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Frank Wassenberg: Ein Landwirt mit viel Engagement für sein Dorf

Sehr persönliche Ansichten, immer dieselben 10 Fragen: Frank Wassenberg plante den Strohbecken-Triathlon in Kroge und hilft, wo er gebraucht wird.

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Landwirt aus Leidenschaft: Frank Wassenberg steht auf seinem Hof in Kroge-Ehrendorf vor seinem Trecker. In seiner Freizeit engagiert er sich gerne für sein Dorf und die Landwirtschaft. Foto: Technow

Landwirt aus Leidenschaft: Frank Wassenberg steht auf seinem Hof in Kroge-Ehrendorf vor seinem Trecker. In seiner Freizeit engagiert er sich gerne für sein Dorf und die Landwirtschaft. Foto: Technow

Und? Wie ging es in letzter Zeit?
Besser als letzten Winter. Mir hat die Pandemie schon sehr zu schaffen gemacht. Ich bin ein geselliger Mensch. Feiern und Geselligkeit sind mein Lebenselixier. Genau am ersten Tag im Juni, als es möglich war, habe ich mit 100 Freunden in der Sport-Klause in Ehrendorf fast ohne Corona Auflagen die Silberhochzeit gefeiert. Vor einer Woche hatten wir in Kroge den Strohbecken-Triathlon. Das war schon fast ein Fest wie vor Corona. Hoffentlich bleibt es so.

Was haben Sie sich einmal so richtig gegönnt?
Vor ein paar Jahren war ich mit meiner Frau auf der Aida in New York und wir sind die amerikanische Küste runtergefahren. Auf dem Schiff hatte ich einen Auftritt bei „Voice of the Ocean“ und habe sogar gewonnen. Das Video dazu ging durch den Kreis. Die Fahrt und der Auftritt waren ein tolles Erlebnis.

Wenn Sie König von Deutschland wären: Was gehört als Erstes abgeschafft?
Um die Regelungsflut zu minimieren, würde ich drei Viertel aller Behörden schließen. Die Grünen würde ich abschaffen und alle NGOs hinterfragen (zum Beispiel Peta, BUND, Nabu). Wie kann es sein, dass diese Vereine gemeinnützig sind, wenn deren Geschäftsführer 5-stellige Gehälter beziehen und deren Hauptaufgabe darin besteht, einzelne Gruppen, zum Beispiel landwirtschaftliche Betriebe, an den Pranger zu stellen und Spendengelder zu generieren. Außerdem zum Thema Klima: Wie kann der Mensch so naiv sein, zu glauben, das Klima zu ändern. Der Mensch kann sich hervorragend anpassen, lebt in allen Klimaregionen. Wir sollten vorbereitet sein und uns anpassen. Das heißt im Umkehrschluss aber nicht, dass ich gegen Natur und Umweltschutz bin.

Welchen Traum werden Sie sich als nächsten erfüllen (können)?
Ich würde gerne im nächsten Februar mit meiner Frau eine Reise auf der Aida in die Karibik machen und hoffe, dass es dann wieder ohne Einschränkung für Geimpfte möglich ist. Irgendwann möchte ich mal eine Weltreise mit der Aida machen, bevor ich alt und klapprig bin.

Was tun Sie am liebsten?
Ich bin gerne beim Kroger Sportplatz bei unserer Gastwirtschaft Knollenberg, organisiere etwas mit der Landjugend Kroge, wie die Wasserrutsche oder den Strohbecken-Triathlon, und alles, was mit Geselligkeit zu tun hat. Ebenso bin ich Vollblut-Landwirt.

Welche Eigenschaften mögen Sie an sich selbst? Und welche nicht?
Ich mag meine Eigenschaft, jederzeit meine Meinung zu sagen und zu vertreten, egal, wer vor mir steht. Sich für etwas starkzumachen, an das ich glaube, andere für die Sache zu begeistern und das Durchhaltevermögen für Dinge zu haben, an die ich glaube – privat, bei der Arbeit und in der Freizeit.
Ich mag an mir nicht meine manchmal sehr aufbrausende Art. Mit der habe ich mir schon oft im Weg gestanden. Zum Beispiel einmal auf einer Demo in Bremen. Dort stand ich 2-mal auf der Bühne. Beim 2. Mal war ich ziemlich drüber. Als ich das Video gesehen habe, habe ich mich selbst darüber erschrocken.

Welche TV-Sendung mögen Sie am liebsten?
"Steel Buddies" vom Spartensender DMAX und besonders den Chef Michael Manousakis. Weil er genau das tut, was ihm Spaß macht und genau wie ich, auch mal verrückte Sachen anstellt. Wie mit einer Antonov über den Atlantik zu fliegen oder mit einem Amphibienfahrzeug auf dem Rhein zu fahren.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal treffen?
Den oder die zukünftige/n Bundeskanzler/ín und Landwirtschaftsminister/in. Ich würde ihm oder ihr die Frage stellen, wie er oder sie sich ein Deutschland ohne Landwirtschaft vorstellt. Denn Landwirtschaft gibt es, wenn man so weitermacht, bald nicht mehr. Landwirtschaft steht als Erstes dafür, Lebensmittel zu produzieren und danach der Umweltschutz. Nicht umgekehrt. Konventionelle Landwirtschaft und Umweltschutz schließen sich nicht aus. Sonst haben wir in der nächsten Pandemie keinen Mangel an Toilettenpapier, sondern an Lebensmitteln.

Was würden Sie gerne einmal wieder essen?
Ein Schinderhannes-Steak auf dem Stoppelmarkt. Vielleicht gibt es in 2 Monaten eins auf dem Brockumer Markt.

Welches Thema in den lokalen Medien hat Sie am meisten beschäftigt?
Der Artikel über den Strohbecken-Triathlon in Kroge-Ehrendorf. Berichte über Landwirtschaft und Heimatsport lese ich natürlich auch gerne.


Fakten:

  • Frank Wassenberg ist 51 Jahre alt, verheiratet, hat 2 erwachsene Kinder und wohnt in Kroge-Ehrendorf.
  • Seit 33 Jahren ist er als selbstständiger Landwirt tätig.
  • Vor 4 Jahren fing er an, mit mehreren Mitstreitern den Strohbecken-Triathlon zu planen, der vor 2 Jahren das 1. Mal stattfand.

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