Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Flüchtlinge: Caritas, Malteser und Kreis Vechta bitten erneut um Spenden vor Ort

Bisher haben die Hilfsorganisationen schon gut 300 Starterpakete an Kriegsflüchtlinge verteilt. Weil aber immer mehr Ukrainer ankommen, rufen die Initiatoren weiterhin zu Spenden auf.

Artikel teilen:
Im Starterpaket: Ukrainische Flüchtlinge erhalten nach ihrer Ankunft im Landkreis Vechta Bargeld, wichtige Informationen, eine Sim-Karte für das Handy sowie einige Aufmerksamkeiten. Foto: Ebert

Im Starterpaket: Ukrainische Flüchtlinge erhalten nach ihrer Ankunft im Landkreis Vechta Bargeld, wichtige Informationen, eine Sim-Karte für das Handy sowie einige Aufmerksamkeiten. Foto: Ebert

Der Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland und auch in den Landkreis Vechta reißt einstweilen nicht ab. Im Landkreis Vechta waren bis zum Montag mindestens 1006 Ukrainer angekommen. Das sind 31 Personen mehr als Ende vergangener Woche. Die tatsächliche Zahl dürfte höher liegen, da Ukrainer in vielen Fällen Visumsfreiheit genießen und sich nicht sofort bei Ankunft in Deutschland als Flüchtlinge registrieren müssen.

Von den 1006 gemeldeten ukrainischen Kriegsflüchtlingen sind 741 weiblich und 265 männlich. Davon sind 195 Jungen im Alter von 0 bis 18 Jahren, lediglich 66 Männer sind im Alter von 19 bis 65 Jahren.

Wegen des anhaltenden Zustroms bitten derweil Caritas, Malteser und der Landkreis Vechta um weitere Spenden zur Finanzierung von sogenannten Starterpaketen. Diese hatten die Hilfsorganisationen, der Kreis sowie der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) vor gut 2 Wochen vorgestellt. In den Paketen, die eigentlich Leinenbeutel sind, befinden sich 30 Euro pro Person, Stadtpläne sowie ein ins Ukrainische übersetztes Heft mit wichtigen Ansprechpartnern und Adressen sozialer Einrichtungen.

Mit Herzblut dabei: Dietmar Fangmann (von links), Ludger Ellert, Tobias Gerdesmeyer, Malteser-Geschäftsführer Frank Rieken, Dr. Gerhard Tepe und Erster Kreisrat Hartmut Heinen. Foto: EbertMit Herzblut dabei: Dietmar Fangmann (von links), Ludger Ellert, Tobias Gerdesmeyer, Malteser-Geschäftsführer Frank Rieken, Dr. Gerhard Tepe und Erster Kreisrat Hartmut Heinen. Foto: Ebert

Besonders nützlich: Die Sim-Karte fürs Handy

Dazu kommen einige FFP2-Masken für den Start, ein paar Süßigkeiten sowie selbstgenähte Kuscheltiere für Kinder. Das Ziel dieser Aktion ist es, den Kriegsflüchtlingen das Ankommen in der Region zu erleichtern. Besonders hilfreich dabei dürfte auch dieser Bestandteil des Starterpakets sein: eine Sim-Karte, mit der sich unter anderem kostenlos in die Ukraine telefonieren lässt.

Bisher sind rund 300 Tüten ausgegeben worden, erklärten Landrat Tobias Gerdesmeyer, Caritas-Direktor Dr. Gerhard Tepe und der Diözesanleiter der Malteser, Ludger Ellert, jetzt gegenüber unserer Redaktion. Caritas-Referent Dietmar Fangmann erklärte, durch die Pakete kämen die Organisationen mit fast allen ukrainischen Flüchtlingen in Kontakt; sie könnten so ab dem ersten Tag Hilfe bei der Integration anbieten.

Um in den kommenden Wochen weitere Pakete für Neuankömmlinge packen zu können, bitten Caritas, Malteser und der Landkreis erneut um Spenden. Dabei stellen alle Beteiligten klar: Hilfen an internationale Hilfswerke direkt für die Ukraine bleiben essenziell – zugleich aber bitten sie zusätzlich um Unterstützung, um auch den hier Ankommenden helfen zu können.

  • Info: Spenden sind möglich an das Konto des Landes-Caritasverbandes für Oldenburg unter der IBAN DE82 4006 0265 0004 0635 00; Stichwort: Starthilfe Ukraineflüchtlinge.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Flüchtlinge: Caritas, Malteser und Kreis Vechta bitten erneut um Spenden vor Ort - OM online