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Für sein "Grünes Klassenzimmer" möchte der Heimatverein nicht schwarz sehen

Die bürokratischen Hürden sind hoch, um das Projekt zu verwirklichen. Jetzt liegt es am OOWV, mit dem ein Ortstermin vereinbart wurde. Derweil wurde das Alter der Gehlenborgschen Scheune bestätigt.

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Zeigt besonderes Engagement: Der Vorstand des Heimatvereins Markhausen mit dem Vorsitzenden Theo Siemer (von links), Schriftführerin Rita Lichtenstein, den stellvertretenden Vorsitzenden Gerd Gehlenborg und Elisabeth Kösjan sowie Kassenwart Günther Geuter. Foto: Wimberg

Zeigt besonderes Engagement: Der Vorstand des Heimatvereins Markhausen mit dem Vorsitzenden Theo Siemer (von links), Schriftführerin Rita Lichtenstein, den stellvertretenden Vorsitzenden Gerd Gehlenborg und Elisabeth Kösjan sowie Kassenwart Günther Geuter. Foto: Wimberg

1651 oder 1657: Beides könnte man aus der Balkeninschrift entziffern. Auf die paar Jahre mehr oder weniger kommt es angesichts der Jahrhunderte auch nicht an. Entscheidend ist die Information, ob das Holz tatsächlich schon so lange das Haus zusammenhält oder ob jemand im Nachhinein einfach mal eine Zahl hineingeritzt hat. „Hat er nicht, und das ist jetzt wissenschaftlich belegt und amtlich“, bestätigt Theo Siemer, Vorsitzender des Heimatvereins Markhausen, das hohe Alter der Gehlenborgschen Scheune.

Der Nachweis sei nun durch ein in Auftrag gegebenes dendrochronologisches Gutachten erbracht worden, teilte Siemer vor der jüngsten Mitgliederversammlung mit, die am kulturhistorisch-touristischen Anziehungspunkt des Ortes mit einer Wanderung startete. In den 90er Jahren restaurierten die Heimatfreunde die sich im Besitz der Familie Gehlenborg befindliche Fachwerkscheune mit Lehmgefache und retteten sie vor dem Verfall.

Der Verein nutzte Spaziergang und Sitzung, um die ortsansässigen Ratsmitglieder und Bürgermeister Sven Stratmann über anstehende Projekte zu informieren und auf „Baustellen“, die die Bürger bewegen, hinzuweisen. Nicht in Vergessenheit geraten dürfe in diesem Zusammenhang das Thema Nahversorger, und manch Radweg müsse dringend saniert werden.

Inschrift: Die vor rund 370 Jahren eingeritzte Zahl am Balken bestätigt sich. Foto: WimbergInschrift: Die vor rund 370 Jahren eingeritzte Zahl am Balken bestätigt sich. Foto: Wimberg

Wünschenswert wäre es darüber hinaus, Leerstände wieder mit Leben zu füllen, denn dass es sich lohnt, im Dorf zu leben, beweise nicht zuletzt die Resonanz auf das neue Baugebiet, in dem alle Plätze verkauft sind. Engagement beweisen die Einwohner in der „Sozialen Dorferneuerung“, für das ihnen der Bürgermeister noch einmal ausdrücklich dankte.

Baufällig ist auch das Kriegerdenkmal. Hier wird überlegt, ob es noch instand gesetzt werden kann, auch eine komplette Umsetzung werde diskutiert, betonte Siemer.

Mit seinen Vorstandskollegen hofft der Vereinschef außerdem, dass sie für das geplante „Grüne Klassenzimmer“ nicht schwarz sehen müssten. Mittlerweile habe man sich „mit einem Riesenaufwand“ aus dem Behördendschungel weitestgehend befreien können, nun liege es noch am Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV), sie nicht im Regen stehen zu lassen, damit das Projekt „endlich“ verwirklicht werden könne. Ein Treffen mit zuständigen Vertretern ist für Ende April terminiert.

Erlebnisorientierter Unterricht und Veranstaltung in der Schmiede

Natur und Nachhaltigkeit spielt für den Verein grundsätzlich eine besondere Rolle. Kinder sollen im Freien einen erlebnisorientierten Unterricht erfahren, selbst säen, pflanzen und ernten sowie für die Umwelt sensibilisiert werden. Auch für die breite Öffentlichkeit stehe das knapp 1 Hektar große Areal zur Besichtigung zur Verfügung. Zum Publikumsmagneten soll darüber hinaus die Schmiede Weß werden. Die erforderlichen Fördergelder fließen zwar nicht im erwarteten Umfang, doch davon wollen sich die Verantwortlichen nicht beirren lassen, haben bereits mit den ersten Arbeiten begonnen und planen die erste Veranstaltung.

Für blühende Landschaften mit Narzissen und Krokussen sorgten Schriftführerin Rita Lichtenstein und die stellvertretende Vorsitzende Elisabeth Kösjan. Auch die zum Kirchspiel Markhausen gehörenden Orte Augustendorf, Ellerbrock und Neumarkhausen profitierten von dieser Pflanzaktion.

Siemer dankte in seinem Führungsteam für das reibungslose Miteinander sowie Mitglied Renate Geuter traditionell für ihre Unterstützung bei speziellen Antragstellungen. Die Versammlung bestätigte in der Gaststätte Rosenbaum Gerd Gehlenborg als stellvertretenden Vorsitzenden sowie Kassenprüfer Heinz Kösjan in ihren Ämtern.

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