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Funde sorgen für Kopfschütteln bei Müllsammlern

Viele Glasflaschen und Sperrmüll wurden einfach in die Natur entsorgt. Die Helfer des Friesoyther Umwelttages haben dafür kein Verständnis.

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Jede Menge Unrat: : In Gehlenberg konnten Hans Meyer (links) und Hubert Schrand problemlos einen Anhänger mit Müll vollladen. Foto: Knipper

Jede Menge Unrat: : In Gehlenberg konnten Hans Meyer (links) und Hubert Schrand problemlos einen Anhänger mit Müll vollladen. Foto: Knipper

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Friesoythe und die Friesoyther Jusos hatten sich dafür stark gemacht, den städtischen Umwelttag trotz Corona unter Einhaltung der bestehenden Infektionsschutzvorschriften doch stattfinden zu lassen – und sehen sich rückwirkend bestätigt. Die Aktion sei ein voller Erfolg gewesen, meint SPD-Ratsherr Eike Baran. "In unserer Karte wurden 98 Gebiete markiert und 234,1 Hektar als gesäubert bestätigt", sagt er, "insofern hat dieses Hilfsmittel zumindest ein bisschen geholfen, die Arbeiten zu koordinieren."

Bereits 2019 hatten die Jusos angeregt, die verschiedenen Umweltinitiativen in den Ortschaften zu bündeln und zu unterstützen. Die Stadt Friesoythe hatte diese Überlegungen aufgegriffen und die Aktionen koordiniert. "Es haben sich nicht nur Einzelpersonen, sondern teilweise auch ganze Einrichtungen und Gemeinschaften gefunden, die bei der Aktion mitgewirkt haben", ergänzt Juso-Vorsitzender Jonas Schulte. In diesem Jahr hätten sich an mehreren Standorten Einzelpersonen, Familien und kleine Gruppen entschieden, auch ohne Eintragung in die Karte coronakonform an der Müllsammelaktion teilzunehmen.

Für Familie Buhr war mit 2 vollen Schubkarren noch lange nicht Schluss mit Müllsammeln. Foto: BuhrFür Familie Buhr war mit 2 vollen Schubkarren noch lange nicht Schluss mit Müllsammeln. Foto: Buhr

"Wir bedanken uns bei allen eifrigen Müllsammlerinnen und Müllsammlern, die überwiegend am Sonnabend trotz ungünstiger Wetterbedingungen überall in Friesoythe den Unrat an den Straßen und in der Landschaft entfernt haben", so Melanie Buhr für die SPD-Ratsfraktion. Über das gesamte Wochenende seien zahllose Säcke mit Müll gefüllt worden.

"Es war erschreckend, was sich alles so finden ließ, nicht nur Müll von bekannten Fastfood-Ketten, sondern vor allem Alkoholflaschen und Sperrmüll, der einfach irgendwo abgeladen wurde", stellt Thies Block fest. "Die Beweggründe der Umweltsünder sind kaum nachzuvollziehen", kann Jonas Schulte nur mit dem Kopf schütteln, "denn gerade Sperrmüll und ausgediente elektrische Kleingeräte können im haushaltstypischen Umfang ganz legal, mühelos und kostenlos entsorgt werden".

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