Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Friesoyther Bildungswerk setzt auch nach Corona auf digitale Angebote

Lernvideos oder Podcasts werden im "Digi-Studio" nun mit Profi-Equipment aufgezeichnet. 13 Einrichtungen aus der Region wollen nachhaltig die Ressourcen nutzen und digitale Angebote weiterentwickeln.

Artikel teilen:
Die neueste Technik: Annette Hopfmann (von links), Nicola Fuhler, Jessica Stark und Tim Weyl (digital zugeschaltet) testen das Digi-Studio. Foto: Hahn

Die neueste Technik: Annette Hopfmann (von links), Nicola Fuhler, Jessica Stark und Tim Weyl (digital zugeschaltet) testen das Digi-Studio. Foto: Hahn

Das Katholische Bildungswerk Friesoythe zieht aus der Corona-Pandemie eine Lehre und setzt in Zukunft verstärkt auf digitale Angebote. Dafür steht neuerdings im alten Rathaus ein digitales Studio bereit, das kooperierende Einrichtungen mitnutzen können. Greenscreen, Mikrofon, Headsets, Lichtstative, mehrere Kameras oder auch ein Touch-Panel zur Bedienung – das hochwertige Equipment sorge für den professionellen Rahmen, berichtet Geschäftsführerin Nicola Fuhler mit ihren Mitarbeiterinnen Annette Hopfmann und Jessica Stark.

Die Friesoyther Bildungseinrichtung habe schon zu Beginn der Pandemie auf Unterrichtung über Videokonferenzen umgestellt, blickt Fuhler zurück. Das Fazit: Es hat gut funktioniert. Nun soll weiterhin auf digitale Bildungsformate gesetzt werden. Im ländlichen Raum gebe es mit weniger Angeboten und langen Anfahrtswegen immer noch Hindernisse für Menschen, die sich weiterbilden möchten. So werden Barrieren aufgehoben, betont Fuhler, beispielsweise alleinerziehende Eltern könnten einfach von zu Hause aus an Kursen teilnehmen.

13 Kooperationspartner können das digitale Studio nutzen

"Unser Radius wird dadurch erweitert", erläutert Fuhler, sie hätten bereits Teilnehmende aus Hannover oder von der Insel Sylt bei Kursen gehabt. Zudem würden die Ressourcen nachhaltig genutzt werden, schildert die Geschäftsführerin an einem Beispiel. Wenn ein Kurs in Lingen wegen weniger Anmeldungen ausfällt, kann ohne die Fahrt nach Friesoythe am dortigen Kurs teilgenommen werden. Für Online-Schulungen biete die Technik zudem einen besseren Überblick, weil Teilnehmende, Referierende und die Präsentation gleichzeitig zu sehen sind. 

Erklärvideos, Lernfilme, Podcasts oder Live-Schaltungen – der Bedarf sei da, resümiert das Friesoyther Bildungswerk. 13 Einrichtungen der Erwachsenenbildung kooperieren und wollen die Studio-Infrastruktur in Friesoythe gemeinsam nutzen. Die vor allem weibliche Zielgruppe sei beinahe identisch. Zu den Kooperationspartnern gehörten unter anderem die Basys gGmbH (Berufsausbildung mit System und Zukunft) aus Cloppenburg, das Bildungswerk Vechta und Dammer Berge, das Katholische Bildungswerk Barßel, die Akademie Überlingen sowie das Ludgerus-Werk aus Lohne.

Rund 18.500 Euro kostet die komplette Ausrüstung

Die Zusammenarbeit soll aber über die gemeinsame Nutzung des "Digi-Studios" hinausgehen. Zusammen sollen digitale Lerninhalte erarbeitet werden, über eine Kollaborationsplattform sollen alle Einrichtungen davon profitieren können. So sieht es das Konzept vor, das das Bildungswerk Friesoythe für die Förderung erarbeitet hat. Rund 18.500 Euro wurden der Landeseinrichtung der katholischen Erwachsenenbildung für das Projekt zur Verfügung gestellt. Das Bildungswerk möchte gerne weitere Einrichtungen für die Nutzung und Weiterentwicklung der digitalen Angebote gewinnen.

"Die Handhabung ist einfach und das System anpassbar", erklärt Jessica Stark, die für die Erklärung und Terminbuchungen zuständig ist. Die Ausrüstung sei aber auch transportabel, was zum Beispiel für die Veranstaltungsreihe des politischen Themenabends von Vorteil sei. In dem neuen "Haus für Bildung und Begegnung" des Bildungswerks sei ebenfalls ein Raum für das "Digi-Studio" geplant.

So verpassen sie nichts mehr. Mit unseren kostenlosen Newslettern informieren wir Sie über das Wichtigste aus dem Oldenburger Münsterland. Jetzt einfach für einen Newsletter anmelden!

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Friesoyther Bildungswerk setzt auch nach Corona auf digitale Angebote - OM online