Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Funklöcher könnten bald geschlossen sein

Die Garreler Politik berät Ende Januar in einer interfraktionellen Sitzung über ein Angebot der Firma ETN Group: Das Mobilfunknetz und die Internetanbindung in der Gemeinde sollen optimiert werden.

Artikel teilen:
Netz? Fehlanzeige: Auf dem Land besteht beim Handyempfang oft noch Luft nach oben. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa

Netz? Fehlanzeige: Auf dem Land besteht beim Handyempfang oft noch Luft nach oben. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa

Die Navigationsapp, die in Nikolausdorf die Orientierung verliert, der Handyanruf in Varrelbusch, der einfach abbricht: Beispiele für Funklöcher und ihre unerfreulichen Auswirkungen können wohl viele Garreler aufzählen. Doch möglicherweise gehören Funklöcher in der Gemeinde bald der Vergangenheit an. In seinem Ausblick auf das laufende Jahr hatte Bürgermeister Thomas Höffmann bereits angekündigt, dass die Firma ETN Group (Emsland-Tel) mit Sitz in Meppen angeboten hat, eine bessere Abdeckung der Gemeinde in puncto Mobilfunknetz und schnelles Internet zu realisieren – per Richtfunk.

Ende Januar wird sich die Garreler Politik in einer interfraktionellen Sitzung mit dem Thema befassen. Wie Höffmann sagte, werde das Unternehmen dann sich und auch seine Technologie vorstellen. Bei einer vorherigen Präsentation im Rahmen der Verwaltung habe sich das „vielversprechend“ angehört, so Höffmann. „Bei uns in der Verwaltung kam das sehr positiv an.“ In der Sitzung Ende Januar soll es dem Rathauschef zufolge auch schon um mögliche Standorte gehen, an denen die Masten aufgestellt werden können, die per Richtfunk die Internetsignale zu interessierten Haushalten in der Gemeinde senden. Dort werde dann jeweils ein am Mast ausgerichteter kleiner Empfänger angebracht. Im Übrigen könnten nicht nur Privathaushalte, sondern auch Unternehmen von der Technologie profitieren.

Höffmann zufolge kämen für die 4 bis 5 benötigten Masten kleinere, kommunale, aber auch private Flächen infrage, wenn sich Bürger fänden, die Letztere zur Verfügung stellen wollen. Abgesehen von den Flächen entstünden der Gemeinde keine weiteren Kosten, die Verantwortung für den Bau der Masten läge allein bei der ETN Group.

Höffmann spricht von "Übergangstechnologie"

Wer das Angebot für schnelles Funk-Internet nutzen möchte, müsse direkt Kunde bei der emsländischen Firma werden, erklärte der Bürgermeister. Die Firma plane zudem, den gängigen Mobilfunkanbietern auf den Masten Kapazitäten einzuräumen, sodass Kunden dieser Anbieter ebenfalls Verbesserungen spüren sollen. Grundsätzlich soll der Mobilfunkstandard 5G ermöglicht werden.

Wenn die Präsentation in der interfraktionellen Sitzung die Politik überzeugt, müsse das Projekt noch mit einem Ratsbeschluss besiegelt werden, so Höffmann. Bei aller Begeisterung bezeichnete er das schnelle Internet per Richtfunk als „Übergangstechnologie“ – für den Übergang zur Breitbandtechnologie.

Das Unternehmen ETN Group verfügt nach eigenen Angaben in der Weser-Ems-Region über 45 sogenannte Giga-Tower, 20 Sendestationen auf Gebäuden und zwölf mobile Sendestationen. Damit würden rund 40 .000 Haushalte und etwa 5000 Betriebe erreicht.

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung 

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Funklöcher könnten bald geschlossen sein - OM online