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Fleißige Seelsorger: Kriseninterventionsteam und Polizei arbeiten Hand in Hand

Nach rund 3 Jahren trifft sich das Team der Psychosozialen Notfallversorgung wieder mit den Verantwortlichen der Polizei. Zentrales Thema war die Zusammenarbeit in den Kreisen Cloppenburg und Vechta.

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Zum gemeinsamen Austausch zwischen Polizei und Krisenintervention kamen auch (von links) Stefan Abshof (stellvertretender Kreisbrandmeister), Johannes Meyer (Malteser Vechta), Bernd Möller (DRK-Kreisvorsitzender), Anne Tapken (Kreisrätin), Walter Sieveke (Polizeidirektor) und Heinz Dierker (PSNV Cloppenburg). Foto: Looschen

Zum gemeinsamen Austausch zwischen Polizei und Krisenintervention kamen auch (von links) Stefan Abshof (stellvertretender Kreisbrandmeister), Johannes Meyer (Malteser Vechta), Bernd Möller (DRK-Kreisvorsitzender), Anne Tapken (Kreisrätin), Walter Sieveke (Polizeidirektor) und Heinz Dierker (PSNV Cloppenburg). Foto: Looschen

Eigentlich treffen sich die Polizei und die Teams der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) aus den Kreisen Cloppenburg und Vechta zum Gedankenaustausch regelmäßig. Doch die Corona-Pandemie führte zu einem Ausfall der Treffen in den vergangenen 3 Jahren. Nun hat der Träger des PSNVs, der DRK-Kreisverband Cloppenburg, wieder eingeladen. Für den Kreis Vechta hat der Malteser Hilfsdienst die Einladung übernommen.

Gleich zu Beginn stellte Koordinator Heinz Dierker fest, dass die Zusammenarbeit zwischen der Polizei und der PSNV  in den Kreisen Cloppenburg und Vechta hervorragend und ein Beispiel für alle anderen niedersächsischen Kreise sei. Dierker selbst hat nun auch die Leitungsfunktion der Zusammenarbeit auf Landesebene inne.  

Polizeidirektor Walter Sieveke bedankte sich dafür, dass in vielen Fällen die PSNV die Nachsorge übernähme. In den Jahren 2020 und 2021 habe es fast 1000 Situationen gegeben, in denen eine Anforderung der Krisenintervention überlegt worden sei. Wenn eine Todesnachricht zu überbringen ist, erfolgt das immer gemeinsam von der Polizei und der PSNV. Die Helferinnen und Helfer könnten den Betroffenen unterstützen, besser mir Situation umzugehen.

Workshops bereiten die Helfer auf zukünftige Einsätze vor

Bernd Möller, Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Cloppenburg, sagte, Menschen blieben nicht allein, wenn ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen wurde. Die Betroffenen seien dank der Kriseninterventionshelfer mit ihren Gefühlen und Fragen nicht auf sich allein gestellt.

Etwa 60 Frauen und Männer waren bei dem Treffen anwesend. Die Polizei und das Kriseninterventionsteam tauschten sich in Workshops über ihr Erfahrungen aus, um noch besser für zukünftige Einsätze gewappnet zu sein. In den Gesprächsgruppen ging es um Themen wie tödliche Verkehrsunfälle, plötzlichen Kindstod, Wohnungsbrand, häusliche Gewalt und die Nachsorge nach belastenden Ereignissen. Die PSNV steht auch für Einsatzkräfte zur Verfügung, wenn schwerwiegende Ereignisse zu schweren Belastungen führen.

Der Austausch zwischen der Polizei und der PSNV finden gemeinsam für die Kreise Cloppenburg und Vechta statt. Für das nächste Treffen lud Kreisrätin Anne Tapken bereits in das Kreishaus Cloppenburg ein.

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