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Früherer Bauhof entpuppt sich als Glücksfall für das Moor- und Fehnmuseum

Der Landkreis Cloppenburg hat das Areal in Elisabethfehn vom Land Niedersachsen erworben. Das Museum will die Schmiede in Zukunft für Vorführungen nutzen und Objekte im neuen Haus deponieren.

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Haus Nummer 45: Landtagsabgeordneter Karl-Heinz Bley (von links), Stiftungsvorstandsvorsitzender Hans Eveslage, Museumsleiterin Antje Hoffmann, Landrat Johann Wimberg und Kreisrat Neidhard Varnhorn freuen sich über den neuen Zweck des alten Gebäudes. Foto: Hahn

Haus Nummer 45: Landtagsabgeordneter Karl-Heinz Bley (von links), Stiftungsvorstandsvorsitzender Hans Eveslage, Museumsleiterin Antje Hoffmann, Landrat Johann Wimberg und Kreisrat Neidhard Varnhorn freuen sich über den neuen Zweck des alten Gebäudes. Foto: Hahn

Das Moor- und Fehnmuseum in Elisabethfehn bekommt mehr Platz: Der frühere Bauhof des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) ist in den Besitz des Landkreises Cloppenburg übergegangen und wird nun dem Museum zur Dauernutzung überlassen. Der Landkreis hat das 5000 Quadratmeter große Areal an der Hauptstraße für 200.000 Euro vom Land gekauft.

"Ein Glücksfall für das Museum", freute sich Antje Hoffmann bei der symbolischen Schlüsselübergabe. Die Geschäftsführerin des Museums war schon länger auf der Suche nach einer passenden Immobilie.

"Der Zustand ist nicht so katastrophal wie gedacht."Antje Hoffmann, Museumsleiterin

Als das Bauhofgelände in der direkten Nachbarschaft veräußert werden sollte, ergriff Hans Eveslage die Initiative. Da dem Museum  das Geld für einen Kauf fehlte, wandte sich der Vorstandsvorsitzende der Museumsstiftung und frühere Landrat an den Kreis Cloppenburg.

Sein Nachfolger Johann Wimberg konnte den Kauf veranlassen. "Einvernehmlich und fraktionsübergreifend", verwies Wimberg auch im Beisein von Kreisrat Neidhard Varnhorn auf die Entscheidung des Kreistages. Am 19. Februar wurde der Kaufvertrag unterschrieben.  Landtagsabgeordneter Karl-Heinz Bley (CDU) stellte zuvor die Verbindung zum Landesliegenschaftsfonds her.  

Mit Blick auf die historische Bedeutung des Hauses soll noch ein Bodengutachten vorgenommen werden, der Monumentendienst wird die Instandsetzung begleiten. "Der Zustand ist nicht so katastrophal wie gedacht", erklärte die Museumsleiterin. Der Boden des Betriebsgebäudes, das auf Pfeilern errichtet wurde, ist angesichts des moorigen Untergrundes zum Teil versackt. "Die Restaurierung ist mit viel Aufwand aber wenigen Mitteln möglich", ergänzt Eveslage. Die Arbeiten sollen mit Eigen- und Fördermitteln des Moor- und Fehnmuseums geleistet werden. 

Platz soll vor allem als Depot der Sammlungsobjekte dienen

Ein detailliertes Nutzungskonzept für die neuen Räume gebe es noch nicht, so Eveslage. Das Museum brauche vor allem Platz, um die Sammlungsobjekte zu deponieren. Weiterhin könnten dort auch Büros eingerichtet werden. Die alte Schmiede soll der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und für aktive Vorführungen genutzt werden. "Wir haben sie bei einer Begehung eher zufällig entdeckt", verrät Hoffmann. Alle Werkzeuge hängen noch an der Wand und die Maschinen laufen – nur ein Amboss fehlt noch. 

Die beinahe vollständige Schmiede wurde eher zufällig bei einer Begehung entdeckt: Die Museumsleiterin Antje Hoffmann möchte diese für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Foto: HahnDie beinahe vollständige Schmiede wurde eher zufällig bei einer Begehung entdeckt: Die Museumsleiterin Antje Hoffmann möchte diese für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Foto: Hahn

Die Schmiedeausrüstung stammt von Peter Groothoff, der lange Zeit den Bauhof leitete. Er hatte bei Dorfschmied van Deest gelernt. Unterstützung bei der geplanten Integration der Dorfschmiede erhält das Museum vom Schmied des Kooperationspartners Museumsdorf Cloppenburg.

Die Fahrzeughalle auf dem Gelände kann beinahe direkt in Betrieb genommen werden. Darin sollen große Maschinen für die Torfgewinnung stehen, "die wir jetzt endlich in unseren Bestand aufnehmen können", so Hoffmann. Die Museumsleiterin plant zudem auch die Nutzung des Wasserweges zwischen Museum und seinem "neuen" Gebäude.

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