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Fischotter hält sich auch in Halen meist bedeckt

Ein Experte hat den Wassermarder an der Teichwirtschaft Ahlhorn nachgewiesen. Gezeigt hat sich der Otter aber nur einmal.

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Breitet sich in Niedersachsen wieder aus: der Fischotter.  Foto: © Landesforsten

Breitet sich in Niedersachsen wieder aus: der Fischotter.  Foto: © Landesforsten

In Kürze beginnt die Ranzzeit des Fischotters, der von der Deutschen Wildtierstiftung zum Wildtier des Jahres ausgerufen wurde. „Wir wissen noch nicht, ob er sich auch im Teichgebiet vermehrt, aber wir haben eindeutige Belege, dass der Fischotter sich regelmäßig hier aufhält“, erläutert Jörn Schöttelndreier, Förster für Waldökologie im Forstamt Ahlhorn. Der scheue, nachtaktive Wassermarder wurde erst einmal von einem Mitarbeiter gesichtet.

Die Niedersächsischen Landesforsten, denen die Teichwirtschaft auf Halener Gebiet einschließlich der waldreichen Umgebung gehört, griffen auf die Kenntnisse von Fachleuten zurück, um den Sichtungen nachzugehen. „Die Untersuchung der Gewässer im Landkreis durch Dr. Hans-Heinrich Krüger im vorigen Jahr hat ihn auch in die Teichwirtschaft Ahlhorn geführt“, so Schöttelndreier. Der Experte des Otterzentrums Hankensbüttel fand eindeutig an verschiedenen Stellen Losung und Trittsiegel des Fischotters. Neben diesen Nachweisen wurden auch – ottertypisch – angefressene Fische gefunden.

Tier an allen größeren Flüssen im Kreis nachgewiesen

Die Fachleute vermuten, dass der Otter, dessen Vorkommen von dem Experten des Otterzentrums an allen größeren Flüssen im Landkreis nachgewiesen wurde, von der Hunte über den Unterlauf der Lethe in die Teichwirtschaft eingewandert ist. „Für diese These spricht auch der Totfund eines Otters, der vor etwa 8 Jahren im Bereich Bürgermoor überfahren wurde“, weiß Schöttelndreier. Dieser Otter wurde mit Genehmigung der Naturschutzbehörde präpariert und ist nun im Waldpädagogikzentrum an der Teichwirtschaft ausgestellt.

Die jungen Otter würden dann im Mai das Licht der Welt erblicken, allerdings in einem dunklen Erdbau, dessen Zugang unter der Wasserlinie liegt oder versteckt in dichten Uferbaumwurzeln.

Fischotter wurde fast ausgerottet

Der Fischotter wurde wegen seines Fleisches und seines genial wärmenden Felles, aber vor allem als Nahrungskonkurrent des Menschen fast ausgerottet. Seit etwa 20 Jahren breitet er sich von Osten kommend wieder aus. Mit dem dicken rundlichen Schwanz, der als Steuerungs- und Stabilisierungsorgan dient, werden die Tiere bis zu 1,30 Meter lang und erreichen ein Gewicht von etwa 10 Kilogramm. In der Otter-Losung, die auch tranig-fischartig stinkt, kann man fast immer Fischgräten oder Krebsschalen finden. Dabei frisst der Otter auch Lurche und Wasservögel.

Der elegant schwimmende Marder ist auf Land gut zu Fuß und soll dabei bis zu 40 Kilometer in einer Nacht zurücklegen. Da er das Unterqueren von Brücken meidet, wird ihm seit Einstellung der Bejagung vor allem der Autoverkehr zum Verhängnis.

Viel Aufklärungs- und Forschungsarbeit geht in Niedersachsen vom Otterzentrum Hankensbüttel nördlich von Wolfsburg aus. Die Ursprünge des Zentrums liegen in einem 1979 von der Landesforstverwaltung eingerichteten Otter-Forschungsgehege des Revierförsters Claus Reuther bei St. Andreasberg im Harz. Nach dem Auslaufen des Forschungsprojektes 1986 verließ Förster Reuther den Landesdienst und eröffnete mit dem Verein Aktion Fischotterschutz 1988 das Otterzentrum Hankensbüttel.

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