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Forscherwoche begeistert die Museumsgäste

Pöppelmann-Azubis erläutern in Lohne praxisnah Technologien und Hintergründe zum Thema Kunststoff und Recycling.

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Kunststoffabfälle durch Recycling erhalten: Pöppelmann-Auszubildender Nick erklärte, warum es wichtig ist, verschiedene Verpackungsmaterialien vor der Entsorgung in der Gelben Tonne voneinander zu trennen. Foto: Honkomp

Kunststoffabfälle durch Recycling erhalten: Pöppelmann-Auszubildender Nick erklärte, warum es wichtig ist, verschiedene Verpackungsmaterialien vor der Entsorgung in der Gelben Tonne voneinander zu trennen. Foto: Honkomp

Am Sonntagabend endete die Pöppelmann-Forscherwoche zum Thema „Kunststoff und Recycling“ im Industriemuseum Lohne. Knapp 460 Schülerinnen und Schüler nahmen mit ihren Schulklassen an den Workshops in der Woche teil. Am Wochenende kamen noch mehr als 250 junge und ältere Kunststoffforscher hinzu. Groß war das Lob für die Pöppelmann-Auszubildenden, die die Mitmach-Stationen mit großem Engagement betreuten, heißt es in einer Pressemitteilung des Lohner Kunststoffunternehmens.

Die Leitung des Museums mit Ulrike Hagemeier und Benno Dräger äußerte sich erfreut über diese erneute und erfolgreiche Kooperation mit dem Lohner Kunststoffunternehmen. „Die Kunststoffverarbeitung gehört zu den Leitbranchen der Region. Uns ist es wichtig aufzuzeigen, wie der Weg dieses Industriezweigs in die Zukunft aussieht“, sagte Ulrike Hagemeier. Benno Dräger dankte dem Unternehmen Pöppelmann für das Engagement. „Dank der vielen interaktiven Elemente in den Workshops ist es gelungen, die Kinder und Jugendlichen zu begeistern.“

Da coronabedingt eine Großveranstaltung wie der Forschersonntag vor drei Jahren nicht infrage kam, hatten sich die Verantwortlichen diesmal für Workshops in kleineren Gruppen über eine ganze Woche hinweg entschieden. Das neue Format erwies als Erfolgsrezept. So blieb diesmal genug Zeit, um in ruhiger Atmosphäre die einzelnen Stationen zu entdecken, Fragen zu stellen, zu schauen und zu staunen.

Kinder können sehr viel mitnehmen 

Den Effekt beschrieb Lehrerin Julia Rießelmann von der Lohner Franziskus-Schule so: „Die Kinder waren dank der guten Betreuung super-motiviert.“ Ihre Kollegin Nathalie Wobbeler von der Grundschule Höner Mark in Dinklage bestätigte: „Das Thema Recycling ist hier sehr intensiv und praxisnah umgesetzt worden. Die Kinder nehmen sehr viel mit.“

Durchaus auch buchstäblich: Wer mit den richtigen Antworten im Fragencheck für Kunststoff-Forscher das Lösungswort gefunden hatte, erhielt neben einigen kleinen Belohnungen auch eine Urkunde. Julia Uptmoor, Leiterin der Marketingkommunikation bei Pöppelmann, leitete das Projektteam, das die Veranstaltung vorbereitete. „Wir möchten differenziert über Kunststoff als Material aufklären und deutlich machen, dass die Ziele der Kreislaufwirtschaft nur zu erreichen sind, wenn sich alle beteiligen.“ Dazu gehöre das Wissen um die Hintergründe des Recyclings, angefangen von der richtigen Entsorgung der Abfälle. „Dies ist die erste Voraussetzung dafür, wertvolle Werkstoffe für den Materialkreislauf zu erhalten, damit sie immer wieder neu verwendet können.“

Es sei sehr wichtig, die nächste Generation über die Hintergründe zu informieren. In der Forscherwoche wurde deutlich: Hier geht nicht um die Theorie, sondern um die Praxis. Denn wenn Pöppelmann aus recycelten Kunststoffen – Rezyklaten – neue Produkte herstellen will, müssen alle mitmachen, erfuhren die Kinder gleich bei der Begrüßung. Denn: „Alleine können wir das nicht schaffen!“

Kunststoffproduktion vor Ort: An den historischen Spritzgussmaschinen im Industriemuseum zeigte Pöppelmann-Auszubildende Chantal, wie aus Rezyklat neue Produkte entstehen. Foto: HonkompKunststoffproduktion vor Ort: An den historischen Spritzgussmaschinen im Industriemuseum zeigte Pöppelmann-Auszubildende Chantal, wie aus Rezyklat neue Produkte entstehen. Foto: Honkomp

Kinder lernen Recyclingmaschinen der Auszubildendeninitiative kennen

Nach einem kurzen Film im Pöppelmann-Kino startete die Expedition der Kunststoff-Forscher. Sie lernten unter anderem die selbst gebauten Recyclingmaschinen der Auszubildendeninitiative Kunststoffmobil kennen: Schredder und Extruder. Experimente verdeutlichten die Materialeigenschaften von Kunststoff; Herstellungsverfahren wie Spritzguss, Thermoformen und auch 3D-Druck wurden anschaulich erklärt. Auf besondere Begeisterung stieß die Maschine für die Versiegelung von Lebensmittelverpackungen – denn als Beispiel wurden Süßigkeiten gewählt, die die Kinder natürlich mitnehmen konnten.

An der Sortierstation, die die Abfallwirtschaftsgesellschaft Vechta für die Forscherwoche zur Verfügung gestellt hatte, gab es auch für erwachsene Besucher viele Aha-Erlebnisse. Hintergründe über Kreislaufwirtschaft und Kunststoffrecycling in der Region schildert zudem der „Kreis-Lauf“, den ein Pöppelmann-Projektteam als neues Exponat für die Dauerausstellung zum Thema Kunststoff erarbeitete und gestaltete.

Die abwechslungsreiche Gesamtkonzeption fassten die Schülerinnen und Schüler auf ihre Weise zusammen: „Das ist ja voll krass hier“, stellte ein Grundschüler fest. Und ein Vater, dessen Sohn mit seiner Klasse an der Forscherwoche teilgenommen hatte, berichtete dem Projektteam: „Die halbe Klasse will jetzt bei Pöppelmann anfangen.“

  • Info: Die Auszubildendeninitiative Kunststoffmobil informiert auf Einladung gern in Schulen und auf Veranstaltungen; Infos dazu gibt es auf der Website www.poeppelmann.com, Stichwort: „Kunststoffmobil“.

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