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Filmwettbewerb: Elisabethschule macht Klimawandel zu Thema

Beim inklusiven Kurzfilmwettbewerb "Ganz schön anders 2021/22" hat es ein Team der Friesoyther Förderschule unter die Top 12 geschafft. Am 1. Juni erfährt das Team in Hannover, ob es gewonnen hat.

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Filmteam: Alina (von links), Nils, Katharina und Josie haben gemeinsam mit Klassen- und Kunstlehrerin Merle Homburg für den Kurzfilmwettbewerb "Ganz schön anders" den Animationsfilm "Futuräder" erstellt und es damit unter die Top 12 geschafft. Foto: Stix

Filmteam: Alina (von links), Nils, Katharina und Josie haben gemeinsam mit Klassen- und Kunstlehrerin Merle Homburg für den Kurzfilmwettbewerb "Ganz schön anders" den Animationsfilm "Futuräder" erstellt und es damit unter die Top 12 geschafft. Foto: Stix

Zu den besten 12 gehören sie schon mal: Alina, Nils, Katharina, Josie, Meike und Andreas von der Elisabethschule Friesoythe haben wie über 120 andere Filmteams aus mehr als 30 Schulen in ganz Niedersachsen einen Beitrag beim inklusiven Kurzfilmwettbewerb "Ganz schön anders 2021/22: Wilde Zeiten" eingereicht und die Jury überzeugt. Am 1. Juni dürfen sie nach Hannover, wo die besten Filme gezeigt werden und der Sieger gekürt wird.

Der Film thematisiert den Klimawandel aus Sicht der Förderschüler. "Es geht um Fahrräder, um Umwelt, Luftverschmutzung und Autos", sagt Nils. Die Forderung des Filmteams um Klassen- und Kunstlehrerin Merle Homburg: mehr Fahrräder, mehr Züge und weniger Autos. Ausgangspunkt ist eine Szene, bei der Katharina und ihr Fahrrad von einem Auto angefahren werden.

Trickfilm entstand mit Animationssoftware auf dem Tablet

Nicht in echt allerdings. "Wir haben das auf Papier nachgezeichnet und dann als Trickfilm gemacht", erzählt Katharina. Ihr Handwerkszeug war eine Stop-Motion-Animationssoftware auf dem iPad. "Dafür haben die Kinder jedes einzelne Bild gebastelt oder gemalt", erläutert Homburg. "Meike und Andreas haben die Bilder einzeln fotografiert und den Film daraus gemacht." Auch Geräusche hat das Filmteam aufgenommen, Texte geschrieben und eingesprochen.

Das Thema hat sich die Klasse gemeinsam überlegt, das Drehbuchschreiben und den Umgang mit der Technik hat ihnen die Regisseurin Catharine Göldner in einem Workshop beigebracht. Entstanden ist der 2:50 Minuten lange Kurzfilm "Futuräder", in dem sich kurze Gesprächssequenzen von Katharina, Nils, Alina und Josie mit Traumphasen von einer Welt ohne Autos und einer intakten Natur abwechseln.

"Sie wollen es nicht so zeigen, aber sie sind unheimlich stolz auf den Erfolg."Merle Homburg, Klassen- und Kunstlehrerin

Gut 2 Monate hat die Arbeit an dem inklusiven Kurzfilm gedauert. "Es war schon viel Arbeit, hat aber super funktioniert und allen Spaß gemacht", sagt Homburg. Die Arbeit habe den Kindern viel gebracht und das Gemeinschaftsgefühl gestärkt. "Sie wollen es nicht so zeigen, aber sie sind unheimlich stolz auf den Erfolg", sagt Homburg.

So wie Konrektorin Ruth Witte. "Ich bin sehr beeindruckt, was die Schüler und die Kolleginnen da auf die Beine gestellt haben", sagt sie. Das Projekt passe ausgezeichnet in das Kerncurriculum, das die Entfaltung der Persönlichkeit, Selbstständigkeit und die gesellschaftliche Teilhabe vorsehe. Auch aus diesem Grund wäre sie mit der Klasse gerne mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hannover gefahren. Das aber klappt nicht. "Wir müssen um 11 Uhr dort sein, und das ist von Friesoythe aus nicht machbar", bedauert sie. Jetzt muss ein Kleinbus als Transportmittel angemietet werden.

Wie eine Zugfahrt nach Hannover doch klappen könnte, skizzieren die sechs Schülerinnen und Schüler in ihrem Film. Sie haben ein Eisenbahnnetz entworfen, das Friesoythe mit Ramsloh, der Nordsee, der Eifel, mit Amsterdam, Oldenburg, Cloppenburg und Berlin verbindet. "Autos sind doof, Autos müssen weg, alle müssen mehr Zug fahren", sagen sie im Film. Ob es jemals so weit kommen wird? Auch darauf haben die sechs eine Antwort. "Vielleicht 2040."


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