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Gäste feiern nach langer Zeit wieder unbeschwert

Das Löninger Weinfest war ein voller Erfolg: Die beiden Abende waren jeweils mit rund 1000 Besuchern ausverkauft. Die Veranstaltung fand unter Hygiene-Bestimmungen auf dem Marktplatz statt.

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Beide Tage ausverkauft: Jeweils rund 1000 Besucher feierten am Freitag und Samstag auf dem Löninger Weinfest. An Tischen sitzend oder den Theken stehend genossen sie es, mit Freunden und Bekannten unbeschwert zu feiern. Fotos: Willi Siemer

Beide Tage ausverkauft: Jeweils rund 1000 Besucher feierten am Freitag und Samstag auf dem Löninger Weinfest. An Tischen sitzend oder den Theken stehend genossen sie es, mit Freunden und Bekannten unbeschwert zu feiern. Fotos: Willi Siemer

Viel Lob hat Löningens Stadtmarketing-Geschäftsführer Jörn Willen am Wochenende bekommen für das Wagnis, in Corona-Zeiten das erste „normale“ öffentliche Fest in Löningen auf die Beine zu stellen. Das sei natürlich ein sehr schönes Gefühl, wenn man immer wieder gelobt werde, zog gestern ein erschöpfter, aber glücklicher Organisator Bilanz des zweitägigen Löninger Weinfestes.

Die Veranstaltung sei eine Team-Leistung gewesen. Nur gemeinsam, mit Unterstützung von Behörden, zahlreichen Helfern, den Löninger Gastronomen, den von der Nahe angereisten Winzern und natürlich dem Vertrauen aller Besucher in das Hygiene-Konzept sei das alles möglich gewesen. Wie sehr sich die Löninger nach einem solchen Ereignis gesehnt hatten, zeigte die Besucherzahl. An beiden Abenden war die Veranstaltung jeweils mit rund 1000 Besuchern ausverkauft, der Zahl, die auch von der Kreisbehörde genehmigt worden war.

„Ich bekomme eine Gänsehaut bei diesem Anblick“, begrüßte Willen am Freitagabend die Gäste, die sich auf den Bänken sitzend und an den Theken stehend zum ersten unbeschwerten Feiern mit Nachbarn, Freunden und Bekannten seit längerer Zeit eingefunden hatten. Den ersten Abend seit langem ohne Masken und zwei Meter Sicherheitsabstand hatte die Kreisverwaltung auf der Basis des umfangreichen Hygiene-Konzepts der Verantwortlichen genehmigt.

Attraktion des zweiten Abends: Mit der bunten Mischung aus Rock, Pop, Soul und Balladen begeisterten die Crackerjacks“ mit Chris Bruns, Jessica Movahed und Rainer Henkenborg (von rechts).Attraktion des zweiten Abends: Mit der bunten Mischung aus Rock, Pop, Soul und Balladen begeisterten die „Crackerjacks“ mit Chris Bruns, Jessica Movahed und Rainer Henkenborg (von rechts).

Der gesamte Marktplatz war eingezäunt, Zutritt war nur mit Impf- oder Genesenen-Bescheinigung oder aktuellem Test möglich. Immer wieder Thema in den Gesprächen war die Möglichkeit, sich hier in unbeschwerter Runde zu treffen und einige Stunden nicht in maskierte Gesichter zu blicken.

Erste Überlegungen, das Weinfest angesichts sinkender Fallzahlen doch noch zu veranstalten, habe es im Juni gegeben, erläutert der Stadtmarketing-Chef. Da habe er bei allen wichtigen Akteuren angefragt, ob sie und das notwendige Equipment wie die große Bühne, sollte die Feier möglich sein, zur Verfügung stünden. Richtig ins Geschirr gegangen sei er dann vor zwei Wochen.

Fester Bestandteil: Rund um den Marktplatz boten die Löninger Gastronomen, wie hier Jürgen Breher vom Centralhof, eigene Kreationen zu den Weinen der drei Nahe-Winzer.Fester Bestandteil: Rund um den Marktplatz boten die Löninger Gastronomen, wie hier Jürgen Breher vom Centralhof, eigene Kreationen zu den Weinen der drei Nahe-Winzer.

Selten habe er sich so auf eine Veranstaltung gefreut und habe es im Vorfeld so viele positive Reaktionen gegeben. Die jeweils mehr als 800 Karten, die schon im Vorverkauf abgesetzt worden seien, zeigten den Wunsch, endlich wieder feiern zu wollen. Musikalisch unterhielten am ersten Abend die „Sweet Dreams“ und am zweiten Alleinunterhalter Arndt Baeck sowie die „Crackerjacks“ die Besucher.

Auch die drei Winzer, Closheim, Klumb und das Weingut Michel, die seit Jahren, die mehr als 400 Kilometer von der Nahe in den Norden fahren, waren zufrieden. „Auch für uns galten ja die Beschränkungen des bundesweiten Lockdowns“, erzählt Konrad Closheim aus Langenlonsheim. An beiden Abenden habe er eine tolle Stimmung registriert. Das sei ein sehr solides Publikum, da mache die Arbeit Spaß. Auch wirtschaftlich sei der Besuch ein Erfolg, freut sich der 70-Jährige. Schon nach dem ersten Abend waren zwei der servierten Weine ausverkauft.

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