in einem weiteren Putenstall in Garrel nachgewiesen.

Damit sind es mittlerweile 36 Ausbrüche von Geflügelpest im Landkreis Cloppenburg seit dem ersten amtlichen Nachweis am 21. Dezember in Kellerhöhe. Die schlichten Zahlen verdeutlichen die wirtschaftlichen Folgen der Geflügelpest: Insgesamt mussten über eine halbe Million Tiere getötet werden konkret: 523.000 Geflügel. Dabei handelt es sich um 434.800 Puten, 71.900 Hähnchen und 17.000 Enten, wie Beumker am Dienstag bestätigt.

Die Geflügelpest ist aber mittlerweile kein spezielles Problem, das nur den Landkreis Cloppenburg betrifft. Auch im Landkreis Vechta gibt es aktuell mehrere Fälle von Geflügelpest. Allein am vergangenen Wochenende gab es 3 Ausbrüche im Landkreis Vechta, im Bereich Bakum und im Norden der Kreisstadt. 

Hubertus Berges, Vorsitzender des Kreislandvolkes in Cloppenburg, ist aufgefallen, dass während der frostigen Schneezeit im Februar keine Geflügelpest-Fälle zu verzeichnen waren. Er fordert im Gespräch mit OM online, dass das Monitoring von Wildvögeln verbessert werden müsse.

Die Kreisverwaltung hat aufgrund der beiden neuen bestätigten Fälle restriktive Maßnahmen im Bereich der zwei Ställe erlassen. Die jeweiligen Sperrbezirke haben einen Radius von 3 Kilometern, die Beobachtungsbezirke einen Radius von 10 Kilometern. Weiterhin gültig bleibt das Wiedereinstallungsverbot für Puten in diesen Kommunen: Bösel, Cappeln, Emstek, Essen, Garrel, Lastrup, Lindern und Molbergen, Cloppenburg und Friesoythe. Kreisweit gilt bereits seit November eine Stallpflicht für Geflügel.

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Geflügelpest: Mittlerweile über eine halbe Million Tiere getötet - OM online