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Feuerwehr rettet Brautkleider vor den Flammen

Nächtlicher Großeinsatz der Cloppenburger Feuerwehr: Es brannte an gleich zwei Stellen - die Polizei schließt Brandstiftung nicht aus. Der Schaden: 500.000 Euro. (Update).

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Foto: Nonstopnews / Kai Strömer

Foto: Nonstopnews / Kai Strömer

Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Cloppenburg haben eine unruhige Nacht hinter sich: Was anfänglich als relativ kleiner Brand gemeldet wurde, entpuppte sich am Ende als größerer und auch ungewöhnlicher Einsatz. Denn mitten in der Nacht schleppten die Einsatzkräfte Schaufensterpuppen und Brautkleider auf die Straße.

Gegen 2.30 Uhr hatte nach ersten Erkenntnissen ein 30-Jähriger aus Cloppenburg den Feuerschein vor einem Supermarkt an der Memelstraße bemerkt. Er wählte den Notruf. Als die Feuerwehr mit den Löscharbeiten begann, ist von Polizeibeamten in direkter Nähe ein zweiter brennender Container entdeckt worden. Dieser stand neben einem Getränkemarkt an der Warthestraße.


Foto: Feuerwehr Cloppenburg
Foto: Feuerwehr Cloppenburg
Foto: Feuerwehr Cloppenburg
Foto: Feuerwehr Cloppenburg
Foto: Feuerwehr Cloppenburg
Foto: Feuerwehr Cloppenburg

Wie die Polizei am Freitagmorgen gegenüber OM online erklärte, habe sich das Feuer zwischenzeitlich schon zu einem größeren Brand entwickelt. Betroffen war demnach nicht nur der Getränkemarkt - sondern auch ein Lebensmittelmarkt und ein angrenzendes Brautmodengeschäft, die sich im selben Gebäudekomplex befinden.

Brautkleider werden in Sicherheit gebracht

Während der erste Brand in dem Container beim Supermarkt durch einen 33-jährigen Warenanlieferer aus Leer gelöscht werden konnte, entwickelte sich das zweite Feuer zum Großeinsatz. Die Freiwillige Feuerwehr aus Cloppenburg wurde durch Einsatzkräfte aus Lastrup und Friesoythe unterstützt. Zum Einsatz kam auch die Drohnenstaffel des Landkreises Cloppenburg, um den Einsatz mit einer Wärmebildkamera aus der Luft zu koordinieren.

Die Feuerwehrleute holten aus dem Laden zahlreiche Schaufensterpuppen und Brautkleider, um sie vor dem Feuer und Rauch in Sicherheit zu bringen. Vom Brand am schlimmsten betroffen sei jedoch der Getränkemarkt, erklärte Polizei gegenüber OM online . Sie geht bei den Containerbränden von Brandstiftung aus. Derzeit laufen aber noch die Ermittlungen zur Ursache des Feuers.

Das weckt böse Erinnerungen an eine Brandserie vor fast genau zwei Jahren, die immer noch nicht vollständig aufgeklärt ist. Vor allem während der Sommermonate gerieten zunächst immer wieder Mülltonnen und Container im Innenstadt in Brand. Höhepunkt der Brandserie war ein Feuer in einem Lagerhaus des Restaurants Hofrogge. Ein Schwerpunkt der Brände war dabei der Bereich rund um die Löninger Straße - dazu zählen auch die Warthestraße und Memelstraße, in denen es jetzt brannte. 

Gebäude zerstört - der Schaden: 500.000 Euro

Am Vormittag geht die Polizei davon aus, dass der gesamte Gebäudekomplex nicht mehr nutzbar ist. Die Rede ist von einem Schaden in Höhe von einer halben Million Euro. Deutlich geringer ist der entstandene Schaden beim ersten kleinen Brand. Hier schätzt die Polizei den Schaden auf rund 500 Euro.

Unterdessen hat sich die Cloppenburger Feuerwehr am Freitagmorgen auf ihrer Facebookseite zu Wort gemeldet: "Als wir eintrafen, stand auch ein Außenlager des Getränkemarkts in Flammen. Von dort aus hatte sich das Feuer im Gebäudeinneren ausgebreitet." Es wurde eine lange Nacht, gegen 8.30 Uhr am Morgen verließen schließlich die letzten Feuerwehrleute den Einsatzort.  

Die Cloppenburger bedankten sich zudem bei ihren Kollegen für die Unterstützung: "Ohne die Hilfe aus Lastrup, Markhausen, Altenoythe sowie vom ABC-Zug, der Drohnengruppe, der Feuerwehr Cappeln und dem DRK aus Molbergen hätten wir alt ausgesehen."

Die Polizei hofft nun auf mögliche Zeugen, die verdächtige Personen an der Warthestraße und Memelstraße beobachtet haben könnten. Hinweise nimmt die Polizei unter 04471/18600 entgegen.

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