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Friemerding löst Dr. Kessel als Dammer Heimatvereinsvorsitzenden ab

Nach 29 Jahren war Schluss. Im 125. Jahr des Bestehens des Vereins gab Dr. Jürgen Kessel den Vorsitz ab. Mit Edith Nienaber hat der Verein nun eine stellvertretende Vorsitzende.

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Am Ende einer langen Sitzung: Zufrieden mit den Ergebnissen zeigten sich (von links) Heinz Susok, Dr. Alfred Lindner, Ludger Migowski, Wolfgang Friemerding, Franz-Josef Nienaber, Jürgen Osterhues, Edith Nienaber, Dr. Jürgen Kessel, Thomas Fabricius, Ludger Rohe, Clemens Rießelmann und Waltraud Boving.  Foto: Lammert

Am Ende einer langen Sitzung: Zufrieden mit den Ergebnissen zeigten sich (von links) Heinz Susok, Dr. Alfred Lindner, Ludger Migowski, Wolfgang Friemerding, Franz-Josef Nienaber, Jürgen Osterhues, Edith Nienaber, Dr. Jürgen Kessel, Thomas Fabricius, Ludger Rohe, Clemens Rießelmann und Waltraud Boving.  Foto: Lammert

Nach 29 Jahren hat der Dammer Heimat- und Verschönerungsverein Oldenburgische Schweiz einen neuen Vorsitzenden. Nachdem Dr. Jürgen Kessel, seit 1993 im Amt, bei der Mitgliederversammlung am Donnerstag in der Scheune Leiber nicht mehr kandidierte, bestimmte die Versammlung den bisherigen Stellvertreter Wolfgang Friemerding zum neuen Vorsitzenden.

Auf den Posten der stellvertretenden Vorsitzenden wählten die Mitglieder des rund 220-köpfigen Vereins Edith Nienaber. Einen weiteren Wechsel gab es beim Schriftführer. Hier löst Ludger Migowski Heinz Susok ab, der ebenfalls seit 1993 im Amt war. Ganz offiziell ist Jürgen Osterhues nun Kassenwart, nachdem er das Amt bereits seit 2019 kommissarisch ausgeübt hatte.

Dr. Lindner und Jürgen Arlt bleiben Mühlenwarte

Ferner arbeiten im Vorstand mit Dr. Alfred Lindner und Jürgen Arlt als Mühlenwarte, Thomas Fabricius (Wanderwart), Franz-Josef Nienaber (Exkursionswart), Waltraud Boving (Leiterin Arbeitsgemeinschaft "Wi kürt Platt"), Ludger Rohe und Günter Hillmann (Leiter der AG "Familienkunde") sowie Clemens Rießelmann und Heiner Sack (Leiter der AG "Radwandern"). Wolfgang Friemerding wird  auch in Zukunft  das Stadtmuseum leiten.

Der neue Vorsitzende dankte seinem Vorgänger und attestierte ihm, neue Ansätze in der Vereinsarbeit gefunden zu haben. So habe er aus Anlass des 100-jährigen Vereinsbestehens die Reihe "Redezeit" begründet, die mit ihren hinsichtlich der Themen vielfältigen Vorträgen längst eines der Markenzeichen des Vereins sei.

"Er war für die Dammer Geschichte genau der Richtige."Wolfgang Friemerding

Weiter würdigte Wolfgang Friemerding die Forschungsarbeit Dr. Kessels über Damme. "Er war für die Dammer Geschichte genau der Richtige." So gehörte er auch zu den Mitherausgebern des Dammer Standdardwerks "Damme – eine Stadt in ihrer Geschichte".

Auch die Arbeit Heinz Susoks lobte der neue Vorsitzende: "Er hat seinen Job immer still vergnügt gemacht." Er sei stets zuverlässig gewesen, habe "alles klaglos erledigt". Beiden ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern überreichte Wolfgang Friemerding jeweils einen Damme-Gutschein.

Kessel hat das Handwerk ein wenig lernen dürfen

Dr. Kessel gestand ein, bei der Übernahme des Vorsitzendenamtes keine Ahnung gehabt zu haben, was auf ihn, den Zugereisten, zukommt. Er habe das "Handwerk ein wenig lernen dürfen". Wichtig bei einem solchen Amt sei es, Spaß an der Arbeit zu haben. Ausdrücklich dankte er allen, die sich ehrenamtlich im Verein engagieren. Ohne sie ließe sich das Vereinsleben nicht aufrecht erhalten.

Mit Blick auf mögliche Veranstaltungen im laufenden Jahr hatte Dr. Kessel zu Beginn der Versammlung miztgeteilt, unter anderem in Kontakt mit einem Referenten zu sein, der sich mit dem Thema Auswanderung beschäftigt. Zudem sei die Führung durch den Betrieb Zerhusen Kartonagen auf der Agenda.

Verein feiert im Herbst 125-jähriges Bestehen

Wolfgang Friemerding verwies darauf, dass der Heimatverein 2022 sein 125-jähriges Bestehen feiert. Eine am Donnerstag gegründete Arbeitsgruppe soll eine Feier vorbereiten, die im Herbst stattfinden soll.

Durchweg recht gute Bilanzen der Arbeit in den vergangenen 3 Jahren zogen die Leiter der einzelnen Gruppen. Dr. Lindner etwa zeigte sich insgesamt zufrieden mit den Instandsetzungsarbeiten rund um das Wasserrad der Mühle Höltermann, allerdings seien einige Teile im Mahlwerk falsch eingebaut.

Wanderer und Radfahrer sind wieder unterwegs

Waltraud Boving berichtete, die Runde "Wi kürt Platt" treffe sich schon seit längerem wieder. Das Interesse der Teilnehmer sei groß. Die Radwanderer sind jetzt wieder am am letzten Samstag eines Monats, die Wanderer an jedem 2. Samstag eines Monats unterwegs. Die Teilnehmerzahlen seien gut, hieß es. Als eine "sehr stabile Gruppe" bezeichnete Ludger Rohe die Arbeitsgruppe "Familienkunde".

Wegen der Corona-Pandemie blieben die Besucherzahlen im Museum nach Worten Wolfgang Friemerdings insgesamt hinter den Erwartungen zurück. Sie lageb 2020 bei 423 und 2021 bei 421 Personen. 2019 waren es 622 Besucher gewesen. Diese Zahl habe gezeigt, wie notwendig die neue Sonerausstellung über die Auswanderer nach Amerika gewesen war, um mehr Menschen ins Museum zu ziehen. Nur habe dem dann Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht.

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