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Feuerwehr ist seit 100 Jahren für die Peheimer im Einsatz

Das Jubiläum haben die Ehrenamtlichen mit befreundeten Wehren und den Einwohnern am Sonntag gefeiert. Der Kreisfeuerwehrtag wird in 2 Jahren nachgeholt.

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Einsegnung: Dazu kam auch die neue Fahne zum Einsatz.    Foto: Vorwerk

Einsegnung: Dazu kam auch die neue Fahne zum Einsatz.    Foto: Vorwerk

"Darauf haben wir lange hingearbeitet", meinte Peheims Ortsbrandmeister Frank Stammermann in seiner Ansprache am Sonntag, als die Erweiterung der Fahrzeughalle eingesegnet wurde. Gleichzeitig galt es, den 100. Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr zu feiern, was befreundete Retter aus der Gemeinde und den umliegenden Kommunen in das Kirchdorf lockte. Eigentlich hätte der Kreisfeuerwehrtag zu diesem Anlass den würdigen Rahmen bilden sollen, doch angesichts der Corona-Lage wurde dieses Großereignis abermals verschoben. 2023 soll nun Peheim Gastgeber sein.

Lange darauf hingearbeitet, aber zügig umgesetzt – so lässt sich die Entscheidung in der Politik für den Anbau zusammenfassen, dessen Antrag Ende 2019 gestellt wurde. "Es lief reibungslos", freute sich Stammermann über die positive Begleitung der Gremien. An der Unterstützung aus dem Rathaus ließ auch Bürgermeister Witali Bastian keinen Zweifel. "Ihr werdet nachts aus den schönsten Träumen gerissen, um dann wahre Albträume zu erleben", skizzierte der Verwaltungschef einen möglichen Einsatz. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren müssten viele schwierige Situationen lösen, würden aber auch viel Kameradschaft erleben. An die Jugend appellierte Bastian, sich in dieser Gruppe zu engagieren. 

Im Archiv fesselnde Dokumente gefunden

Dafür warb auch der Ortbrandmeister. "Alles stehen- und liegenzulassen, um zu helfen, sind Werte, die weitergetragen werden sollen in die nächste Generation." Bei den Recherchen zur Chronik sei er tief ins Archiv eingetaucht und habe dabei "fesselnde Dokumente" gefunden, wie er sagte. "Es ist schön zu lesen, wie sich die Feuerwehr ins Dorfleben eingebracht hat. Es wird aber auch über viele schwere Einsätze berichtet."

Keine Selbstverständlichkeit sei es, seit 100 Jahren Verantwortung für die Bürger zu übernehmen, meinte Kreisbrandmeister Arno Rauer, der sich ausdrücklich für die Bereitschaft bedankte, das Kreisfeuerwehrfest in 2 Jahren auszurichten. Unter Corona-Bedingungen zu feiern – es wurde das 3G-Modell praktiziert – sei gut und richtig, ergänzte Gemeindebrandmeister Christian Ludmann. Außerhalb von Einsätzen habe es in den vergangenen knapp 1,5 Jahren kaum Gelegenheit gegeben, sich zu treffen. 

Neue Fahne gesegnet

Die Entwicklung im Ort hatte Pfarrer Uwe Börner im Fokus seiner kurzen Ansprache zur Einsegnung. Man habe in der zurückliegenden Zeit Geld in den Kindergarten und die Schule gesteckt, da sei es nur richtig und wichtig, auch in die Feuerwehr zu investieren, damit sie funktioniert. "Wenn nicht, sehen wir alle alt aus", meinte der Pastor in seiner ihm eigenen Art. Neben der neuen Halle hatte er an diesem Tag auch die neue Fahne gesegnet, die zum runden Geburtstag angeschafft wurde und fortan bei besonderen Anlässen getragen wird.

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