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Fotograf Torsten Luttmann spricht über Jagd und Jäger

Der Altenoyther konzentriert seine Arbeit während der Pandemie auf die Wildtierfotografie. Aus der Beschäftigung heraus ist das Projekt „Jagd & Forst“ entstanden, mit dem er Vorurteile abbauen möchte.

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Beschäftigt sich mit Wildtierfotografie: Torsten Luttmann hat die Zeit während der Pandemie genutzt.						Foto: © Luttmann

Beschäftigt sich mit Wildtierfotografie: Torsten Luttmann hat die Zeit während der Pandemie genutzt. Foto: © Luttmann

Für viele Menschen ist der Begriff „Jagd“ immer noch ein Reizwort, schließlich hat es mit dem Töten von Tieren zu tun. Dass die Jagd aber weitaus mehr bedeutet, als Beute zu machen, davon ist Torsten Luttmann, der übrigens kein Jäger ist, überzeugt.

Der hauptberufliche Fotograf aus Altenoythe hat sich im letzten Jahr intensiv mit dem Thema befasst und dabei festgestellt, dass es sehr viele Vorurteile gegenüber Jägerinnen und Jäger gibt, die seiner Meinung nach oft haltlos sind. „Ehrlich gesagt, hatte ich selbst viele Vorurteile,“ räumt Luttmann ein. „Mein Bild der Jägerschaft war eben das typische Bild. Menschen, meist in grün gekleidet, die mit großen Gewehren auf Tiere schießen.“

Luttmann kam mit Jägern aus ganz Deutschland in den Dialog

Dass dieses Bild allerdings nur einen sehr kleinen Teil der Arbeit ausmacht, den die Jägerschaft leistet, wusste er damals nicht. Durch die Corona-Pandemie im letzten Jahr brachen dem Fotografen immer wieder Termine weg. Durch diesen Umstand und viel Freizeit beschäftigte sich Luttmann mehr und mehr mit dem Thema Wildtierfotografie. Durch die Fotos, die er in den sozialen Netzwerken teilte, kam er immer wieder mit Jägerinnen und Jägern aus ganz Deutschland in den Dialog.

Aus dieser Beschäftigung heraus ist das Projekt „Jagd & Forst“ entstanden. Ein kostenloses Online-Magazin, in dem der Fotograf aus der Sicht eines Nichtjägers über die Jagd schreibt. Er geht darauf ein, warum die Jagd auch heute noch zeitgemäß ist oder warum Jägerinnen und Jäger einen wichtigen Anteil zum Natur-, Umwelt und Artenschutz beitragen.

Magazin soll Vorurteile abbauen

Ziel dieses Magazins ist es, bei Nichtjägerinnen und Nichtjägern Vorurteile abzubauen und immer wieder eine andere Sicht auf die Thematik zu zeigen. Darüber hinaus schreibt Torsten Luttmann über Themen aus dem Wald, der Fotografie und über die sogenannten Mikroabenteuer. „Mir ist es wichtig, dass es auch Themen gibt, die gerade für Menschen interessant sind, die nicht zur Jagd gehen, damit das Magazin, das ausschließlich online betrieben wird, für alle interessant bleibt. Gleichzeitig hoffe ich, dass genau diese Menschen sich, durch das Stöbern auf der Seite, über die Jagd informieren und sich dieser Thematik ein Stück weit öffnen.“

Neben Fotos und Texten gibt es auf www.jagd-und-forst.de auch bewegte Bilder. So hat Torsten Luttmann gerade Jägerinnen und Jäger bei der Rehkitzrettung begleiten dürfen und einen Film darüber gedreht. Auch zukünftig hofft der Altenoyther bei diesem Projekt auf die Unterstützung der Jägerschaft.

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