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Garrel rüstet bei digitaler Ausstattung von Schulen auf

Die Gemeinde Garrel hat mobile Endgeräte und interaktive Tafeln für den Schulunterricht angeschafft. Dafür standen mehr als 600.000 Euro zur Verfügung.

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Vernetzt: Bürgermeister Thomas Höffmann und Nicole Tiedeken, Leiterin der Grundschule Garrel, informierten über die Fortschritte bei der Digitalisierung. Foto: Schrimper

Vernetzt: Bürgermeister Thomas Höffmann und Nicole Tiedeken, Leiterin der Grundschule Garrel, informierten über die Fortschritte bei der Digitalisierung. Foto: Schrimper

Die Digitalisierung an Garrels Schulen schreitet immer weiter voran: Aus Mitteln des Sofortausstattungsprogramms des Landes konnten für die Grundschulen nun insgesamt 62 I-Pads und für die Oberschule 80 Android-Tablets angeschafft werden. Laut Bürgermeister Thomas Höffmann standen für die Grundschulen 25.000 Euro und für die Oberschule 27.000 Euro zur Verfügung. Die mobilen Endgeräte sollen an Schüler aus sozial schwächeren Familien ausgeliehen werden, um ihnen die Teilnahme am digital gestützten Unterricht zu ermöglichen.

„Wir haben ziemlich lange darauf warten müssen“, berichtet Höffmann von bis zu vier Monate langen Lieferzeiten bei den I-Pads. Da mehrere Schulen – auch im Landkreis – auf diese Geräte setzten, sei der Bedarf größer als das Angebot gewesen. Nun könne mit den Geräten gearbeitet werden.

Wie Nicole Tiedeken, Leiterin der Grundschule Garrel, berichtete, sei man derzeit dabei, eine Prioritätenliste zu erstellen, welche Schüler für ein I-Pad infrage kommen. Grundlage sei eine Abfrage bei den Eltern. Bereits jetzt sei absehbar, dass der Bedarf die vorhandenen Geräte übersteige.

Alle Grundschulklassen sollen digitale Tafeln bekommen

Darüber hinaus sind nun die Klassenräume aller dritten und vierten Klassen an Garrels Grundschulen mit sogenannten White Boards, interaktiven Tafeln, ausgestattet worden. Das Geld dafür stammt Höffmann zufolge aus dem Digitalpakt des Bundes, aus dem insgesamt 60.1500 Euro auf die Gemeinde Garrel entfielen – davon 260.500 Euro für die digitale Ausstattung an den Grundschulen, der Rest ist für die Oberschule bestimmt.

Mit den noch nicht abgerufenen Mitteln ist noch die Anschaffung digitaler Tafeln für die Räume der ersten und zweiten Klassen zum Sommer hin geplant. Die Gemeinde werde dafür voraussichtlich noch etwas Geld „nachschießen“ müssen, so Höffmann, denn dann seien die Mittel aus dem Digitalpakt aufgebraucht.

Digitale Infrastruktur soll optimiert werden

Nicole Tiedeken zufolge bieten die Tafeln zahlreiche Einsatzmöglichkeiten im Unterricht. Unter anderem könnten Tafelbilder gespeichert, wieder aufgerufen und geändert werden. Zudem verfügen die Tafeln über ein Videokonferenz-Modul, sodass auch Schüler, die krankheitsbedingt zu Hause bleiben müssen, dem Unterricht folgen können. „Die Kollegen sind schon tüchtig am Austesten“, freute sich Tiedeken über die Begeisterung für die neue Technik.

Darüber hinaus wurde aus den Mitteln des Digitalpakts die LAN- und WLAN-Struktur an den Schulen optimiert. Höffmann ärgert sich, dass die Gemeinde für die Internetanschlüsse Businesstarife an den Telekommunikationsanbieter zahlen müsse. „Das finde ich nicht in Ordnung.“ An der Oberschule sei derzeit ein sogenannter IT-Architekt damit befasst, Verbesserungen für die Anbindungen aufzuzeigen, sagte Höffmann.

Um den Schulen dauerhaft einen Ansprechpartner in IT-Fragen an die Seite zu stellen, werde nun die Stelle eines Netzwerkadministrators ausgeschrieben, der zudem die Verwaltung unterstützen soll, kündigte der Bürgermeister an.

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