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Friesoythe ist für den Aktionskreis eine Herzensangelegenheit

Der Aktionskreis "Wir gestalten unsere Stadt" hat in den vergangenen 30 Jahren etwa 25 Projekte ins Leben gerufen. Dieses Jahr rückt die Gestaltung zentral liegender Freiflächen in den Fokus.

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Beschlossene Sache: Seit 10 Jahren können auf Initiative des Aktionskreises die Liebesschlösser am Soestengeländer an der Wassermühle befestigt werden. Foto: Wimberg

Beschlossene Sache: Seit 10 Jahren können auf Initiative des Aktionskreises die Liebesschlösser am Soestengeländer an der Wassermühle befestigt werden. Foto: Wimberg

Die ewige Liebe kann seit 10 Jahren an der Soeste besiegelt werden. Zumindest in Schlossform und dem ersten Liebesschloss von „Heike und Haiko“ 2013 schlossen sich schnell zahlreiche weitere an. Der Schlüssel wird nach florentinischem Brauch mit den Worten „per sempre“ ins Wasser geworfen und der Romantik einen breiten symbolischen Raum gegeben.

Das Herzensprojekt an der Wassermühle, dessen Auftaktschlösser allerdings 2014 von Vandalen gestohlen wurden, ist eines von rund 25, die der Friesoyther Aktionskreis „Wir gestalten unsere Stadt“ in den vergangenen 30 Jahren ins Leben rief.„Immer wieder schön anzusehen und mit sehr persönlichen Geschichten verbunden“, betonte Vorsitzende Dorothea Kuhlmann-Arends beim Blick auf das bisher Geleistete. Für den Verein wurde damals ebenfalls ein Schloss angebracht und die Vorstandsmitglieder verbanden ihren Schlüsselwurf mit dem Versprechen, sich nach besten Kräften für Friesoythe zu engagieren.  

Gotischer Ring: Der Fingerring aus den 14. Jahrhundert fiel Experten bei Ausgrabungsarbeiten 1992 an der Ecke MoorstraßeRingstraße in die Hände und dem Fund an Ort und Stelle ein Denkmal gesetzt. Foto: WimbergGotischer Ring: Der Fingerring aus den 14. Jahrhundert fiel Experten bei Ausgrabungsarbeiten 1992 an der Ecke Moorstraße/Ringstraße in die Hände und dem Fund an Ort und Stelle ein Denkmal gesetzt. Foto: Wimberg

Und das tun sie seit 1993, als der Aktionskreis noch unter dem Namen „Wir verschönern unsere Stadt“ gegründet wurde. Dorothea Kuhlmann-Arends war von Anfang mit dabei und übernahm 2013 den Vorsitz von Inge Gamers. Komplettiert wird das Führungsgremium von Bernd Stuke, Roswitha Krause, Christa Beermann und Sabine Dedden. Die Vorsitzende freut sich aktuell über neue und junge Gesichter, die sie in der kommenden Mitgliederversammlung im März begrüßen kann, „und die sich aktiv bei uns einbringen möchten“.   

Zu öffentlichkeitswirksamen Projekten der Vergangenheit zählen die Fassadenmalerei an der Lange Straße, der „Sensenschmied“ als Bronzedenkmal oder das Glockenspiel am alten Rathaus. 2012 wurde der „Gotische Ring“ als Stele enthüllt. Der original Fingerring aus dem 14. Jahrhundert fiel Experten bei Ausgrabungsarbeiten 1992 an der Ecke Moorstraße/Ringstraße in die Hände. Wer so einen Ring in Gold oder Silber selbst tragen möchte, kann ihn bei den Juwelieren der Stadt erwerben. „Eine wunderbare Folgeaktion“, betonte Kuhlmann-Arends.

Immer wiederkehrend der Friesoyther Adventskalender an den Fenstern des alten Rathauses, bei dem der Verein mit dem Kunstkreis kooperiert und der Feuerwehr für ihre jährliche Unterstützung beim Aufbau dankt.  

Im vergangenen Jahr sind zwei Wasserfontänen installiert worden

Die Installation von zwei Wasserfontänen war die Idee, die 2022 umgesetzt wurde, um die Soeste in der Stadtmitte „sichtbar“ zu machen. Für 2023 haben sich die Mitglieder ebenfalls schon längst Gedanken gemacht und die Gestaltung zentral liegender Freiflächen in den Fokus genommen. „Sie nur als Park- oder Stellfläche zu nutzen, ist einfach viel zu schade“, kommentiert die Vorsitzende, ohne zu viel verraten zu wollen.

Kreative Ideen aus der Bevölkerung würden gerne gehört und angesichts der geschichtlichen Identifikation sei eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem Heimatverein geplant. Für „Weihnachten im Hof“, das seit 2019 nicht mehr stattfand, wollen Aktionskreis, Kunstkreis und das Werkhaus Pancratz ein neues Planungskonzept erarbeiten, damit die Veranstaltung 2023 wieder organisiert werden kann.  

Themen wie Natur und Klimawandel bleiben grundsätzlich auf der Agenda und der Verein setzt sich dafür nachhaltig durch Pflanz- und Begrünungsaktionen ein. Darüber hinaus soll auch die Digitalisierung an ihm nicht vorbeiziehen: Eine eigene Homepage und der Informationsaustausch im Online-Format sollen diskutiert werden.

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