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Für Religionsfreiheit: Garreler Kirche erstrahlt am 24. November in blutroter Farbe

Weltweit macht die Aktion "Roter Mittwoch" auf Verstöße gegen das Menschenrecht auf Religionsfreiheit aufmerksam – erstmals auch in Deutschland. In Garrel wird ebenfalls ein Zeichen gesetzt.

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Garreler Kirche St. Peter und Paul: Am 24. November erstrahlt sie in blutroter Farbe.   Foto: Hoff 

Garreler Kirche St. Peter und Paul: Am 24. November erstrahlt sie in blutroter Farbe.   Foto: Hoff 

Mit dem „Red Wednesday“, also dem Roten Mittwoch, möchte das katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ seit 2015 weltweit auf das Schicksal von Millionen verfolgter Christen aufmerksam machen. Dieses Jahr beteiligt sich auch erstmals Deutschland an dem Aktionstag in Erinnerung an die Diskriminierung und Verfolgung von Christen. "Auch wir wollen bewusst ein sichtbares Zeichen der Solidarität setzen und uns für Religionsfreiheit einsetzen", erklärt Pastor Paul Horst. Mit "wir" meint er die Garreler Kirchengemeinde St. Johannes Baptist. 

Aus diesem Grund wird die Kirche St. Peter und Paul am Mittwoch (24. November) für mehrere Stunden in blutrotem Licht erstrahlen. "Christ sein war noch nie so gefährlich wie heute", sagt Paul Horst. Millionen von Christen werden weltweit immer noch wegen ihres Glaubens unterdrückt, verfolgt und oft auch ermordet. Das sei "nach wie vor eine bittere Realität". Deswegen will man ein Zeichen für alle Christen setzen, denen die Religionsausübung als grundlegendes Menschenrecht bis heute verweigert wird. Es sei eine persönliche Entscheidung, an welchen Gott man glauben möchte, derer man nicht beraubt werden dürfe, betont der Garreler Pastor. An Glaubensfreiheit hänge das gesellschaftliche Leben, "daran hängt einfach alles. Es gilt die Meinung des anderen zu retten." 

Hubert Bley kümmert sich um die Illumination

„Wir beginnen gegen 17 Uhr mit der Illumination. Dann ist es bereits dunkel und im Ort auf der Hauptstraße ist viel los, somit erreichen wir viele Menschen“, sagt Rechnungsführer Florian Böckmann. Hubert Bley werde sich um die Beleuchtung kümmern und das Hauptschiff in blutroter Farbe erstrahlen lassen. „Wir laden damit auch zum persönlichen Gebet ein, um der verfolgten Christen zu gedenken“, sagt Paul Horst.

Ein Beispiel von vielen, das die Wichtigkeit solcher Aktionstage unterstreicht: Internationale Aufmerksamkeit hatte in jüngster Zeit der Fall Asia Bibi erregt. Die wegen angeblicher Gotteslästerung zum Tode verurteilte Katholikin war nach über sieben Jahren Haft freigesprochen worden. Daraufhin erhob sich ein gewalttätiger Protest radikalislamischer Kräfte in mehreren pakistanischen Städten. Daraufhin setzten sich mehrere europäische Länder für die Ausreise der fünffachen Mutter ein, darunter auch Deutschland. 

Laut ihrem Bericht "Religionsfreiheit weltweit" hat die Stiftung „Kirche in Not“ 196 Länder untersucht. In 62 davon sei die Religionsfreiheit eingeschränkt, bei 26 müsse man von Verfolgung sprechen: In China und Nordkorea sei es durch die staatliche Kontrolle, in anderen Ländern seien es meist islamistische Terrorgruppen.

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