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Fifa: Fingerfertigkeit ist wichtiger als Beinarbeit

Der SV Thüle hat die 1. Fries­oyther eFootball-Stadtmeisterschaft gewonnen. An der Playstation setzten sich 2 Thüler gegen ihre Gegner von der SG SchEdammBäke durch.

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Trainingslager: Uwe Emke (links) vom SV Hansa und Alexander Steenken (SV Mehrenkamp) bereiten sich auf ihre Partien bei der 1.  Fries­oyther eFootball Stadtmeisterschaft vor. Foto: Stix

Trainingslager: Uwe Emke (links) vom SV Hansa und Alexander Steenken (SV Mehrenkamp) bereiten sich auf ihre Partien bei der 1. Fries­oyther eFootball Stadtmeisterschaft vor. Foto: Stix

Wer es beim eFootball zu etwas bringen will, muss jede Menge Tricks auf Lager haben. Der "Elastico in der Luft", und der "Sombrero Flick rückwärts" gehören genauso dazu wie etwa die "Rabona Finte" oder der "Tornado Spin".

Max Wilken und Michael Macke beherrschten diese und dutzende andere Tricks an den vier Spieltagen der 1. Friesoyther eFootball Stadtmeisterschaft in der vergangenen Woche am besten. In zwei packenden Finalspielen schlugen sie am Sonntag Jan Bruns und Moritz Warnken von der Spielgemeinschaft SG SchEdammBäke mit insgesamt 5:2 Toren.

Schnelles Auge und Fingerfertigkeit als Voraussetzung

"Die Stadtmeisterschaft, die der SVT nicht gewinnt, muss erst noch erfunden werden", hieß es daraufhin in der Kommentarspalte des YouTube-Livestreams, in dem der SV Hansa die Spiele mitsamt Kommentaren übertrug. Der SV Thüle hatte bereits die "echten" Stadtmeisterschaften 2019 und 2020 für sich entscheiden können.

Voraussetzung für den Sieg waren ein schnelles Auge und vor allem eine ungeheure Fingerfertigkeit. Der Controller, mit dem die Play Station gesteuert wird, hat 14 Tasten und Knöpfe, die in allen nur denkbaren Kombinationen für unterschiedliche Tricks, Manöver und Spielzüge genutzt werden können.

"Vom Kopf her ist das schwerer als ein echtes Spiel."Uwe Emke, eFootball-Spieler

Ein simpler Pass in die Mitte etwa versteckt sich auf dem Controller von Uwe Emke, der bei der Stadtmeisterschaft für den SV Hansa antrat, hinter der Kombination "Viereck + L1-Taste". Allein die Zahl der möglichen Tricks und Finten füllt auf seinem Bildschirm 7 Seiten. Die meisten davon kann Emke, der 1989 erstmals mit dem eFootball in Berührung kam, intuitiv im richtigen Moment einsetzen. "Vom Kopf her ist das schwerer als ein echtes Spiel", sagt er.

Hinzu kommt, dass man an der Konsole auch noch die Taktik seiner Mannschaft definieren muss. "Das ist alles sehr komplex geworden", hat der eFootball-Koordinator des SV Hansa festgestellt. "Die Taktik ist inzwischen sehr spielentscheidend."

Letztlich kam es auf den Mann an der Konsole an

Das gilt umso mehr, als die Mannschaften und Spieler bei der Stadtmeisterschaft alle gleich stark eingestellt wurden. Auch wenn die eFootballer im Turnier zumeist mit den stärksten Mannschaften der Welt, wie etwa dem FC Bayern, Real Ma­drid oder Paris Saint-Germain, antraten - letztlich kam es auf den Mann an der Konsole an.

Und da waren Max Wilken (Feyenoord Rotterdam) und Michael Macke (Union Berlin) nicht zu schlagen. "Der Sieg ist verdient", sagt Dirk Zimmermann, der als Live-Kommentator gemeinsam mit Markus Döldissen jedes der 15 Spiele moderierte.

Neuauflage im kommenden Jahr geplant

Auch für Uwe Emke, der gemeinsam mit seinem Mitspieler Fynn Siemer bereits in der Vorrunde ausgeschieden war, geht der Sieg des SVT in Ordnung. "Das hat sich schon in der Vorrunde herauskristallisiert, dass das die besten Spieler sind", sagt der 32-Jährige.

Wilken und Macke können im kommenden Jahr versuchen, ihren Titel zu verteidigen. "Es ist ganz gut gelaufen und wir werden das 2022 wieder machen", sagt Emke mit Blick auf die Erstauflage des Turniers. "Aber dann sollen, wenn es denn geht, die Spieler gemeinsam im Vereinsheim und nicht in den jeweiligen Wohnzimmern sitzen."

Auch auf Kreisebene kann Emke sich ein Turnier vorstellen. "Da sind wir ja im Ligamodus und es wäre schön, wenn wir das ausbauen könnten." Und über ein paar weitere eFootballer würde Emke sich auch freuen. "Wer Lust hat, soll sich einfach mal bei uns melden."

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