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Feuerwehrverbände kritisieren Impfpriorisierung der Landesregierung

Kreisbrandmeister Matthias Trumme ist optimistisch. Der Landkreis Vechta habe ein gutes Konzept in der Schublade, sagt er. Allerdings mussten die Freiwilligen lange warten.

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Symbolfoto: Archiv

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Dem Oldenburgischen Feuerwehrverband (OFV) ist der Geduldsfaden gerissen. Er forderte unlängst in einer Mitteilung ein Umdenken in der Festlegung der Priorisierungen für eine Corona-Schutzimpfung. Ein "wertschätzendes Signal" des Landes sei endlich nötig, heißt es. 

Dieses Signal scheint der Landkreis Vechta indes den örtlichen Feuerwehrfrauen und Männern gegeben zu haben. Die Behörde habe einen Plan erarbeitet, der gut funktionieren könnte, sagt Vechtas Kreisbrandmeister Matthias Trumme. "Wir sind praktisch an erster Stelle in Priorität 3", erläutert der Bakumer. Das Ganze müsse nun noch durch die Bürgermeister der Städte und Gemeinden im Landkreis abgesegnet werden. Sollte dies der Fall sein und der Plan wie ausgearbeitet durchgeführt werden, wären die Damen und Herren der örtlichen Wehren im Landkreis Vechta Mitte Juni durchgeimpft.

Aber auch wenn die Mitteilung des OFV – hoffentlich – überholt sei: Fakt sei auch, dass die Feuerwehrleute bei der Impfpriorisierung von Anfang an nicht hoch genug eingestuft worden seien, sagt Trumme. Erst auf Drängen der Verbände seien die Feuerwehrkollegen in die Prioritätsstufe 3 eingeordnet worden. Was je nach Landkreis variieren kann, denn impfe ein Landkreis die ersten beiden Stufen schnell durch, seien auch die Kameraden in Stufe 3 schnell geimpft.

Lob für den Landkreis und seine Strategie

Das Thema sei komplex. Die Feuerwehren müssten aufpassen, dass nicht der Eindruck entstehe, man wolle sich vordrängeln. Denn auch andere wichtige Gruppen – Lehrer oder Kita-Mitarbeiter – seien noch nicht durchgeimpft. Und solange die Personen, die in die ersten beiden Prioritätsstufen eingestuft sind, nicht geimpft seien, müsse die Feuerwehr zurücktreten, meint Trumme. Daher sei das Konzept des Landkreises in Ordnung. "Wenn der Landkreis seine Zusagen einhält und uns weiter so unterstützt, wie er es bislang getan hat, können wir mit der Situation sehr gut umgehen", betont der Kreisbrandmeister.

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