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Feuerwehr Vörden blickt auf zwei arbeitsreiche Jahre zurück

Thema der Hauptversammlung sind auch Fehlalarme und der Neubau des Feuerwehrgerätehauses. Auch langjährige Mitglieder werden geehrt. Spitzenreiter ist Ralf Bürger. Er ist seit 50 Jahren Mitglied.

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Das neu aufgestellte Ortskommando mit den Geehrten, Beförderten und Gästen. Foto: Schmutte

Das neu aufgestellte Ortskommando mit den Geehrten, Beförderten und Gästen. Foto: Schmutte

In dem 1959 erbauten Gerätehaus der Vördener Feuerwehr wurde es eng, als die Mitglieder sich am Freitag dort trafen, um während ihrer Jahreshauptversammlung die Einsatzjahre 2020 und 2021 Revue passieren zu lassen und ihr Ortskommando zum Teil neu zu wählen.  Beförderungen und Ehrungen wurden vorgenommen und über zukünftige Entwicklungen und anstehende Aufgaben informiert.

Ortsbrandmeister Markus Hanke blickte auf 2 arbeitsreiche Jahre zurück. 55 Mal rückten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr 2020 zu Einsätzen aus, 2021 waren es 59. „Trotz Corona war unsere Einsatzbereitschaft immer gegeben“, versicherte Hanke. Das ist beruhigend zu wissen, denn in den ersten Monaten des laufenden Jahres wurde sie wegen der Unwetter bereits zu 45 Einsätzen gerufen und weitere Aufgaben sind schon fest eingeplant, wie etwa die Unterstützung beim Ausbau der Sporthalle am Gymnasium Damme zu Unterkünften für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine.

Zahl der Fehlalarmierungen stieg 2021 stark an

Bei dem größten Teil der Einsätze ging es um Hilfeleistungen unterschiedlicher Art (2020: 22, 2021: 25), dicht gefolgt von Brandeinsätzen (21, 17), Verkehrsunfällen (9, 2) und Fehlalarmen, deren Zahl von drei im Jahr 2020 auf elf 2021 anstieg. Um die ärgerlichen Fehlalarme möglichst einzudämmen, wurden dafür Zeit-Gebühren eingeführt, die bereits Wirkung zeigen, so Hanke.

Insgesamt 2118 Stunden wurden 2020 von den ehrenamtlichen Helfern geleistet, die sich in 914 Einsatzstunden und 1204 Stunden für Dienste, Wartung und Lehrgänge aufteilen. 2021 waren es 2528 Gesamtstunden, in denen 1045 Einsatzstunden und 1483 Stunden für sonstige Dienste, Wartung und Lehrgänge enthalten sind. Die aktive Wehr kann auf 48 Männer und Frauen zurückgreifen, die Altersabteilung zählt 14 Mitglieder, die Jugendfeuerwehr 13 und die Feuerwehrkapelle 42.

Einen besonderen Dank richtete der Ortsbrandmeister an die Landwirte im Ort, die bei Brandeinsätzen und technischen Hilfeleistungen mit ihrem schweren Gerät schnelle, professionelle Unterstützung leisteten. Viel Zeit müssen die Kameraden in Verwaltung und Bürokratismus investieren, das zeigte der Bericht von Gerätewart David Kreutzmann. Rund 500 Stunden mussten für etwa 2000 Überprüfungen von Gerät und Ausrüstung, Datenpflege, Wartungsarbeiten und Reparaturen im Jahr aufgewendet werden.

50 Jahre für die Freiwillige Feuerwehr Vörden im Einsatz: Ralf Bürger. Foto: Schmutte50 Jahre für die Freiwillige Feuerwehr Vörden im Einsatz: Ralf Bürger. Foto: Schmutte

Für ihre 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Rene Starke, Dietmar Stahl, Stefan Rechtien und Marita Brockmann das Feuerwehrehrenabzeichen nebst Urkunde.

Besonders geehrt wurde Ralf Bürger, der langjährige Ortsbrandmeister und derzeitige stellvertretende Gemeindebrandmeister setzt sich seit 50 Jahren für die Feuerwehr ein.

Neu in die Feuerwehr aufgenommen wurden Erik Frank, Tabea Sowiak, Fabian Heckert und Maher Alayheya. Über ihre Beförderung zu Feuerwehrmännern konnten sich Tim Frankenberg, Dominik Snurawa und Marc Wernecke freuen. Der stellvertretende Ortsbrandmeister Stefan Rechtien wurde zum Brandmeister befördert.

Feuerwehrgerätehaus soll 2024 fertig sein

Bürgermeister Ansgar Brockmann überbrachte den Dank von Rat und Verwaltung an die Feuerwehrkameraden und ging auf das „ewige Thema“ Neubau Feuerwehrgerätehaus ein. Er versicherte, dass es gebaut werde, trotz anderslautender Gerüchte. Um Ostern 2023 sieht er den Baubeginn, die Fertigstellung 2024. Ralf Bürger bemängelte die lange Planungszeit für den Neubau. „Das wäre schneller möglich gewesen, wenn man nicht Probleme gesucht hätte, sondern Lösungen“, kritisierte er, worüber der Bürgermeister nicht gerade erfreut war.

Kreisbrandmeister Matthias Trumme rief zur Sammlung von Einsatzkleidung für die Wehren in der Ukraine auf und kündigte eine weitere Notunterkunft für Kriegsflüchtlinge an, die in der Tennishalle in Holdorf von den Feuerwehren eingerichtet werden soll.

Gemeindebrandmeister Marcel Depeweg bescheinigte der Vördener Wehr eine ordentliche Leistung und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit.

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