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Frisia plant Beachanlage im Huntestadion

Der Goldenstedter Sportverein trifft mit seinen Vorhaben auf Zustimmung im Fachausschuss. Auch der SV Fortuna Einen bekommt einen Zuschuss.

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Bis zum ersten Aufschlag in Goldenstedt dauert es noch. Foto: dpa/Stratenschulte

Bis zum ersten Aufschlag in Goldenstedt dauert es noch. Foto: dpa/Stratenschulte

Um ein weiteres Sportangebot für die Sommermonate im Huntestadion anzubieten, hat der TuS Frisia Goldenstedt einen Zuschuss bei der Gemeinde Goldenstedt für eine Beachanlage beantragt. Der Vereinsvorsitzende Martin Meyer stellte das Vorhaben am Donnerstagabend im Ausschuss für Jugend-, Sport- und Marktangelegenheiten vor.

Demnach ist vorgesehen, im nächsten Jahr ein Mehrzwecksandspielfeld zu errichten für Beachhandball, Beachsoccer und Beachvolleyball. Zudem seien dort Weitsprung oder Kugelstoßen möglich sowie, wie aus der Beschlussvorlage hervorgeht, eine Nutzung für Boccia, Boule sowie Fitness- und Koordinationstraining. Der Verein wolle mit Strom- und Wasseranschluss für die nötige Infrastruktur sorgen, so Meyer.

Zudem werde der Strahler eines Flutlichtmastes so ausgerichtet, dass auf der Sandfläche auch im Dunkeln gespielt werden kann. Der Platz soll vor allem für Hand- und Fußballtrainingseinheiten im Sommer dienen, aber auch allen Vereinsmitgliedern und Interessierten zur freien Verfügung stehen. Die Gesamtkosten, unter anderem für die fest installierten Hülsentore, die Volleyballanlage und den Erdaushub, belaufen sich laut Verwaltung auf rund 17. 000 Euro.

Die Ausschussmitglieder – darunter Martin Meyer in Vertretung eines Parteifreundes für die CDU-Fraktion – votierten einstimmig für die Übernahme von einem Drittel der Kosten. Wichtiger Zusatz: Sofern die neuen Zuschussrichtlinien – über die fraktionsübergreifend Konsens besteht – beschlossen sind und daraus ein höherer Zuschuss (50 Prozent) resultiert, ist dieser auszuzahlen: 8.500 Euro.

Weitere Themen aus dem Ausschuss:

  • Beregnungsanlage:

Des Weiteren beantragte der TuS Frisia Goldenstedt einen Zuschuss für eine automatisierte Beregnungsanlage auf dem zweiten Platz. Auf dem Hauptplatz habe man vor einigen Jahren ohne Zuschuss der Gemeinde in Eigenleistung so eine Anlage verlegt und angeschlossen, sagte Martin Meyer. "Sie erleichtert einem Platzwart wirklich die Arbeit." Zudem lasse sich ressourcenschonend weniger Wasser konzentrierter einsetzen und mit einer weiteren Anlage sei die vorhandene Infrastruktur kompatibel. Der Fachausschuss stimmte geschlossen für die Übernahme von einem Drittel der Kosten, die etwa 13.000 Euro betragen. Aus den 4.400 Euro könnten 6.500 Euro werden, falls die neuen Zuschussrichtlinien mit einem 50-prozentigen Zuschuss in Kraft treten.

  • Energetische Sanierungen:

Auch der SV Fortuna Einen war mit seinem Zuschussantrag für energetische Sanierungsmaßnahmen im Vereinsheim erfolgreich. Hier werden die Gesamtkosten mit rund 35.000 Euro beziffert. Da es sich vorwiegend um energetische Maßnahmen handelt, wurde vom Verein ein Zuschuss von 50 Prozent (maximal 17.500 Euro) beantragt. Dem stimmte der Ausschuss zu – vorbehaltlich der Änderung der Zuschussrichtlinien. Ansonsten bleibt es bei einem Drittel.

Den Hintergrund des Antrags trug die Ausschussvorsitzende Anne Scheele (vormals von Döllen, IGG) vor. Demnach hat der Vorstand des SV Fortuna Einen beschlossen, die WC-Anlagen, das Schiedsrichterbad und die Innentüren des Vereinsheims nach 1999 erneut zu sanieren. Eine Begutachtung habe ergeben, dass die Leitungen für Wasser und Abwasser ober- und unterirdisch erneuert werden müssen. Erhebliche Mängel, etwa eine Durchfeuchtung der Wände, seien in der Schiedsrichterdusche festgestellt worden.

"Des Weiteren sind die Toiletten und die Waschbecken abgenutzt und verbraucht. Außerdem sind die Wände seinerzeit nicht mit einer wasserundurchlässigen Sperrschicht versehen worden, um eine Schimmelbildung zu vermeiden", las Scheele vor. Durch die Sanierung werde der Energiebedarf erheblich sinken. Zudem würden gesundheitliche Gefahren aufgrund von Schimmelbildung ausgeschlossen. Der vorzeitige Baubeginn, um den der SV Fortuna gebeten hatte, wurde von der Verwaltung genehmigt.

"Die Vereine beantragen Gelder und dann sollten auch Vertreter der Vereine hier sein und das ganze mitverfolgen. Einfach nur einen Antrag stellen, kann jeder."Martin Meyer, Vorsitzender TuS Frisia Goldenstedt

Martin Meyer unterstrich die Notwendigkeit der Maßnahmen. "Ich selber als Fußballer kenne die Kabinen gar nicht anders wie sie heute sind. Gerade durch Corona wissen wir, was wir da an Hygienemaßnahmen erledigen müssen als Verein." Gleichwohl bemängelte der Frisia-Vorsitzende in Richtung der (nicht anwesenden) Einer Sportfreunde: "Die Vereine beantragen Gelder und dann sollten auch Vertreter der Vereine hier sein und das ganze mitverfolgen. Einfach nur einen Antrag stellen, kann jeder."

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