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Gefahr im Sand: Vergräbt Unbekannter Schrauben auf Spielplatz?

Tatort soll die Kreuzberg-Siedlung in Steinfeld sein. Die Nachricht polarisiert auf Social Media. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts gefährlicher Körperverletzung - aber in einem anderen Fall.

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Ein Ort zum Toben – gespickt mit gefährlichen Fallen? Der Spielplatz in der Kreuzberg-Siedlung in Steinfeld ist ein beliebter Anlaufpunkt für Familien. Foto: Timphaus

Ein Ort zum Toben – gespickt mit gefährlichen Fallen? Der Spielplatz in der Kreuzberg-Siedlung in Steinfeld ist ein beliebter Anlaufpunkt für Familien. Foto: Timphaus

In diversen Facebook-Gruppen und WhatsApp-Chats macht aktuell eine Nachricht mit einem Bild die Runde, die bei vielen Eltern für Bestürzung und Aufregung sorgt: Demnach sollen auf dem Spielplatz in der Kreuzberg-Siedlung in Steinfeld im Sand vergrabene Schrauben entdeckt worden sein, die offenbar absichtlich dort platziert wurden.

Die auf der Aufnahme dargestellten Schrauben sind mit einer stabilisierenden Platte versehen, sodass die Spitze nach oben zeigt. Die Vorrichtungen stellen damit ein hohes Verletzungsrisiko für Kinder und Erwachsene dar. Eine Kommentatorin äußerte, dass auch bei der neuen Sandkuhle am Kreuzberg diese Schrauben versteckt seien, ihr Sohn sei bereits in eines dieser Objekte getreten. Ein anderer vermutete, mit den Schrauben sollten möglicherweise Motocrossfahrer abgeschreckt werden.

Die Polizei teilt auf Anfrage mit, dass sie derzeit wegen des Verdachts einer gefährlichen Körperverletzung gegen Unbekannt ermittle. Am vergangenen Sonntag (21. Februar) soll ein 53-jähriger Mann aus Vechta bei einer Sandkuhle am Kreuzberg in Steinfeld in eine Metallstange getreten sein. Hierbei verletzte sich der Mann leicht. Der festgestellte Gegenstand wurde sichergestellt.

Ein Facebook-Fund: Dieses Objekt soll auf einem Spielplatz in der Kreuzberg-Siedlung in Steinfeld gefunden worden sein. Screenshot: TimphausEin Facebook-Fund: Dieses Objekt soll auf einem Spielplatz in der Kreuzberg-Siedlung in Steinfeld gefunden worden sein. Screenshot: Timphaus

Bisher ist keine Anzeige bei der Polizei eingegangen

Eine Verbindung zum dortigen Spielplatz konnte nach Angaben der Ordnungsbehörde bisher nicht festgestellt werden. Der Fall eines verletzten Kindes sei bislang nicht angezeigt worden. "Der Spielplatz wurde nichtsdestotrotz einer ersten Überprüfung unterzogen. Hierbei konnten keine gefährlichen Gegenstände festgestellt werden", teilt Sprecherin Nadine Luttmann mit.

Sie sagt, dass der Polizei in der Vergangenheit Beschwerden über Motocrossfahrer zugetragen wurden. "In dieser Sache stehen wir im engen Austausch mit Hinweisgebern, Betroffenen und Behörden."

Bauhof kontrolliert Spielplatz nun häufiger

Der Gemeinde Steinfeld ist der Fall seit Dienstag bekannt. Gemeindesprecherin Christina Hoffmann teilt mit: "Eine Kontrolle vom Bauhof ist unmittelbar nach der Mitteilung erfolgt. Weitere Gegenstände mit Verletzungsrisiko wurden nicht festgestellt. Die Gegenstände sind komplett beseitigt." Weiter sagt sie, dass die Spielplätze wöchentlich vom Bauhof kontrolliert werden. In diesem Fall kontrollierten die Mitarbeiter den Spielplatz in der Kreuzberg-Siedlung nun häufiger, "um Unfälle möglichst auszuschließen".

Auf Nachfrage heißt es aus dem Steinfelder Rathaus, dass den Mitarbeitern des Bauhofs bei den bisherigen Kontrollen nichts aufgefallen sei. Auch seien der Gemeinde keine weiteren Fälle dieser Art bekannt.

Zum Fall des Mannes, der am vergangenen Sonntag an einer der Sandkuhlen am Kreuzberg in eine Metallstange getreten sein soll, hat die Gemeindeverwaltung nach Angaben von Hoffmann keine Kenntnisse.

Gemeinde weiß nichts über Motocrossfahrer

Ebenfalls keine Informationen kann sie zu möglichen Motocrossfahrern in dem Gebiet geben. Etwaige Beschwerden seien bei der Gemeinde bisher nicht eingegangen, heißt es.

  • Info: Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei in Steinfeld (Telefon 05492/960660) in Verbindung zu setzen.

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