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Friesoyther Hospiz lässt Schüler "Koffer für die letzte Reise" packen

An dem "wanderlicht“-Projekt haben sich Zehntklässler  des Albertus-Magnus-Gymnasiums beteiligt. In einer  Ausstellung in der Kunsthalle Cloppenburg werden im Oktober die Ergebnisse zu sehen sein.

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Stolze Präsentation der Koffer für die letzte Reise: Linus Knoll (von links), Martha Ortmann, Vincent Kovac und Johannes Kirchberg. Es fehlt Mick Abeln. Foto: Kessens

Stolze Präsentation der Koffer für die letzte Reise: Linus Knoll (von links), Martha Ortmann, Vincent Kovac und Johannes Kirchberg. Es fehlt Mick Abeln. Foto: Kessens

Das Leben neu schätzen lernen, das Nachdenken über die Endlichkeit des Lebens, Freundschaften intensiver leben, die Zeit auf Erden genießen, die Angst vor dem Tod überwinden – das waren nur einige von vielen Gedanken, die sich eine 10. Klasse des Albertus-Magnus-Gymnasiums beim "Kofferpacken für die letzte Reise“ gemacht hat.

Die Aktion "Mein Koffer für die letzte Reise“ ist ein Projekt des stationären Hospiz' "wanderlicht“ und spricht verschiedene Bevölkerungs- und Gesellschaftsgruppen an, sich mit der Endlichkeit des Lebens auseinanderzusetzen. Mit viel Enthusiasmus hatten sich vier Gruppen aus der 10. Klasse zusammengetan und sich intensiv mit der Thematik beschäftigt. Religionslehrer Marcus Chaveriat ließ die Schülerinnen und Schüler in 4 Doppelstunden gewähren. Herausgekommen sind dabei ganz individuell und persönlich gepackte Koffer. Selbst nach Schulschluss trafen sich einige Gruppen, "so hat uns das Thema gepackt“.

So geht beispielsweise der erste Schulfüller mit auf die Reise

Jeder Gegenstand, der im Koffer lande, habe seine Berechtigung, einigten sich die Schüler. So geht beispielsweise der erste Schulfüller mit auf die Reise ("weil damit alles begann“) oder eine gewonnene Medaille beim DJK-Sportfest oder ein Totenbild zur Erinnerung an den verstorbenen Großvater. Ein Kuscheltier durfte nicht fehlen, ebenso wenig die Fußballschuhe oder drei Haselnüsse. "Wir haben uns noch besser kennengelernt“, stellten vier befreundete Jugendliche fest, in deren Leben Religion eine Rolle spielt.

Bei vielen ist das Abendgebet noch üblich, einige sind teilweise bei den Messdienern engagiert, doch auf den sonntäglichen Kirchgang verzichten die meisten, denn "Gott und Kirche sind zwei Paar Schuhe“. Auch ein Zeugnis der ersten Klasse ist dabei, Urlaubsbilder und Fotos von gemeinsamen Unternehmungen sind im Koffer zu finden. "All das beweist, wie toll das Leben ist“, stellten die Schüler fest, "und uns ist klar, es ist vergänglich, aber wir leben die schönen Momente intensiver“. Sogar ein weißes Blatt Papier landet im Koffer. "Ich konnte nichts Treffendes finden – es ist alles in meinem Kopf“. Alle vier Koffer werden neben weiteren elf in einer Ausstellung des Hospiz' "wanderlicht" am 8. Oktober (Samstag) in der Kunsthalle Cloppenburg ausgestellt.

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