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Feuerwehr Lutten muss seltener ausrücken

Jahreshauptversammlung zieht Bilanz: 30 Mal wurden die Kameraden im Jahr 2020 alarmiert. Eine Ehrung gab es für die langjährigen Mitglieder Albert Hesselfeld und Hubert Meyer.

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Beförderte und Geehrte: (von links) Gemeindebrandmeister Hubert Thomann, Silas Kröger, Laura Fortmann, Martin Vetter, Nick Kathe, Jan Nerkamp, Alexander Schoster, Olaf Wichmann, Karsten Kröger, Holger von Döllen, Bürgermeister Alfred Kuhlmann, Albert Hesselfeld, Ludger Thomann, Ortsbrandmeister Hubert Thomann und der stellvertretende Kreisbrandmeister Udo Schwarz. Foto: Feuerwehr / Richter

Beförderte und Geehrte: (von links) Gemeindebrandmeister Hubert Thomann, Silas Kröger, Laura Fortmann, Martin Vetter, Nick Kathe, Jan Nerkamp, Alexander Schoster, Olaf Wichmann, Karsten Kröger, Holger von Döllen, Bürgermeister Alfred Kuhlmann, Albert Hesselfeld, Ludger Thomann, Ortsbrandmeister Hubert Thomann und der stellvertretende Kreisbrandmeister Udo Schwarz. Foto: Feuerwehr / Richter

Wesentlich ruhiger als das Vorjahr verlief das Jahr 2020 für die Feuerwehr Lutten. Pandemiebedingt fanden deutlich weniger Dienstabende statt, aber auch die Anzahl der Einsätze und damit die Gesamteinsatzstunden gingen zurück. Das teilt die Feuerwehr in einer Pressemitteilung mit.

Ortsbrandmeister Hubert Meyer konnte dies auf der Jahreshauptversammlung, die vor Kurzem in der Fahrzeughalle der Lutter Wehr stattfand, mit Zahlen verdeutlichen: „30 Mal mussten wir im letzten Jahr mit 1461 Einsatzstunden insgesamt ausrücken, dazu kamen 1041 Dienststunden.“ 2019 waren es noch 2358 Stunden bei 39 Einsätzen und 2151 Stunden bei Übungsabenden gewesen.

Trotzdem zeigte sich Meyer sehr zufrieden damit, dass die Mitglieder die "Herausforderung Corona“ sehr gut gemeistert hätten. Wenn es erlaubt war, fanden die Dienste mit halber Besetzung, Abstand und Maske statt. Teilweise gab es Online-Dienstabende. Auch bei den Einsätzen habe sich glücklicherweise niemand infiziert, so Meyer. Deswegen ging sein besonderer Dank, an alle Mitglieder, die bislang so gut mitgezogen hätten.

Ehrung von langjährigen Ehrenamtlichen und Aufnahme von neuen Feuerwehrkräften

Bürgermeister Alfred Kuhlmann ehrte im Rahmen der Versammlung Albert Hesselfeld und Ortsbrandmeister Hubert Meyer für langjährige Mitgliedschaft. Beide waren vor 40 Jahren in die Feuerwehr Lutten eingetreten. Die Ehrung von Matthias Lüers für 25-jährige Mitgliedschaft erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt, da er aus familiären Gründen verhindert war.

Als Feuerwehrfrau beziehungsweise -mann aufgenommen wurden Laura Fortmann, Nick Kathe, Silas Kröger, Martin Vetter und Holger von Döllen. Folgende Mitglieder wurden befördert: Jan Nerkamp (Oberfeuerwehrmann), Ludger Thomann (Hauptfeuerwehrmann), Alexander Schoster (Löschmeister), Karsten Kröger und Olaf Wichmann (beide Oberlöschmeister).

Die Wahlen zu den Funktionsträgern ergaben folgendes Ergebnis: Ralf Tebbert (Gruppenführer), Dirk Lammers (Gruppenführer), Karsten Kröger (stv. Gruppenführer), Alexander Schoster (stv. Gruppenführer), Simon Garling (Schriftführer), Sebastian Pöhlking (Kassenwart), Steffen Krogmann (Gerätewart), Stephan Wienöbst (stv. Gerätewart), Jan Nerkamp (Atemschutzgerätewart), Christoph Kossen (stv. Atemschutzgerätewart), Olaf Wichmann (Sicherheitsbeauftragter), Karsten Kröger (Funkgerätewart), Frank Wenig (Kleiderwart), Johanna Scheffler (stv. Kleiderwartin) und Linus Kröger (Kassenprüfer).
Aktuell hat die Feuerwehr Lutten 50 Mitglieder in der Einsatzabteilung, 23 Jugendfeuerwehrmitglieder und 10 Mitglieder in der Altersabteilung.

Starkwetterereignisse sorgen auch die Feuerwehr

Ebenfalls sehr gut zufrieden mit dem Engagement der Feuerwehr zeigte sich Bürgermeister Alfred Kuhlmann. Er freute sich aber besonders, dass der Zusammenhalt durch regelmäßige Dienstabende in Präsenz sowie durch die Jahreshauptversammlung wieder stärker gefestigt werden kann.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Udo Schwarz betonte in seinen Grußworten, dass der Landkreis sehr pragmatisch gehandelt habe. Durch ein sehr gutes Konzept hätten die Lehrgänge an der Feuerwehrtechnischen Zentrale durchgeführt werden können. „Das Land hat die Lehrgänge teilweise digital angeboten“, schilderte Schwarz, aber das könne den riesigen Bedarf an Ausbildung nicht auffangen und die Konsequenzen seien noch nicht absehbar.

Sorge bereiteten ihm auch die Bilder und Berichte der Hochwasserkatastrophe in Westdeutschland. Die Helfer müssten schlimme Erlebnisse verarbeiten, und auch die zerstörte Infrastruktur würde die Feuerwehren an die Grenzen bringen, da zum Beispiel der Digitalfunk ausgefallen sei. Er befürchtete, dass Starkregen und andere Wetterextreme die Hilfsorganisationen in Zukunft noch stärker fordern werden.

  • Info: Näheres www.feuerwehr-lutten.de

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