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Friesoythe: Am höchsten, am längsten und am kleinsten

Friesoythe ist die zweitgrößte Stadt im Landkreis Cloppenburg - und die nördlichste deutsche Stadt im Ring der europäischen Schmiedestädte. Doch was sind eigentlich die extremsten Orte in der Kommune?

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Der kleinste See: der Fischteich im Stadtpark.  Foto: Stix

Der kleinste See: der Fischteich im Stadtpark.  Foto: Stix

Größter und kleinster See:
Die größte zu Friesoythe gehörende Wasserfläche ist Teil eines noch viel größeren Gewässers. Die Thülsfelder Talsperre ist insgesamt 170 Hektar groß. Rund zehn Prozent davon, etwa 17 Hektar, liegen auf Friesoyther Stadtgebiet. Den Gegenpol bildet der Kleine Fischteich im Friesoyther Stadtpark. Er ist einer von vier Teichen in dem Grüngürtel, der sich von der Burgwiese bis zum Rathaus zieht.

Die größte Ortschaft:
Am 1. März 1974 wurden Altenoythe, Friesoythe, Gehlenberg, Markhausen, Neuscharrel und Neuvrees zur Stadt Friesoythe zusammengeschlossen. Friesoythe selbst ist mit 10864 Einwohnern (Stand: 31.12.2019) die größte Ortschaft. Die sechs Ortschaften der Stadt unterteilen sich in 22 Ortsteile. Apropos Größe: Die Stadt insgesamt ist mit 247 Quadratkilometern so groß wie Frankfurt am Main. Das reicht für Platz 45 in der Liste der 100 flächenmäßig größten Städte und Gemeinden Deutschlands.

Die kleinste Ortschaft: 
Mit ihren 957 Einwohnern ist Neuvrees die kleinste Ortschaft der Stadt Friesoythe, dicht gefolgt von Neuscharrel mit 983. Unter den 22 Ortsteilen Friesoythes finden sich vier mit einer nur zweistelligen Einwohnerzahl: Ikenbrügge (26), Heinfelde (47), Schwaneburg (59) und Thülsfelde (87).

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Der höchste und der tiefste Punkt:
Wer in Friesoythe für eine Alpenüberquerung trainieren will, hat schlechte Karten. Der höchste Punkt misst gerade mal 38,9 Meter über Normal Null und liegt auf dem Langer Berg bei Augustendorf an der südlichen Gemeindegrenze. Der niedrigste Punkt ist davon über 20 Kilometer entfernt: Im Bereich Ikenbrügge, etwa 500 Meter südlich vom Zusammenfluss der Soeste mit der Lahe, liegt Friesoythe gerade mal 3,7 Meter über dem Meeresspiegel.

Das höchste Gebäude:
71 Meter misst der Funkturm der Deutschen Telekom in der Straße Burkamp vom Boden bis zur höchsten Antennenspitze. Er überragt damit den Kirchturm der in direkter Nachbarschaft stehenden St.-Marien-Kirche um 19 Meter. Das höchste Haus der Stadt ist der 30 Meter hohe, 1974 fertig gestellte Turm des St.-Marien-Hospitals, der 1974 als Personalwohnheim eröffnet wurde und heute verschiedene Einrichtungen des Krankenhauses beherbergt.

Größte und kleinste Schule: 
Friesoythe ist eine Schulstadt. An zehn Grundschulen, einer Oberschule, einer Realschule, zwei Gymnasien, einer Förderschule und den Berufsbildenden Schulen lernen insgesamt 4600 Schüler. Die größte Schule der Stadt ist das Albertus-Magnus-Gymnasium mit rund 1200 Schülern, den Status der kleinsten Schule können derzeit zwei Schulen für sich in Anspruch nehmen. Mit gerade mal zehn Schülern war die Grundschule Hohefeld im Schuljahr 2019/2020 die wahrscheinlich kleinste Schule in Niedersachsen. Da sie mit Ablauf des Schuljahrs ihren Betrieb einstellte, trägt nun die Grundschule Neuscharrel den Titel. Hier lernen derzeit 18 Kinder.

Die größte Ortschaft: das Mittelzentrum Friesoythe. Foto: Stix
Die kleinste Ortschaft: Neuvrees. Foto: Alex
Der höchste Punkt: der Langer Berg bei Augustendorf. Foto: Stix
Das höchste Gebäude: Der Funkturm misst 71 Meter. Foto: Stix
Die kleinste Schule: Sie steht in Neuscharrel. Foto: Stix
Das älteste Gebäude: die Vituskirche in Altenoythe. Foto: Stix
Die kürzeste Straße: Die Pistolengasse misst gerade einmal 35 Meter. Foto: Wimberg

Das älteste noch existierende Gebäude:
Rund 900 Jahre hat die Vituskirche in Altenoythe inzwischen auf dem Buckel. Ein Vorläufer der Vituskirche wurde bereits um das Jahr 800 als Holzkirche an dieser Stelle errichtet. Der älteste Teil des heutigen Kirchenbaus stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist eines der ältesten Gotteshäuser im Oldenburger Münsterland. 1934 wurde die Kirche unter Denkmalschutz gestellt, am 14. April 1945 geriet der Kirchturm durch deutschen Artilleriebeschuss aus Bösel in Brand. Wie viele Kirchen hat auch die Vituskirche eine wechselvolle Baugeschichte. So wurden etwa im 13. Jahrhundert die Wände erhöht, im 15. Jahrhundert der Chor ausgebaut. Die jüngsten Sanierungsarbeiten datieren aus den 1980er Jahren.

Die längste und die kürzeste Straße:
Die längste Straße im Stadtgebiet ist die B 72. Sie durchquert Friesoythe in Nord-Süd-Richtung auf einer Länge von 17,4 Kilometern. Gerade mal 35 Meter misst dagegen die Pistolengasse im Friesoyther Stadtzentrum, die von der Burgstraße zum Gelände der St.-Marien-Kirche führt. Insgesamt sind die Straßen in Friesoythe 557,67 Kilometer lang. 438,88 Kilometer davon sind Gemeindestraßen.

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