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Garreler saust betrunken durch den Ort und nimmt Verkehrsschilder mit

Als der 34-Jährige nach dem Unfall die Flucht ergreifen wollte, war der Strom seines E-Autos alle. Ein Zeuge rief die Polizei.

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Smybolbild: dpa

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Wegen fahrlässiger Trunkenheit im Verkehr hat das Cloppenburger Amtsgericht einen 34-Jährigen aus Garrel zu einer Geldstrafe von 3000 Euro verurteilt. Der Angeklagte hatte nach Überzeugung des Gerichtes Anfang Juni 2022 in Garrel, Ortsteil Beverbruch, einen schweren Verkehrsunfall verursacht, und zwar mit einem Blutalkoholwert von 2 Promille. An dem Unfall waren aber nur der Garreler und mehrere Verkehrszeichen beteiligt.

Der 34-Jährige hatte in einem Kreisel die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und mehrere Verkehrszeichen überfahren. Ungeachtet des angerichteten Schadens soll er dann versucht haben, sein E-Auto zu starten, um möglicherweise die Flucht zu ergreifen. Doch das Fahrzeug hatte offenkundig keinen Strom mehr. Der Mann konnte das Auto nicht mehr starten.

Angeklagter hat 12 Flaschen Bier vor Fahrtbeginn getrunken

Auf das Geschehen war ein Zeuge aufmerksam geworden, der daraufhin die Polizei rief. Der 34-Jährige war dermaßen psychisch beeinträchtigt, dass die Polizei ihn zur Sicherheit in ein psychiatrisches Krankenhaus brachte. Der Garreler, der schon einmal trocken war, hatte einen Rückfall erlitten. Er will sich Anfang 2022 in einer schweren persönlichen Lage befunden haben. Er habe viel Geld in die Ukraine geschickt und sei dann selbst trotz massiver Arbeit in eine eigene finanzielle Schieflage geraten. Das habe ihn schwer belastet.

An die Fahrt selbst konnte er sich kaum noch erinnern. Er arbeitet in Bremen. Nach Feierabend hatte er sich 12 Bier gegönnt. Eigentlich habe er in der Tatnacht mit dem Zug nach Hause fahren wollen, erklärte der Mann. Doch er habe noch etwas aus seinem Auto holen müssen. Nun soll der 34-Jährige die Möglichkeit in Betracht gezogen haben, doch selbst zu fahren. Er schaffte es bis zum Kreisel in Beverbruch. Mittlerweile hat er dem Alkohol erneut abgeschworen. Das wurde strafmindernd gewertet.

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