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Friesoyther Spadaka kauft Volksbankgebäude

Das Kreditinstitut erwirbt die Immobilie am Hansaplatz und bereitet die Fusion mit der Voba Bösel vor. Neues Gewerbe siedelt sich an der Kirch- und der Bahnhofstraße an.

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Neue Besitzverhältnisse: Ihre Immobilie in Friesoythe hat die Volksbank Oldenburg an die Spadaka Friesoythe verkauft. Foto: Claudia Wimberg

Neue Besitzverhältnisse: Ihre Immobilie in Friesoythe hat die Volksbank Oldenburg an die Spadaka Friesoythe verkauft. Foto: Claudia Wimberg

Corona bremst auch in Friesoythe die Bewegung von Handel und Wirtschaft, doch Stillstand herrscht in der Stadt nicht: So hat die Spar- und Darlehnskasse, die kurz vor der Fusion mit der Volksbank Bösel steht, nun das Gebäude der Volksbank in Friesoythe erworben. "Die Tinte ist trocken", bestätigte Bankvorstand Klaus Hüls den Kauf von der Volksbank Oldenburg.

Das Kreditinstitut hat die Türen der Friesoyther Filiale an der Kirchstraße gestern geschlossen und damit eine hundertjährige Geschichte beendet. Für die Spadaka ein Objekt an zentraler Stelle, das nach Ansicht des Vorstandes optimale Bedingungen bietet. "Das kommt uns sehr gelegen, denn wir brauchen mehr Platz", begründete Hüls den Erwerb und verweist auf insgesamt rund 100 Mitarbeiter, die nach der Fusion zu Kollegen werden. Längere Zeit war im rund 140 Quadratmeter großen Obergeschoss eine Anwaltskanzlei untergebracht, künftig steht der Genossenschaftsbank jedoch das komplette Gebäude zur Verfügung. Ideen, welche Geschäftsbereiche ins zusätzliche Domizil am Hansaplatz ziehen könnten, gebe es, konkrete Pläne jedoch noch nicht, sagte Hüls.

"Haargenau" werde aktuell dagegen die Zusammenlegung geplant. Die beiden Vertreterversammlungen in Bösel und Friesoythe sind für den 9. und 11. Juni terminiert. Damit wäre der juristische Akt vollzogen, die technische Verschmelzung soll dann im Oktober folgen. Für den vierköpfigen Vorstand ein zukunftsorientierter Schritt "mit tollem neuen Konzept."

Nur die Grundmauern bleiben stehen: Das Gebäude wird im Bestand umgebaut, der Friseur zieht an die Lange Straße. Foto: Claudia WimbergNur die Grundmauern bleiben stehen: Das Gebäude wird im Bestand umgebaut, der Friseur zieht an die Lange Straße. Foto: Claudia Wimberg

Veränderungen sind auch an der Bahnhofstraße vorgesehen. Das Gebäude der früheren Drogerie Rieger soll in seinem Bestand komplett umgebaut werden. "Die Grundmauern bleiben stehen", teilte Markus Nonnenmacher als Besitzer der Immobilie mit. Bislang war im Erdgeschoss ein Friseursalon untergebracht, der an die Lange Straße zieht und seine Kunden ab März am früheren Standort von Foto Plaggenborg frisiert.

Laut Nonnenmacher sind Fördergelder für eine energetische Sanierung beantragt worden. "Dann geht es sofort los", so der Friesoyther und verweist auf fertig ausgearbeitete Pläne. Wie zuvor auch, soll es im Erdgeschoss eine Gewerbeansiedlung geben. Im Obergeschoss wird Platz für Wohnraum geschaffen.

Auf Hofspezialitäten folgt Floristik

Nur kurze Zeit leer steht ein Teil der unteren Etage im Werkhaus Pancratz. Nach dem Auszug der "Hümmlinger Hofspezialitäten" befindet sich Melanie Noormann mit stilvoller Floristik schon in den Startlöchern. "Wenn Corona es zulässt würde ich gerne nach Ostern eröffnen", sagt die Friesoytherin, die sich auf die Ausrichtung von Hochzeiten spezialisiert hat und neben Ausstattung und Design auch die Traurede übernimmt. Ein "normaler" Blumenladen soll es an der Kirchstraße nicht werden, die Floristin legt Wert auf individuelles Design und möchte auch Workshops anbieten.

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