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Frühförderung: Caritas stellt neue Anlaufstelle vor

Kompetenzzentren in Friesoythe und Cloppenburg unterstützen Eltern und Erzieherinnen künftig dabei, Kinder mit Förderbedarf optimal in ihrer Entwicklung zu betreuen.

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Mit dem Angelspiel demonstrieren (von links) Ruth Maria Schute, Heike Büter-Block und Monika Klingbeil, wie Kinder mit Förderbedarf spielerisch in ihrer Entwicklung unterstützt werden können.  Foto: Stix

Mit dem Angelspiel demonstrieren (von links) Ruth Maria Schute, Heike Büter-Block und Monika Klingbeil, wie Kinder mit Förderbedarf spielerisch in ihrer Entwicklung unterstützt werden können.  Foto: Stix

Es gibt Situationen, da werden Eltern oder Erzieherinnen stutzig. Wenn das Kindergartenkind beispielsweise wenig Interesse an seiner Umgebung zeigt, sehr schüchtern oder aggressiv ist, nicht auf direkte Ansprache reagiert oder keinen Kontakt aufnimmt. Ob sich dahinter ein Förderbedarf verbirgt und wie man dem gerecht werden kann, ist dabei oft unklar. Der Caritas-Verein Altenoythe hat jetzt sein Beratungs- und Unterstützungsangebot im Landkreis in zwei Kompetenzzentren gebündelt. Für den Nordkreis ist die Anlaufstelle in der "Kita für Alle" in Friesoythe angesiedelt, für den Südkreis in Cloppenburg.

Diese Frühförderung, ein Hilfsangebot für Kinder von der Geburt bis zur Einschulung, ist Teil des Fachdienstes für Koordination und Teilhabe (FAKT), der Anfang des Jahres ins Leben gerufen wurde und nach der Konzeptions- und Aufbauphase jetzt seine Arbeit aufnimmt. Die Angebote der Frühförderung hat der Caritas-Verein deshalb am Montagnachmittag über 30 Erzieherinnen aus Kindertagesstätten im gesamten Nordkreis vorgestellt. "Erzieherinnen sind Multiplikatoren", erläutert Ruth Maria Schute, die das Team der Frühförderung Nord leitet. "Eltern wenden sich oft zuerst an die Erzieherinnen der Krippe oder Kindertagesstätte, die das Kind besucht, wenn sie sich Sorgen um die Entwicklung des Kindes machen."

Oft fallen Entwicklungsverzögerungen überhaupt erst auf, wenn ein Kind in der Kita mit anderen Kindern zusammen ist. In solchen Fällen können sich Erzieherinnen beim Kompetenzzentrum melden, um eine Fachberatung in Anspruch zu nehmen. "Da werden die Eltern immer vorher gefragt, ob es für sie in Ordnung ist, wenn die Erzieherin sich eine Beratung holt", versichert Schute. Ein Teammitglied verschafft sich dann in der Kita-Gruppe des Kindes einen eigenen Eindruck davon, ob eine Frühförderung sinnvoll erscheint. 

Nur noch eine Anlaufstelle für Eltern und Erzieherinnen

Die Idee hinter der Bildung des Kompetenzzentrums ist, dass Erzieherinnen und Eltern dadurch nur eine einzige Anlaufstelle benötigen, wenn sie Fragen zum möglichen Förderbedarf und den vorhandenen Angeboten haben. Das Team reagiert dann auf die Anforderungen der Eltern und die Bedarfe des Kindes. "Das Wichtigste ist, die Eltern mit Blick auf mögliche weitere Schritte und Fördermöglichkeiten gut zu beraten", betont Schute. "Da gibt es kein Schema F, das Vorgehen ist individuell und damit immer unterschiedlich."

Ist ein Förderbedarf vorhanden, erstellt das Team Förderpläne, um das Kind optimal und spielerisch in seiner Entwicklung zu unterstützen. Dazu gehören Entwicklungsanregungen in unterschiedlichen Bereichen, wie etwa Fein- und Grobmotorik, Wahrnehmung, Merkfähigkeit und Sozialverhalten. Außerdem arbeiten die Kompetenzzentren eng mit Ärzten, Sozialpädiatrischen Zentren und Therapeuten zusammen. Bei Bedarf werden die Eltern zudem bei der Erstellung von Anträgen für Fördermaßnahmen unterstützt und im bürokratischen Dschungel begleitet. "Bürokratie und Gesetzestexte schrecken viele Eltern erst einmal ab", hat Schute beobachtet.

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